Nikki Cross hat nach dem Ende ihrer langen WWE-Zeit nicht lange gebraucht, um ihre nächsten Schritte einzuleiten. Statt sich ausschließlich auf ihre Vergangenheit beim Marktführer zu konzentrieren, hat die Schottin begonnen, ihre Karriere auf mehreren Ebenen neu auszurichten.
Im Gespräch mit Chris Van Vliet sprach sie nun ausführlicher darüber, welche Ziele sie für die kommenden Jahre verfolgt. Dabei geht es nicht nur um ihre eigene Rückkehr in den Ring, sondern auch um deutlich größere Ambitionen hinter den Kulissen.
Aus Nikki Cross wird wieder Nikki Storm
Nach ihrer WWE-Entlassung kehrte Cross zu dem Namen zurück, unter dem sie bereits vor ihrem Wechsel zum Unternehmen bekannt gewesen war: Nikki Storm. Damit knüpft sie bewusst an ihre Independent-Vergangenheit an und eröffnet gleichzeitig ein neues Kapitel ihrer Karriere.
Storm machte deutlich, dass sie ihre zehn Jahre bei WWE nicht kleinreden oder hinter sich lassen möchte. Gleichzeitig wolle sie aber auch nicht dauerhaft in dieser Phase verharren. Für sie gehe es jetzt darum, nach vorn zu schauen und die kommenden Jahre genauso aktiv zu gestalten wie die vergangenen.
Diese Haltung spiegelt sich auch darin wider, wie schnell sie wieder in den Ring zurückkehrte. Bereits wenige Monate nach ihrem WWE-Aus war Storm wieder bei Independent-Veranstaltungen aktiv und zeigte damit, dass ihre In-Ring-Karriere keineswegs beendet ist.
Nikki Storm ist bereits wieder aktiv im Ring
Storm feierte ihre Rückkehr zunächst bei OTT Wrestling und trat kurz darauf auch wieder für PROGRESS Wrestling an. Damit kehrte sie genau in jenes Umfeld zurück, aus dem sie einst den Sprung zu WWE geschafft hatte.
Für Storm bedeutet diese Rückkehr allerdings mehr als nur einzelne Independent-Auftritte. Sie kann nun wieder freier entscheiden, wo sie wrestlet, welche Geschichten sie erzählt und wie sie ihre eigene Figur präsentiert. Gleichzeitig steht sie vor einer völlig neuen Herausforderung, denn ihre Rolle im Wrestling-Geschäft beschränkt sich inzwischen nicht mehr nur auf Auftritte vor den Fans.
Nikki Storm und Big Damo übernehmen PROGRESS Wrestling
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Big Damo hat Storm PROGRESS Wrestling übernommen. Damit trägt sie nun Mitverantwortung für eine der bekanntesten britischen Independent-Promotions der vergangenen Jahre.
Im Interview machte Storm deutlich, dass es sich dabei nicht um ein Nebenprojekt ohne große Ambitionen handelt. Sie möchte aktiv daran mitarbeiten, PROGRESS weiterzuentwickeln und die Promotion langfristig stärker zu positionieren. Für sie bedeutet diese Aufgabe zugleich einen grundlegenden Rollenwechsel. Während sie bei WWE über viele Jahre Teil eines bestehenden Systems war, kann sie nun selbst Einfluss darauf nehmen, wie eine Wrestling-Promotion geführt, präsentiert und weiterentwickelt wird.
PROGRESS soll international weiter wachsen
Storm formulierte für die Zukunft ein ehrgeiziges Ziel. PROGRESS soll sich ihrer Vorstellung nach langfristig als eine der führenden Independent-Promotions etablieren und seinen internationalen Stellenwert weiter ausbauen.
Dabei geht es nicht nur darum, regelmäßig Shows in Großbritannien zu veranstalten. Storm möchte offenbar erreichen, dass PROGRESS wieder stärker als eigenständige Marke wahrgenommen wird und gleichzeitig neue Möglichkeiten für Wrestlerinnen und Wrestler schafft.
Ihre eigene Erfahrung dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen. Storm kennt sowohl die Independent-Szene als auch die Strukturen eines weltweit operierenden Unternehmens wie WWE. Dieses Wissen kann sie nun erstmals aus einer völlig anderen Perspektive einsetzen.
Auch DEFY gehört inzwischen zum neuen Kapitel
Storm und Big Damo sind inzwischen zudem an DEFY Wrestling beteiligt. Damit erstreckt sich ihre Arbeit hinter den Kulissen nicht nur auf eine einzelne Promotion. Die Kombination aus PROGRESS und DEFY eröffnet beiden die Möglichkeit, unterschiedliche Märkte miteinander zu verbinden und Talenten zusätzliche Plattformen zu bieten. Welche konkreten langfristigen Pläne daraus entstehen, ist bislang allerdings noch nicht vollständig bekannt.
Fest steht jedoch, dass Storm nach ihrem WWE-Aus deutlich stärker in die organisatorische und geschäftliche Seite des Wrestlings eingestiegen ist, als es während ihrer aktiven WWE-Zeit möglich gewesen wäre.
Die kommenden zehn Jahre sollen anders aussehen
Storm machte im Interview deutlich, dass sie ihre Zukunft nicht als bloße Verlängerung ihrer bisherigen Karriere betrachtet. Nach zehn Jahren bei WWE denkt sie bereits an die nächsten zehn Jahre und möchte diese bewusst auf andere Art gestalten.
Dabei scheint sie mehrere Rollen miteinander verbinden zu wollen. Einerseits bleibt sie als Wrestlerin aktiv, andererseits übernimmt sie zunehmend Verantwortung als Mitbesitzerin und Entscheidungsträgerin hinter den Kulissen.

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