WWE-Präsident Nick Khan hat im Rahmen der TKO Town Hall Veranstaltung am 28. April Klartext zur geplanten Reise nach Saudi-Arabien gesprochen. Im Mittelpunkt steht das Premium Live Event Night of Champions, das am 27. Juni in Riad stattfinden soll, obwohl die geopolitische Lage im Nahen Osten weiterhin angespannt ist und Konflikte rund um Iran, Israel und Libanon andauern.
Khan machte den Mitarbeitern unmissverständlich deutlich, dass die WWE die Lage genau im Auge behalte. Er erklärte, dass das Unternehmen eng mit den internen Sicherheitsverantwortlichen zusammenarbeite und sich gleichzeitig extern mit den eigenen Mitarbeitern für Regierungsangelegenheiten abstimme, um die Entwicklungen vor Ort zu verfolgen. Die zentrale Botschaft seiner Ausführungen ließ er in einem kurzen Satz zusammenfließen: „Wir gehen nur hin, wenn es sicher ist oder wenn wir dort Zutritt haben.“
Voraussetzungen für die Anreise und das Interesse aus Riad
Khan verwies darauf, dass eine entscheidende Bedingung für die Durchführung der Veranstaltung darin bestehe, ob US-Bürger einreisen dürfen und das Land als sicher eingestuft werde. Sollten diese Voraussetzungen erfüllt sein, werde die WWE komplett vor Ort sein. Er selbst plant die Reise nach Riad, ebenso wie Chief Content Officer Paul „Triple H“ Levesque, der das Event vor Ort begleiten soll.
Gleichzeitig betonte Khan das anhaltende Interesse der saudischen Seite an einer Rückkehr der WWE. Saudi-Arabien sei demnach sehr daran interessiert, die WWE wieder ins Land zu holen und Veranstaltungen wieder aufzunehmen, insbesondere solche, die aus den Vereinigten Staaten kommen. In früheren Berichten war zudem davon die Rede, dass die WWE für Night of Champions 2026 und das Großevent im kommenden Jahr Notfallpläne in der Schublade habe.
Klares Signal: Nur das PLE in Saudi-Arabien, kein Raw und kein SmackDown
Eine bemerkenswerte Änderung gegenüber früheren Saudi-Arabien-Reisen hat Khan ebenfalls bestätigt. Anders als in der Vergangenheit, als die WWE rund um große Premium Live Events in der Region auch Folgen von Raw und SmackDown ausgetragen hat, soll diesmal ausschließlich Night of Champions in Riad stattfinden. Die wöchentlichen TV-Shows werden also nicht in Saudi-Arabien produziert.
Wo die Ausgaben rund um das PLE tatsächlich stattfinden werden, ist bislang offen. Die WWE hat noch keine Austragungsorte für SmackDown am 26. Juni und Raw am 29. Juni bekannt gegeben. Damit bleibt eine Lücke im Tourkalender, die in den kommenden Wochen geschlossen werden dürfte.
WrestleMania 43 weiterhin für Saudi-Arabien gesetzt
Das Bekenntnis zur Region geht über die „Night of Champions” hinaus. Khan erinnerte einmal mehr daran, dass WrestleMania 43 nach aktueller Planung im kommenden Jahr in Saudi-Arabien stattfinden wird. Während der Town Hall wurde weder ein konkretes Datum genannt, noch wurde eine Festlegung darauf getroffen, ob das Event wie zuletzt als Two-Night-Spektakel oder in einem anderen Format ausgetragen wird.
Damit bleibt die WWE strategisch fest mit dem Königreich verbunden, auch wenn die kurzfristigen Entscheidungen rund um Night of Champions noch von der Sicherheitslage abhängen. Khan beschrieb die Lage als dynamisch, was bedeutet, dass die endgültige Entscheidung erst in den Wochen vor dem Event fallen dürfte.
Rückblick auf WrestleMania 42 und das Las-Vegas-Doppelpack
Im Verlauf der Town Hall ging Khan auch auf die jüngste Vergangenheit ein. WrestleMania 42 hatte am 18. und 19. April im Allegiant Stadium in Las Vegas stattgefunden, dem zweiten Jahr in Folge in derselben Stadt. Diese Standortwiederholung wurde im Vorfeld kontrovers diskutiert, einige Beobachter sahen darin einen Mitgrund für die im Vergleich niedrigeren Ticketverkäufe.
Khan übernahm die Verantwortung offen. Er erklärte, dass die Entscheidung am Ende seine gewesen sei und räumte ein, dass eine solche Doppelvergabe womöglich nicht noch einmal in dieser Form erfolgen werde. Dennoch bewertete er WrestleMania 42 als erfolgreiche Veranstaltung, die ihren Zweck erfüllt habe. Diese Einordnung war für die anschließende Spitze besonders relevant.
Geheimnisvolle Andeutung zum Standort von WrestleMania 2028
Im selben Atemzug ließ Khan einen Satz fallen, der die Mitarbeiter aufhorchen ließ und sofort breite Spekulationen auslöste. Er kündigte an, dass die Bekanntgabe des Standorts für WrestleMania 2028 für Schlagzeilen sorgen werde. Konkrete Hinweise auf eine Stadt, ein Stadion oder ein Land gab er jedoch nicht. Stattdessen formulierte er die Botschaft als Teaser an die eigene Belegschaft: „Wartet ab, bis ihr seht, wo WrestleMania 2028 stattfinden wird.“
In wrestlingnahen Kreisen wird seitdem kräftig spekuliert. Genannt werden unter anderem klassische US-Stadien wie das Soldier Field in Chicago, der Caesars Superdome in New Orleans oder das Lucas Oil Stadium in Indianapolis. Da die WWE in den vergangenen Jahren ihre Expansion in größere und teilweise internationale Märkte konsequent vorangetrieben hat, wird auch eine Premiere außerhalb der Vereinigten Staaten als denkbar eingestuft.
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