Nick Khan hat wenige Tage vor WrestleMania 42 eingeräumt, dass die Ticketnachfrage für das Wochenende in Las Vegas nicht ganz das Niveau der jüngsten Rekordjahre erreicht. Gleichzeitig zeigte sich der WWE-Präsident überzeugt, dass die Veranstaltung dennoch in die Nähe der bisherigen Bestmarken beim Umsatz kommen kann. Überdies bestätigte Khan erneut, dass WrestleMania 43 wie angekündigt 2027 in Riad stattfinden soll.
Nick Khan sieht WrestleMania 42 trotz Diskussionen weiter auf Kurs
Bei seinem Auftritt beim SBJ CAA World Congress of Sports in Los Angeles schlug Khan trotz der Debatte über die Nachfrage einen betont positiven Ton an. Zwar wurde rund um WrestleMania 42 zuletzt häufiger darüber gesprochen, dass die Ticketverkäufe langsamer verlaufen als bei den Rekordveranstaltungen der vergangenen Jahre, doch intern sieht WWE die Lage weiterhin optimistisch. Khan erklärte dazu: „Wir fühlen uns gut. Im vergangenen Jahr haben wir neue Rekorde aufgestellt, nachdem wir bereits im Jahr davor welche aufgestellt hatten. In diesem Jahr glauben wir, dass wir diesen Rekord fast erreichen werden, aber wir drücken die Daumen.“
Damit machte er deutlich, dass WWE für Las Vegas weiter mit einem wirtschaftlich sehr starken Wochenende rechnet, auch wenn der Rekordkurs diesmal nicht ganz so eindeutig wirkt wie zuletzt.
Las Vegas ist in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge Austragungsort von WrestleMania. WWE hatte die Rückkehr gemeinsam mit der Las Vegas Convention and Visitors Authority angekündigt, nachdem die Veranstaltung 2025 in der Stadt laut Unternehmensdarstellung die erfolgreichste und umsatzstärkste WrestleMania der Geschichte gewesen war. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Khan die aktuelle Ausgabe weiterhin als wirtschaftlich stark einordnet, selbst wenn die Nachfrage im Vorfeld nicht ganz an die außergewöhnlichen Werte der Vorjahre heranreichte.
Hohe Preise bleiben ein Reizthema vor dem Wochenende in Las Vegas
Die Diskussion entzündete sich zuletzt vor allem an den Ticketpreisen. Branchenberichte nannten zuletzt Größenordnungen von etwas mehr als 40.000 verteilten Tickets für Nacht eins und rund 42.000 für Nacht zwei. Gleichzeitig wurde darauf verwiesen, dass Kombiangebote für beide Abende zeitweise bei mehr als 850 US-Dollar lagen und WWE in den Tagen vor der Show auch mit Preisaktionen arbeitete. Khan stellte jedoch klar, dass er die Preisentwicklung nicht als Warnsignal versteht, sondern als Ausdruck des Marktes. Wörtlich erklärte er: „Der Markt bestimmt den Ticketpreis.“
Nach seiner Darstellung zeige sich die anhaltende Nachfrage auch daran, dass günstigere Karten auf dem Sekundärmarkt teils rasch zu höheren Preisen weiterverkauft würden.
Mit dieser Argumentation widersprach Khan indirekt der wachsenden Kritik, wonach steigende Preise die Zugänglichkeit für Fans erschweren. Die Debatte um Ticketkosten und Reichweite bleibt damit ein zentraler Begleiter des WrestleMania Wochenendes. WWE hält zugleich an der Linie fest, dass hohe Erlöse und starke Nachfrage kein Widerspruch sein müssen, auch wenn nicht jede Preisstufe bei allen Fans auf Zustimmung stößt.
WrestleMania 43 in Riad bleibt fest eingeplant
Neben den Aussagen zu WrestleMania 42 bestätigte Khan auch den nächsten großen internationalen Schritt der Company. Demnach soll WrestleMania 43 im Jahr 2027 in Riad stattfinden. Es wäre das erste Mal, dass die größte WWE Veranstaltung außerhalb der Vereinigten Staaten oder Kanadas ausgetragen wird.
Khan erklärte dazu: „Im nächsten Jahr veranstalten wir WrestleMania in Saudi-Arabien. Zum ersten Mal überhaupt wird WrestleMania außerhalb der Vereinigten Staaten oder Kanadas stattfinden. Wir haben eine große, fruchtbare Partnerschaft mit ihnen.“
WWE hatte diesen Schritt bereits im September 2025 offiziell angekündigt. Bereits zuvor war auch der Royal Rumble 2026 nach Riad vergeben worden und fand dort Ende Januar statt.
Khan verband diese Ankündigung mit einem klaren Hinweis auf die globale Ausrichtung des Produkts. Aus seiner Sicht ist die WWE längst an einem Punkt angekommen, an dem sich die Reichweite der Shows nicht mehr an Nordamerika allein bemisst. Entsprechend betonte er: „Wenn wir unterwegs sind, muss es nicht nur hier sein. Unsere Fans werden einschalten, ganz gleich, wohin wir gehen.“
Soziale Medien spielen für Khan bei Entscheidungen keine zentrale Rolle
Khan machte erneut deutlich, dass Reaktionen aus den sozialen Netzwerken für seine Entscheidungen keine entscheidende Rolle spielen. Seinen Angaben zufolge nutzt er X im Zusammenhang mit dem WWE-Geschäft nicht und befasst sich dort auch nicht mit Beiträgen über seine Person. Er wertet solche Stimmen nicht als Mehrheitsmeinung, sondern als einen kleinen, besonders lauten Teil der Debatte.
Zugleich erläuterte er, dass Beschwerden von Fans ihn dennoch erreichen. Für die grundsätzliche Ausrichtung der Company seien jedoch andere Maßstäbe maßgeblich.
Khan erklärte weiter: „Einige der Beschwerden lauten zum Beispiel: Mir hat das Match nicht gefallen, ihr seid ein Haufen Schei*e. Dann sage ich: Okay, verstanden. Andere lauten: Hey, wir hatten eine eingeschränkte Sicht. Okay, dann laden wir euch zu unserer nächsten Show ein. Die Leute dürfen sich beschweren, aber wir richten unser Geschäft nicht nach Beschwerden aus. Wir richten uns nach Einschaltquoten, Einnahmen und Relevanz.“
Damit machte er deutlich, dass Fanrückmeldungen zwar registriert werden, für geschäftliche Grundsatzentscheidungen aber nicht denselben Stellenwert haben wie wirtschaftliche Kennzahlen und Reichweite.
Dass diese Haltung nicht neu ist, zeigt eine frühere Aussage Khans aus dem Vorfeld von WrestleMania 41. Schon damals hatte er erklärt: „So sehr wir unserem Publikum auch zuhören, wir werden nicht auf soziale Medien hören und darauf reagieren. Wir glauben, dass es sich dabei nur um einen kleinen Prozentsatz von Stimmen handelt, die ein großes Mikrofon oder Megafon vor sich haben. Es ist ein Fehler, das eigene Geschäft danach auszurichten. Man muss sich auf sein Bauchgefühl und die Ergebnisse stützen.“
In Los Angeles knüpfte Khan nun inhaltlich direkt an diese Linie an und machte deutlich, dass WWE ihren Kurs auch bei lautstarker Kritik aus dem Netz nicht kurzfristig ändern will.
Wenn der Ticketpreis zu hoch ist, ist niemand gezwungen, ihn zu bezahlen. Bleibt stattdessen zu Hause und schaut im Fernsehen. Das ist viel billiger, denn dort kostet es nur 50 bis 60 Dollar.
Witzig. Mir ist dieser Mann zum ersten Mal aufgefallen, als Saudi-Shows ein Thema wurden. Scheint sein Thema zu sein.
1. und 1. Global bedeutet nicht Arabien-Arabien und wieder
arabien!!! Sondern wenn eher Japan, Australien, UK, China, Kanada, Deutschland… Aber die Wrestlingwelt hat in Arabien null Geschichte – billige Ausrede.
Eine Familie mit unterem Einkommen würde sich vielleicht 30-50 Euro leisten können aber doch nicht sowas. Mit meinen Kids würde ich max 50-80 Euro pro Person ausgeben
Und immer mit seinen Rekorden – wen interessiert das ausser ihn selbst? Man will als Fan gute Shows sehen und nicht von KPIs lesen. Das ist sterbenslangweilig.
@Waylon Mercy
Dann mal viel Spaß. 30-50 Euro bekommst du sogut wie kein Konzert, Veranstaltungen usw. mehr. Wenn ich dann immer die Argumente höre, dann schaut es im TV an. Live ist vollkommen ein anders Erlebnis. Es wird doch niemand gezwungen, deswegen verstehe ich nie die Aufregung. Ich war letztes bei Mario Barth und habe 120 Euro bezahlt.