MJF verteidigt AEW und attackiert Vince McMahon sowie Nick Khan im Doppelpack

MJF brüllt lautstark
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MJF hat in einem ausführlichen Gespräch mit Jon Alba für „The Takedown“ auf Sports Illustrated gleich mehrere zentrale Wrestling-Debatten der vergangenen Tage aufgegriffen. Der ehemalige AEW World Champion ordnete dabei sowohl die Storyline um sein Title vs. Hair Match gegen Darby Allin bei Double or Nothing als auch die anhaltenden Spekulationen um die AEW-TV-Zukunft ein. Beide Themenbereiche brachte MJF mit harten Vorwürfen zusammen.

Die Hair-Stipulation und der Vorwurf an Vince McMahon

MJF hat im Sports-Illustrated-Gespräch die Hair-Match-Stipulation gegen Darby Allin bei Double or Nothing als ernsthafte Bedingung gegen die Wahrnehmung der Wrestling-Fans verteidigt. Im AEW-TV wird die Fehde mit höchster Ernsthaftigkeit aufgebaut, im Internet halten zahlreiche Fans die Hair-Match-Regelung allerdings für komödiantisch und einer derart intensiven Rivalität nicht angemessen.

MJF wies diese Wahrnehmung entschieden zurück und machte direkt eine bestimmte Person dafür verantwortlich. Er sagte: „Dafür kannst du dich bei Vince McMahon bedanken.“ In Memphis sei es keine Komödie gewesen, ebenso wenig bei World Class oder in Mexiko. McMahon habe diese Wahrnehmung erst über Jahre hinweg ins Komödiantische verschoben.

Die Haare als Karrierefaktor und die Highschool-Anekdote

MJF erläuterte zusätzlich, warum die Stipulation für ihn persönlich von erheblicher Bedeutung sei. Mit seinen Haaren verdiene er Geld, er trete in Filmen auf und sei ein Top-Star der Wrestling-Branche. Ohne Haare könne er diese Rolle nicht in gleicher Weise fortsetzen. Nur Jason Statham könne den kahl rasierten Look überzeugend tragen, bei ihm selbst sehe das anders aus.

Als Beleg führte MJF eine Highschool-Anekdote an. Im vorletzten Schuljahr habe sich das gesamte Football-Team kollektiv die Haare radikal kürzen lassen, und das Ergebnis sei kein schöner Anblick gewesen. Eine Wiederholung dieser Erfahrung lehne er strikt ab. MJF betonte mehrfach, dass es kein Szenario gebe, in dem er bereit sei, Double or Nothing mit einer Glatze zu verlassen.

Der WWE-Vorwurf zu den AEW-TV-Deal-Gerüchten

Im zweiten zentralen Themenbereich des Sports-Illustrated-Gesprächs ging MJF auf die anhaltenden Spekulationen um den nächsten AEW-Medienrechte-Vertrag ein. Hintergrund ist ein aktueller Bericht des Wrestling Observer Newsletter, wonach interne Quellen bei WWE die Annahme verbreiten, AEW werde keinen tragfähigen neuen Fernseh-Vertrag abschließen und möglicherweise nicht mit Paramount-Skydance zusammenkommen.

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MJF wies diese Darstellung scharf zurück und wies darauf hin, dass Live-Sportübertragungen und Nachrichten nach wie vor das Kabelfernsehen dominieren. Da professionelles Wrestling als Live-Sport gelte, gehöre AEW mit den wöchentlichen TV-Shows regelmäßig zu den Top 10 ihrer Sendezeit. Die Führungsebene von Warner Bros. Discovery sei nach wie vor äußerst zufrieden mit der Performance von AEW.

Die Paradigmenwechsel-These und der Pepsi-Coca Cola-Vergleich

MJF argumentierte zudem, AEW habe aktuell erheblichen Schwung, da viele Fans nach einem alternativen Wrestling-Produkt suchten. Er sprach von einem Paradigmenwechsel, ähnlich dem Jahr 2019 nach der AEW-Gründung. Viele Wrestling-Fans seien von der WWE enttäuscht und wollten ein anderes Produkt sehen.

Genau in diese Lücke springe AEW als Pepsi zur WWE-Coca-Cola. Für Pepsi werde es immer einen Markt geben, immer. Dieser Vergleich wird zum strategischen Kern-Argument seiner Branchen-Verteidigung, mit dem MJF die WWE-Spekulationen über die AEW-Zukunft als Konkurrenz-Spiel einordnet.

Der Nick Khan Vorwurf und die TKO-These

MJF brachte den Gerüchte-Komplex direkt mit WWE-Präsident Nick Khan in Verbindung. Die negativen Spekulationen seien aus seiner Sicht ein bewusster strategischer Schachzug, um die Konkurrenz zu schwächen. Wenn man die Herkunft der Gerüchte betrachte, sei klar, dass sie von WWE und TKO ausgingen.

MJF betonte, er möge Nick Khan persönlich sehr, aber es handele sich um eine Geschäftstaktik. Die Logik dahinter sei einfach. Wenn negative Diskussionen über AEW geführt würden, sprächen weniger Leute negativ über WWE. MJF nannte den Schachzug klug, gleichzeitig sei er aber durchsichtig wie Glas. Mit dieser doppelten Einordnung positioniert sich der AEW-Star als bewusst rationaler Beobachter der WWE-AEW-Rivalität.

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Der Vergleich zu früheren TV-Verhandlungen

Der Wrestling Observer Newsletter weist in seinem Bericht selbst darauf hin, dass ähnliche Gerüchte bereits während der vorherigen AEW-TV Verhandlungen kursierten. Diese Spekulationen hätten sich allerdings nicht bewahrheitet. AEW konnte am Ende eine deutliche Erhöhung der Lizenzgebühren erzielen, deren Wert nach Branchenberichten das 2,3-Fache der vorherigen Vereinbarung betrug.

Diese historische Parallele stützt indirekt MJFs These, dass die aktuellen Spekulationen weniger der Realität entsprechen als der WWE-Strategie der Wettbewerbsbeeinflussung. AEW-Präsident Tony Khan hat den Wrestling-Observer-Bericht zudem bei der ROH-Supercard-of-Honor-Pressekonferenz scharf zurückgewiesen und die Darstellung als weit von der Wahrheit entfernt bezeichnet.

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