Matt Cardona war über Aussagen von Kevin Owens verärgert – warum er damals bewusst schwieg

Matt Cardona ist sichtlich verärgert
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Matt Cardona hat auf scherzhafte Aussagen zurückgeblickt, die Kevin Owens im Gespräch mit Cody Rhodes über ihn gemacht hatte. Cardona störte sich vor allem an dem Eindruck, er habe sich als großer Independent-Star präsentiert und zugleich ständig öffentlich um eine WWE-Rückkehr gebeten.

Kevin Owens nahm Cardonas „Indy God“-Rolle aufs Korn

Im Gespräch mit Chris Van Vliet räumte Cardona nun ein, dass ihn diese Darstellung tatsächlich verärgert habe. Gleichzeitig erklärte er, weshalb er seinerzeit bewusst darauf verzichtete, öffentlich gegen Owens oder Rhodes zurückzuschießen, und warum er die Angelegenheit inzwischen deutlich entspannter betrachtet.

Ausgangspunkt war ein Auftritt von Kevin Owens in Cody Rhodes’ Podcast „What Do You Want To Talk About?“ im Juni 2025. Während des ausführlichen Gesprächs kam auch Matt Cardona zur Sprache. Owens machte deutlich, Cardona grundsätzlich zu mögen, nannte allerdings scherzhaft zwei Dinge, die ihn an seinem langjährigen Kollegen störten.

Einer davon war Cardonas auffällige Wrestling-Bräune. Owens nahm dabei nicht nur ihn, sondern auch Bron Breakker aufs Korn. Die zweite Bemerkung traf Cardona wesentlich stärker. Owens stellte den Gegensatz zwischen dessen Selbstvermarktung als „Indy God“ und den regelmäßigen öffentlichen Aussagen über eine mögliche WWE-Rückkehr heraus.

Cardona hatte sich nach seiner Entlassung im April 2020 über Jahre hinweg als einer der prominentesten Namen außerhalb von WWE etabliert. Gerade die Bezeichnung als „Indy God“ war zu einem zentralen Bestandteil seiner neuen Präsentation geworden. Aus Owens’ Sicht wirkte es daher offenbar widersprüchlich, sich einerseits so offensiv mit dem Leben außerhalb von WWE zu identifizieren und andererseits immer wieder über eine Rückkehr zum Marktführer zu sprechen.

Cardona fühlte sich falsch dargestellt

Cardona sah die Darstellung allerdings anders. Im Gespräch mit Chris Van Vliet gab er offen zu, dass ihn die Aussagen zunächst verärgert hatten. Entscheidend sei für ihn nicht gewesen, dass Owens einen Scherz auf seine Kosten gemacht habe. Vielmehr habe ihn der daraus entstandene Eindruck gestört, er habe praktisch ständig von seinem Wunsch nach einer WWE-Rückkehr gesprochen. Genau das entspreche nicht seiner Erinnerung.

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Cardona erklärte, dass das Thema zwar regelmäßig in Interviews zur Sprache gekommen sei. In diesen Situationen habe er jedoch normalerweise lediglich auf entsprechende Fragen der Interviewer reagiert. Für ihn bestand damit ein erheblicher Unterschied zwischen dem eigenständigen öffentlichen Werben um einen WWE-Vertrag und der ehrlichen Beantwortung einer Frage, ob er sich irgendwann eine Rückkehr vorstellen könne.

Cardona hatte während seiner Jahre in der Independent-Szene nie grundsätzlich ausgeschlossen, eines Tages wieder für WWE anzutreten. Gleichzeitig baute er sich jedoch eine umfangreiche Karriere außerhalb des Unternehmens auf und arbeitete für zahlreiche Promotions. Die Darstellung, sein eigentliches Ziel sei während dieser gesamten Zeit lediglich die Rückkehr zu WWE gewesen, empfand er deshalb als unfair.

Warum Cardona zunächst nicht öffentlich konterte

Besonders interessant ist, dass Cardona seinen Ärger damals nicht unmittelbar öffentlich machte. Obwohl ihn die Aussagen beschäftigten, verzichtete er darauf, eine größere Auseinandersetzung mit Owens oder Rhodes daraus entstehen zu lassen. Damit unterschied sich seine tatsächliche Reaktion deutlich von der oftmals konfrontativen Persönlichkeit, die er in der Independent-Szene verkörperte.

Ein Problem bestand für Cardona auch darin, dass er seine Sicht auf die Situation damals nicht auf derselben Bühne schildern konnte. Während Owens seine Bemerkungen in Cody Rhodes’ WWE-Podcast machte, stand Cardona zu diesem Zeitpunkt noch außerhalb des Unternehmens. Erst nach seiner späteren Rückkehr erhielt er nach eigener Wahrnehmung die Gelegenheit, seine Perspektive auf das damalige Gespräch ausführlicher darzustellen.

Cardona wollte außerhalb von WWE erfolgreich sein

Cardona betont, dass seine Jahre in der Independent-Szene keine fünfjährige Bewerbung für einen neuen WWE-Vertrag waren. Nach seiner Entlassung wollte er beweisen, dass Matt Cardona unabhängig von Zack Ryder und WWE als eigene Persönlichkeit funktionieren konnte.

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Dafür veränderte er seine Präsentation, trat unter anderem für GCW, TNA und zahlreiche Independent-Promotions an und gewann mehrere Titel. Mit der Bezeichnung „Indy God“ unterstrich er seinen Erfolg außerhalb von WWE.

Eine spätere Rückkehr schloss Cardona dennoch nie aus, da bestimmte Ziele nur dort erreichbar seien, insbesondere der Gewinn der WWE Championship. Seine Independent-Karriere sei deshalb aber keineswegs nur ein Mittel zum Zweck gewesen.

Heute sieht Cardona die Aussagen von Owens anders

Mit zeitlichem Abstand bewertet Cardona die Angelegenheit inzwischen deutlich entspannter. Er stellte ausdrücklich klar, dass er Owens und Rhodes keine böswillige Absicht unterstellt. Das Gespräch sei scherzhaft gewesen und die Bemerkungen seien nicht mit dem Ziel gefallen, ihm persönlich oder beruflich zu schaden. Entsprechend betrachtet Cardona die Sache heute als erledigt.

Die Entwicklung seiner eigenen Karriere dürfte dabei geholfen haben. Als Owens und Rhodes im Juni 2025 über ihn sprachen, befand sich Cardona noch außerhalb von WWE und wusste nicht, ob er jemals wieder einen Vertrag erhalten würde. Nur wenige Monate später veränderte sich seine Situation grundlegend.

Nach ersten NXT-Auftritten im Herbst 2025 kehrte Cardona im November für John Cenas „Last Time Is Now Tournament“ überraschend noch einmal als Zack Ryder zu WWE zurück. Anfang Januar 2026 folgte schließlich die dauerhafte Rückkehr unter dem Namen Matt Cardona.

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