Killer Kross verbindet seine beruflichen Pläne längst mit mehr als Auftritten im Wrestling-Ring. Im Gespräch mit „The Wrestling Classic“ blickte er darauf zurück, wie er einen weiteren Bereich für sich erschließen wollte und welche Erfahrungen er dabei machte.
Ein WWE-Meeting weckte Kross’ Interesse an neuen Möglichkeiten
Der frühere Karrion Kross erinnerte sich an eine interne WWE-Besprechung, bei der die Verantwortlichen über zusätzliche Chancen für die Talente gesprochen hätten. Dabei sei es um die Möglichkeiten durch die TKO-Fusion und um die Zusammenarbeit mit Netflix gegangen. Die Aussicht, über diese Verbindungen auch in anderen Bereichen der Unterhaltungsbranche arbeiten zu können, habe ihn angesprochen.
Nach dem Meeting suchte Kross deshalb das Gespräch. Er erklärte, dass ihn Schauspielrollen interessieren würden, und verwies auf seine Erfahrungen im Theater. Dabei sei ihm wichtig gewesen, seine Absichten klarzustellen: Er wollte Wrestling weiterhin betreiben und zusätzliche Aufgaben übernehmen. Filmauftritte könnten seiner Ansicht nach auch Menschen auf ihn aufmerksam machen, die anschließend Interesse an Wrestling entwickeln würden.
Die angekündigten Treffen in Los Angeles kamen nicht zustande
Laut Kross erhielt er daraufhin die Auskunft, sich im Oktober erneut zu melden. Anschließend sollte er nach Los Angeles geflogen werden, um dort Menschen aus der Film- und Unterhaltungsbranche kennenzulernen. Er habe wie vereinbart nachgefragt, doch die angekündigte Unterstützung sei ausgeblieben. Auch als er einige Monate später erneut auf das Thema zurückkam, habe sich nichts ergeben.
Für Kross ging es vor allem um Vertrauen
Kross betonte, dass er nicht auf diesen einen Weg angewiesen gewesen sei. Er hätte sich auch selbst um Kontakte und Projekte kümmern können. Enttäuscht habe ihn jedoch, dass er sich auf die angekündigte Hilfe verlassen und die ihm genannten Schritte befolgt habe. „Ich wünschte nur, man hätte mir nicht diese Hoffnung gemacht und mich dazu aufgefordert“, erklärte er.
Besonders unangenehm sei diese Erfahrung in einem Geschäft gewesen, das aus seiner Sicht auf Vertrauen beruhe. Seine Darstellung blieb dabei die Schilderung seiner eigenen Erlebnisse. Er erläuterte, warum ihn die ausgebliebenen Treffen beschäftigten und weshalb er schließlich selbst nach Möglichkeiten suchte. Die Schauspielarbeit sollte für ihn weiterhin eine Ergänzung zu seiner Wrestling-Laufbahn sein.
Mit „Blue Evening“ sammelte er praktische Filmerfahrung
Statt weiter auf die angekündigten Kontakte zu warten, führte Kross eigene Gespräche und beteiligte sich an dem Kurzfilm „Blue Evening“. Nach seiner Darstellung wurde das Projekt für ihn zu einer praktischen Ausbildung. Er blieb am Set und beschäftigte sich mit unterschiedlichen Teilen der Produktion, darunter der Farbgestaltung, der musikalischen Gestaltung und der Regiearbeit.
Auf der offiziellen Filmwebsite wird Kross unter seinem bürgerlichen Namen Kevin Robert Kesar als Schauspieler und Executive Producer geführt. Drehbuch und Regie stammen von Jett Jansen Fernandez. Kross wirkte somit vor der Kamera und an der Produktion mit, während die Inszenierung von Fernandez übernommen wurde. Die Zusammenarbeit ermöglichte ihm, die Entstehung eines Films über seine eigene Rolle hinaus kennenzulernen.
Der Kurzfilm wurde bereits auf Festivals ausgezeichnet
In „Blue Evening“ wird die Geschichte eines obdachlosen, suchtkranken Mannes in Los Angeles erzählt, der in einem Gebrauchtwarenladen ein verschollenes Kunstwerk entdeckt. Dadurch ergibt sich für ihn die Möglichkeit, sein Leben zu verändern. Kross bezeichnete den Festivallauf im Interview als erfolgreich. Auf der offiziellen Website ist unter anderem der Gewinn in der Kategorie „Bester dramatischer Kurzfilm“ beim Chain NYC Film Festival verzeichnet.
Diese Festivalerfahrungen gehören zur Vorgeschichte seiner heutigen Filmpläne. Kross erklärte, dass er nach dem Projekt einen Agenten gefunden und weitere Arbeiten übernommen habe, die sich noch in der Produktion befänden. Seine aktuellen Aussagen beschreiben damit auch, wie sich aus einem selbst angestoßenen Projekt zusätzliche berufliche Möglichkeiten entwickelten.
„Godshot“ bringt Kross mit bekannten Schauspielern zusammen
Zu diesen Projekten gehört das Actiondrama „Godshot“. Seine Beteiligung wurde bereits im Juli von MLW offiziell bekannt gemacht. Neben Kross gehören Ron Perlman, William Forsythe und weitere Schauspieler zum Ensemble. Regie führt Gabriel Beristain. Der Film ist von den Erfahrungen des Stuntmans Sammy Horowitz inspiriert und handelt von einem ehemaligen Häftling, der im Hollywood-Stuntgeschäft eine neue Chance erhält.
In einem aktuellen Interview erklärte Kross, dass der Film möglicherweise Ende dieses oder Anfang des kommenden Jahres erscheinen werde. Beim genauen Zeitpunkt sei er sich noch nicht sicher. Außerdem sei ein Festivallauf vorgesehen. Einen verbindlichen Veröffentlichungstermin nannte er damit jedoch nicht.
Parallel dazu bleibt Kross im Wrestling aktiv: Seit seinem Abgang von der WWE tritt er unter anderem für MLW, House of Glory und World Series Wrestling an und hält derzeit die MLW World Heavyweight Championship sowie die WSW World Championship.
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