Die Death Riders entwickeln sich nicht in die Richtung, die ein Großteil der AEW-Fans seit Monaten erwartet hatte. Während intern wie extern wiederholt über Risse innerhalb der Gruppierung spekuliert wurde, war eine Spaltung in der Booking-Planung offenbar nie ernsthaft vorgesehen. Verantwortlich dafür sei in erster Linie Jon Moxley selbst, der eine entsprechende Trennungs-Storyline persönlich abgelehnt habe.
Jon Moxley setzt auf klare Linie statt Stable-Verrat bei AEW
Einem aktuellen Bericht zufolge habe Moxley gegenüber Wrestlern und Verantwortlichen klargestellt, dass er ein klassisches Verratsszenario innerhalb der Stables ablehne. Er ordne derartige Konzepte eher dem WWE-Storytelling zu und betone, dass AEW einen anderen erzählerischen Weg gehen solle. Das erkläre, warum die seit Monaten erwartete Spaltung nie umgesetzt worden sei und die Death Riders weiterhin als geschlossene Einheit auftreten.
Hinweise auf interne Risse hatte es zuletzt mehrfach gegeben, ob in Backstage-Segmenten oder durch nonverbale Spannungen während gemeinsamer Auftritte. Eine erzählerische Auflösung dieser Andeutungen blieb bislang jedoch aus. Aktuell steckt die Gruppe in einer Fehde mit Will Ospreay und dem United Empire, in der Moxley seine Rolle als treibende Kraft der Gruppierung bewusst weiter ausbaut.
Diese Linie deckt sich mit Moxleys Selbstverständnis innerhalb von AEW, das er bereits Ende 2025 öffentlich formuliert hatte. Bei „Worlds End” nutzte er nach seinem Sieg über Kazuchika Okada und dem Gewinn des „Continental Classic” die Bühne für eine grundsätzliche Standortbestimmung der Liga. Er machte dabei deutlich, dass der Titel aus seiner Sicht nicht ihm, sondern allen Teilnehmern des Turniers sowie den Fans gehöre, die Pro Wrestling überhaupt erst möglich machten.
AEW hob er als Promotion hervor, die sich vom restlichen Geschäft klar abhebt und in der Verantwortung steht, jeden Abend das volle Engagement abzuliefern. Diese Selbstpositionierung als sportlich-purer Gegenentwurf zu klassischen Sports-Entertainment-Mustern zieht sich seit Längerem durch Moxleys Promos und scheint auch seine Booking-Präferenzen direkt zu beeinflussen.
Die Promo war seinerzeit innerhalb der Wrestling-Berichterstattung als Teil einer breiteren Korrekturbewegung eingeordnet worden, mit der AEW die schwierigen Phasen aus den Jahren 2023 und 2024 hinter sich lassen wolle. Eine Einschätzung lautete sinngemäß, dass diese Neuausrichtung eigentlich rund ein Jahr früher hätte erfolgen müssen, AEW inzwischen aber deutliche Fortschritte beim Stimmungswandel mache.
Moxleys Einfluss zeigt sich somit nicht nur in der Show, sondern auch bei kreativen Entscheidungen abseits der Kameras. Anstatt auf einen vorhersehbaren Verratsstrang zu setzen, hält er die Death Riders zusammen und prägt den Kurs des Stables maßgeblich mit. Für die laufende Programmierung bedeutet das, dass die Auseinandersetzung mit dem United Empire weiter eskalieren dürfte, ohne dass parallel dazu interne Konflikte geschürt werden, die die Gruppierung schwächen könnten.
AEW Redemption: Montreal rückt als Austragungsort in den Fokus
Während Moxley die kreative Marschrichtung im Ring mitgestaltet, nehmen parallel die Pläne für eine zentrale Erweiterung des AEW-Eventkalenders weiter Form an. Der neue Pay-per-View Redemption, der laut bisherigen Informationen im Juli 2026 zwischen Forbidden Door und All In stattfinden soll, bekommt zunehmend konkrete Konturen, was den Austragungsort betrifft. Mit dieser zusätzlichen Großveranstaltung schließt AEW eine bisher auffällige Lücke im Sommerfenster und schafft ein weiteres prestigeträchtiges Datum, auf das mittelfristig Storylines hingeschrieben werden können.
Laut aktuellen Berichten gilt Kanada intern als heißer Kandidat für die Show. Innerhalb der AEW-Strukturen hat sich Montreal demnach als Favorit herauskristallisiert. Eine offizielle Bestätigung steht bislang aus, die endgültige Standortentscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet. Sollte sich Montreal durchsetzen, wäre es das erste Mal, dass AEW in dieser Größenordnung in der frankokanadischen Wrestling-Hochburg gastiert und eine Region bedient, die historisch für ihre besonders lautstarke und engagierte Fankultur bekannt ist.
AEW setzt zunehmend auf internationale Großveranstaltungen außerhalb der USA, und ein Redemption-PPV in Montreal würde diese Linie konsequent fortführen. Der neue Termin ist als zusätzliches Highlight zwischen den beiden größten Pay-per-Views des Jahres positioniert und soll den AEW-Eventkalender deutlich aufwerten.

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