Joe Hendry hat ein großes Musikprojekt in Planung. In einem ausführlichen Interview im Podcast „Insight with Chris Van Vliet“ kündigte der WWE-Star ein komplettes Album an, das im Sommer 2026 erscheinen soll. Das Gespräch lieferte allerdings noch deutlich mehr, vom nie zustande gekommenen Match gegen John Cena bis zu seinem nächsten Titelziel.
Die Album-Ankündigung bei Chris Van Vliet
Joe Hendry sorgt derzeit abseits des Rings für Schlagzeilen. Im Podcast von Chris Van Vliet, aufgezeichnet als „Insight LIVE“ in Tampa, Florida, bestätigte der ehemalige NXT Champion, dass er gemeinsam mit WWE Music ein komplettes Album aufgenommen hat. Hendry bezeichnete die Neuigkeit ausdrücklich als Exklusiv-Enthüllung und betonte, er habe zuvor niemandem davon erzählt. Dazu sagte er: „Ich habe es noch niemandem erzählt, aber ich habe ein Album mit WWE Music aufgenommen, das diesen Sommer erscheint.“
Der Großteil der Aufnahmen entstand in den WWE Studios in New York. Einen Albumtitel und ein konkretes Veröffentlichungsdatum nannte Hendry noch nicht, lediglich den groben Rahmen Sommer 2026. Klar ist nur, dass das Projekt ausschließlich aus eigenen, bislang unveröffentlichten Songs besteht.
Schnelle Produktion und das eigene Heim-Studio
Ein zentrales Element von Hendrys Arbeitsweise ist die Geschwindigkeit. Nach eigener Schilderung war er von der Studioausstattung in New York so beeindruckt, dass er die Konfiguration inzwischen bei sich zu Hause nachgebaut hat. Damit muss er nicht mehr nach New York fliegen, sondern kann sein Material einschicken und gemeinsam mit dem WWE-Musikteam aus der Ferne weiterbearbeiten.
Genau das ermöglicht es ihm, schnell und themenaktuell Songs zu produzieren. Als Beispiel nannte Hendry seinen Song „Can We Fire Logan Paul?”, den er bei seinem Raw-Debüt präsentierte und der sofort eine Rivalität zwischen ihm und Logan Paul befeuerte. Auf dem Album wird dieser Track allerdings nicht zu finden sein, da es ausschließlich Eigenkompositionen enthält.
Das nie zustande gekommene Match gegen John Cena
Über die Musik hinaus sprach Hendry auch über einen sportlichen Wunsch, der sich nicht erfüllt hat. Er habe aktiv für ein Match gegen John Cena geworben, das letztlich aber nie zustande kam. Bemerkenswert ist, wie Hendry damit umgeht. Statt anderen die Schuld zu geben, nimmt er die Verantwortung ausdrücklich auf sich. An irgendeiner Stelle habe er nicht genug getan, um eine offensichtliche Wahl für ein Cena-Match zu sein.
Diese Erkenntnis sei für ihn allerdings kein Rückschlag gewesen, sondern habe ihm gerade die Motivation für seine NXT-Zeit gegeben. Hendry beschreibt es als Ansporn, sich künftig in eine Position zu bringen, in der solche Matches gar nicht erst übersehen werden können.
Vom Bon-Jovi-Parodievideo zum Intercontinental-Ziel
Auf die Frage nach seinem nächsten angestrebten Titel, nach TNA World Championship und NXT-Titel, holte Hendry weiter aus. Das ständige Denken in festen Zeitplänen und Karrierestufen habe ihn in der Indy-Szene irgendwann erschöpft. Der Wendepunkt sei ein Auftritt für die Promotion North Wrestling im englischen Newcastle gewesen. Dort präsentierte er ein Bon-Jovi-Parodievideo über Scotty 2 Hotty, woraufhin das nur rund 200 Zuschauer fassende Publikum völlig ausrastete.
In diesem Moment habe er beschlossen, dass er auch dann zufrieden wäre, wenn es nie größer würde. Seither verlagerte er seinen Fokus darauf, dem Publikum einen Mehrwert zu liefern, statt einzelnen Belts hinterherzujagen. Genau diese Haltung habe seine Karriere erst richtig in Schwung gebracht. Ein konkretes Ziel nannte Hendry am Ende dann aber doch, die Intercontinental Championship.
„Rock Konzert“-Segmente und WWE-Videospiele als Einfluss
Schließlich sprach Hendry über die Einflüsse, die ihn geprägt haben. Als Vorbild nannte er Dwayne „The Rock“ Johnson, konkret dessen „Rock Konzert“-Segmente, also die musikalischen Auftritte, mit denen The Rock in der WWE-Vergangenheit für Aufsehen sorgte.
Hinzu kommen die WWE-Videospiele, deren Fan Hendry nach eigener Schilderung war, bevor er überhaupt zum Wrestling-Fan wurde. Die Mischung aus Entertainment, Charisma und musikalischer Präsentation, für die The Rock steht, zieht sich damit als roter Faden durch Hendrys Weg, der mit dem angekündigten Album nun seine bislang umfangreichste Form annimmt.

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