Jack Perry steht offenbar vor einer wichtigen Entscheidung über seine Zukunft bei AEW. Nach neuen Informationen finden derzeit Vertragsverhandlungen zwischen beiden Seiten statt. Gleichzeitig wurde bekannt, dass AEW bei einem früheren Charakterwechsel des ehemaligen „Jungle Boy” beinahe ein völlig anderes Entrance Theme für ihn ausgewählt hätte.
Jack Perry verhandelt über einen neuen AEW-Vertrag
Vor etwa einem Monat tauchten erstmals Berichte auf, wonach Jack Perrys Vertrag bei AEW kurz vor dem Auslaufen stehen soll. Damals erklärten sowohl Fightful Select als auch mehrere AEW-nahe Quellen, dass ihnen keine entsprechenden Informationen vorlägen und sie erst durch die im Internet kursierenden Gerüchte davon erfahren hätten.
Nun hat Bryan Alvarez auf F4WOnline ein neues Update veröffentlicht und bestätigt, dass Perrys aktueller Vertrag tatsächlich ausläuft. Demnach befinden sich Perry und AEW derzeit in Gesprächen über eine mögliche Vertragsverlängerung.
Weitere Details zu den Verhandlungen wurden bislang nicht bekannt. Weder die Laufzeit eines möglichen neuen Vertrags noch finanzielle Rahmenbedingungen oder ein konkreter Zeitplan wurden genannt.
Perry gehört zu den dienstältesten Wrestlern im AEW-Roster. Er steht seit der Gründung der Promotion im Jahr 2019 unter Vertrag und war von Beginn an ein fester Bestandteil des Programms. Entsprechend aufmerksam wird verfolgt, ob und zu welchen Bedingungen er langfristig bei AEW bleibt.
Interessanterweise war auch seine Freundin Anna Jay zuletzt Gegenstand von Vertragsgerüchten. Diese wurden jedoch von ihr selbst während eines Twitch-Streams zurückgewiesen.
Vom Jungle Boy zum Champion
Jack Perry wurde in den Anfangsjahren von AEW als Jungle Boy bekannt. Gemeinsam mit Luchasaurus bildete er das erfolgreiche Tag Team Jurassic Express und entwickelte sich schnell zu einem der beliebtesten Publikumslieblinge der Promotion.
Einen großen Anteil daran hatte auch sein Entrance Theme „Tarzan Boy“ von Baltimora, das regelmäßig von den Fans mitgesungen wurde und zu einem Markenzeichen seiner Auftritte wurde.
Im Jahr 2023 schlug Perry jedoch eine neue Richtung ein und vollzog einen Heel-Turn. Diese Phase seiner Karriere wurde jedoch von den Ereignissen rund um „All In 2023” überschattet. Nach einer Auseinandersetzung mit CM Punk hinter den Kulissen wurde Perry suspendiert, während Punk später von AEW entlassen wurde.
Nach einer zwischenzeitlichen Phase außerhalb des AEW-TV kehrte Perry 2024 zurück und konnte anschließend sowohl die TNT Championship als auch später die AEW National Championship gewinnen.
Seine Regentschaft als AEW National Champion endete am 9. Mai 2026 bei AEW Collision: Fairway to Hell nach 55 Tagen durch eine Niederlage gegen Mark Davis.
Sein bislang letztes Match bestritt Perry am 27. Mai 2026 im Owen Hart Foundation Tournament. Auch dort unterlag er Mark Davis. Seit diesem Auftritt war Perry nicht mehr im AEW-Fernsehen zu sehen, was die Spekulationen um seinen Vertragsstatus zusätzlich verstärkte.
AEW plante ursprünglich eine andere Einlaufmusik
Neben den Vertragsverhandlungen wurde nun auch eine interessante Geschichte aus Perrys Vergangenheit bekannt. Wie Fightful Select berichtet, suchte AEW nach seinem Heel-Turn im Jahr 2023 nach einem neuen Entrance Theme für den früheren Jungle Boy. Da „Tarzan Boy“ nicht mehr zum neuen Charakter passen sollte, wurden verschiedene Alternativen diskutiert.
Laut Quellen, die mit den damaligen Planungen vertraut waren, galt zeitweise sogar „Them Bones“ von Alice In Chains als Favorit. Der bekannte Grunge-Song aus dem Jahr 1992 soll zu einem bestimmten Zeitpunkt als feste Lösung vorgesehen gewesen sein.
Kurz vor der endgültigen Entscheidung änderte AEW jedoch die Richtung und entschied sich stattdessen für Beethovens 5. Sinfonie als neues Entrance Theme. Das klassische Musikstück wurde erstmals bei AEW Dynamite: Blood & Guts verwendet und löste unter Fans unterschiedliche Reaktionen aus. Einige Zuschauer fühlten sich dabei sofort an das frühere Entrance Theme von GUNTHER erinnert, das auf Dvořáks Sinfonie Nr. 9 basierte.
Als Perry erneut mit Luchasaurus zusammenarbeitete und als „Jungle Jack Perry“ auftrat, kehrte schließlich auch „Tarzan Boy“ zurück.
In einem Interview mit VICE erklärte Perry später, dass er zunächst unsicher gewesen sei, ob die Musik noch zu seiner veränderten Figur passe. Die Entscheidung sei schließlich gefallen, als die Fans den Song mitsangen, noch bevor er in der Halle abgespielt wurde.

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