Mit seinem Debüt bei AEW WrestleDream hat Ilja Dragunov einen neuen Abschnitt seiner Wrestling-Karriere eingeläutet. Neue Berichte beleuchten nun die Hintergründe seines Abschieds von WWE und zeigen, wie sein Wechsel zu AEW zustande kam.
WWE soll Ilja Dragunov den Wechsel zu AEW nicht übel nehmen
Nach Informationen von WrestleVotes hat Ilja Dragunovs Entscheidung für AEW innerhalb von WWE keine Verärgerung ausgelöst. In einer Fragerunde wurden JoeyVotes und TC auf die Reaktionen nach seinem Debüt bei WrestleDream angesprochen. Demnach hätten sich insbesondere diejenigen für ihn gefreut, die persönlich mit ihm befreundet seien.
Wie berichtet, soll diese Haltung auch innerhalb der Unternehmensführung bestehen. Sowohl seine Freunde als auch das Management wünschen Dragunov für seinen weiteren Weg alles Gute. Triple H wollte den früheren NXT Champion allerdings nicht verlieren.
WrestleVotes beschrieb eine grundsätzliche Akzeptanz dafür, dass Wrestler andere berufliche Möglichkeiten nutzen. Wenn jemand außerhalb der WWE bessere Bedingungen findet, führt das nicht automatisch zu persönlichen Spannungen mit den bisherigen Kollegen. Als Beispiel wurde Sheamus angeführt. Auch ihm sollen Personen innerhalb der WWE geraten haben, einen Wechsel zu AEW in Betracht zu ziehen.
WWE wollte offenbar verlängern, Dragunov unterschrieb nicht
Auch Dave Meltzer beschäftigte sich im „Wrestling Observer Radio” mit Dragunovs Abschied. Seiner Darstellung zufolge wollte die WWE die Zusammenarbeit fortsetzen. Dragunov habe jedoch keinen neuen Vertrag unterschrieben und seinen bisherigen Vertrag auslaufen lassen.
Meltzer zog einen Vergleich zu Ricochet. Entscheidend sei bei beiden gewesen, dass sie nach dem Ende ihrer Verträge selbst über ihren nächsten Schritt entscheiden konnten. Dragunovs Wechsel sei somit nicht die Folge einer Entlassung gewesen.
Laut Meltzer wirkte sich die ausbleibende Einigung schon vor dem Vertragsende auf Dragunovs Einsatzplanung aus. WWE habe ihn nicht weiter im Fernsehen präsentieren wollen, solange er sich nicht zu einer Verlängerung verpflichtete.
Der grundsätzliche Zusammenhang zwischen den Verhandlungen und seiner Fernsehpause wurde bereits im August berichtet. Damals hieß es unter Berufung auf den Wrestling Observer Newsletter, die Vorstellungen beider Seiten hätten so weit auseinandergelegen, dass WWE entschieden habe, Dragunov ab April nicht mehr einzusetzen.
Meltzer unterscheidet Dragunovs Situation von früheren Entlassungen
Im selben Gespräch grenzte Meltzer Dragunovs Entscheidung von den Wegen anderer ehemaliger WWE-Wrestler ab. Einige Talente seien zuvor unter Vince McMahon entlassen worden und hätten anschließend bei AEW unterschrieben.
Nach der Übernahme der kreativen Verantwortung durch Triple H habe es laut Meltzer in mehreren Fällen Interesse an einer Rückkehr gegeben. Swerve Strickland habe eine solche Rückkehr abgelehnt, während andere angesprochene Wrestler grundsätzlich offen gewesen seien, aber unter AEW-Vertrag gestanden hätten.
Dragunov sucht neue Herausforderungen und will wieder in den Ring
Dragunov beschrieb seinen Empfang bei AEW auf der Pressekonferenz als überwältigend. Das neue Umfeld fühle sich für ihn richtig an. Nach fast 14 Jahren im Wrestling wolle er weiterhin auf sich selbst setzen und seinen Wunsch nach sportlichem Wettbewerb ausleben.
Seine Entscheidung erklärte er mit dem Bedürfnis nach Veränderung, wenn er das Gefühl bekomme, nicht mehr voranzukommen. Dabei sprach er von neuer Luft zum Atmen, Freiheit und Vertrauen. Eine konkrete Anschuldigung gegen WWE formulierte er in den wiedergegebenen Aussagen nicht.
Mögliche Gegner sind laut Dragunov unter anderem Jon Moxley, Samoa Joe und Kyle Fletcher. Seine Wunschliste gehe jedoch deutlich darüber hinaus. Tony Khan kündigte sein erstes AEW-Match für Dynamite am 21. Oktober an. Bei der Pressekonferenz wurde dafür jedoch noch kein Gegner genannt.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar