Grayson Waller am Tiefpunkt seiner WWE-Zeit: Ein Anruf veränderte alles

Grayson Waller bei WWE Raw im Ring
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Für Grayson Waller hat sich innerhalb weniger Wochen vieles verändert. Nach einer längeren Phase, in der seine Rolle bei WWE zunehmend an Bedeutung verlor, steht der Australier inzwischen wieder deutlich stärker im Mittelpunkt. In einem Interview erklärte er nun, weshalb ihm seine jüngste Entwicklung persönlich so viel bedeutet und warum seine Rückkehr zu NXT für ihn weit mehr als nur ein weiterer Wechsel zwischen den WWE-Shows war.

Grayson Waller dachte zeitweise bereits an ein mögliches WWE-Aus

Im Gespräch bei „Busted Open After Dark“ wurde Waller gefragt, wie sich der Gewinn der NXT Championship bei Heatwave mit seinem früheren Tag Team Titelgewinn bei WrestleMania vergleichen lasse. WrestleMania habe zwar den klassischen Kindheitstraum dargestellt und sei gerade für einen Australier eine besondere Bühne gewesen. Dennoch habe der jüngste Erfolg bei NXT für ihn persönlich eine noch größere Bedeutung.

Waller erklärte, dass er vor seiner Rückkehr einen schwierigen Tiefpunkt seiner WWE-Karriere erreicht habe. Während er nach seinem ursprünglichen NXT-Aufstieg noch das Gefühl gehabt habe, auf dem Weg nach oben zu sein, habe sich die Situation im Main Roster später deutlich anders angefühlt. Zeitweise habe er nicht mehr daran geglaubt, noch eine größere Chance zu bekommen, und sogar darüber nachgedacht, ob er womöglich nur noch auf seine Entlassung warte.

Gerade deshalb bedeute ihm der Gewinn der NXT Championship bei Heatwave besonders viel. Er sei aus einem beruflichen Tief zurückgekommen und habe sich einen Titel gesichert, den er bereits während seines ersten NXT-Runs unbedingt gewinnen wollte.

Waller erinnerte daran, dass er zuvor mehrfach erfolglos um die Championship gekämpft habe, unter anderem gegen Bron Breakker, Carmelo Hayes, Trick Williams und Oba Femi. Auch wenn manche Fans die NXT Championship unter einem Titel des Main Rosters einordnen würden, sei für ihn allein entscheidend, was dieser Erfolg persönlich bedeute.

WWE wollte eine ernstere Seite sehen – doch Waller sah dafür kaum Möglichkeiten

Waller sprach auch über seine Rolle im Main Roster und erklärte, WWE habe von ihm wiederholt eine ernstere Präsentation verlangt. Damit habe er grundsätzlich kein Problem gehabt. Aus seiner Sicht habe jedoch ein Widerspruch zwischen dieser Vorgabe und dem TV-Material bestanden, das er anschließend bekam.

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Als Beispiel nannte er die Zusammenarbeit mit The New Day. Dabei betonte Waller ausdrücklich, dass sich seine Kritik nicht gegen Kofi Kingston oder Austin Creed richte, vor denen er großen Respekt habe. Viele der gemeinsamen Segmente seien jedoch stark von Comedy geprägt gewesen. Wenn er mit auffälligen Hüten auftrete, Witze mache und bewusst alberne Szenen spiele, sei es schwierig gewesen, gleichzeitig jene ernstere Version von Grayson Waller zu zeigen, die WWE von ihm verlangt habe.

Dadurch habe er zunehmend das Gefühl bekommen, nie wirklich zeigen zu können, wer er als Performer sei. Die Schuld wolle er weder WWE noch sich selbst allein geben, da Vorstellungen im Wrestling-Geschäft manchmal schlicht nicht zusammenpassen würden. Seine aktuelle NXT-Phase sieht Waller deshalb als Chance, endlich jene ernstere Version seiner Figur zu präsentieren, die er schon länger zeigen wollte.

Waller weist angebliche Degradierung zu NXT zurück

Auch die Behauptung, seine Rückkehr zu NXT sei eine Degradierung gewesen, wies Waller zurück. Im Internet sei schnell die Erzählung entstanden, WWE habe ihn aus dem Main Roster zurück zur Entwicklungsmarke geschickt. Er selbst mache sich darüber lustig, dass regelmäßige Auftritte im nationalen Fernsehen überhaupt als Strafe betrachtet würden.

Nach Wallers Darstellung ging der Rückkehr ein persönliches Gespräch mit einer Person voraus, deren Meinung ihm besonders viel bedeute. Diese habe erklärt, dass der NXT-Männerdivision jemand fehle, der Unruhe stifte und den Wettbewerb um die Championship wieder intensiver mache. Auf die Frage nach einer Rückkehr habe Waller sofort zugesagt.

Zugleich unterstrich Waller die besondere Bedeutung von Shawn Michaels. Dieser sei zuletzt möglicherweise der einzige Mensch gewesen, bei dem er wirklich das Gefühl gehabt habe, dass dieser an ihn glaube. Auch wenn Michaels nicht jede seiner Methoden gutheiße, kenne er Wallers Leidenschaft für Wrestling und besonders für NXT. Für Michaels würde er nach eigener Aussage sogar „durch eine Wand laufen“.

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Seine aktuellen Promos sollen weitgehend seine eigenen Worte sein

Waller sprach zudem über seine aktuell deutlich aggressiveren Promos bei NXT. Er erklärte, dass ihm die Aussagen, mit denen er seine Gegner und die gesamte Männerdivision attackiere, nicht Wort für Wort vorgeschrieben würden. Vieles davon entspreche tatsächlich seinen eigenen Gedanken und genau deshalb würden die Reaktionen seiner Meinung nach so stark ausfallen.

Für Waller gehört diese Form der Provokation zur psychologischen Seite des Wrestlings. Er versuche, gezielt herauszufinden, welche Aussagen seine Gegner emotional aus dem Konzept bringen könnten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass einige seiner Aussagen bewusst überzogen seien und zu seiner Rolle gehören. Besonders die NXT-Männerdivision bekam zuletzt regelmäßig sein Fett weg, weil Waller der Meinung ist, dass viele Talente zwar WWE Superstar sein wollten, aber nicht dieselbe Leidenschaft für das Wrestling-Geschäft hätten wie er selbst.

CM Punk bleibt Wallers großes Traumduell am Mikrofon

Zum Ende des Gesprächs nannte Waller noch ein persönliches Ziel. Sein größter Wrestling-Traum sei nicht zwangsläufig ein WrestleMania-Main-Event, sondern ein direkter verbaler Schlagabtausch mit CM Punk. Waller bezeichnete Punk als einen der besten Talker aller Zeiten und möchte sich mit ihm an zwei offenen Mikrofonen messen.

Gerade weil Waller früher selbst großer Punk-Fan gewesen sei, habe er sich bei dessen NXT-Besuch bewusst dagegen entschieden, nach einem Foto oder Rat zu fragen. Stattdessen habe er Punk lieber direkt konfrontieren wollen. Waller vertritt zudem die Meinung, dass der heutige CM Punk deutlich „weicher“ geworden sei als frühere Versionen seiner selbst.

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