Finn Bálor hat sich in mehreren Interviews ausführlich zu Zweifeln an seinem Stellenwert bei WWE geäußert. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl seine WrestleMania-Würdigkeit als auch die wiederkehrende Diskussion über seine Universal-Titelregentschaft im Jahr 2016. Dabei machte der frühere Universal Champion deutlich, dass er Kritik aus dem Internet nicht als Maßstab für seine Karriere akzeptiert und seine Laufbahn nicht als Misserfolg betrachtet.
Kritik an seiner WrestleMania-Würdigkeit und klare Worte an Online-Zweifler
Während eines Auftritts im Podcast „Unlikely“ von Adrian Hernandez ging Finn Bálor direkt auf Stimmen ein, die infrage stellen, ob er es verdiene, neben Namen wie Roman Reigns oder CM Punk auf einem WrestleMania-Poster zu stehen. Dabei stellte er klar, dass Kommentare aus sozialen Netzwerken für ihn keine Relevanz besitzen: „Weißt du, Zweifler im Internet, die vor ihrem Computer sitzen, twittern und reden, beschäftigen mich überhaupt nicht.“
Stattdessen betonte er, wessen Meinung für ihn wirklich zählt. Maßgeblich seien für ihn die Einschätzungen innerhalb des Unternehmens und der Respekt im direkten Arbeitsumfeld: „Die Menschen, auf die ich höre, sind meine Vorgesetzten und meine Kollegen. Und den Respekt seiner Kollegen zu haben, ist viel wertvoller als die Unterstützung einer kleinen Gruppe von Zweiflern.“
Bálor unterstrich in diesem Zusammenhang noch einmal die Dauer und Intensität seines Werdegangs im professionellen Wrestling. Er verwies darauf, dass seine Karriere nicht plötzlich entstanden sei, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit ist. Diese begann mit sechs Jahren intensivem Training im Catch Wrestling, setzte sich mit acht prägenden Jahren im japanischen Dojo-System fort und führte schließlich zu seinem Wechsel zur WWE. Dort habe er nicht nur Fuß gefasst, sondern unmittelbar sportliche Erfolge erzielt.
Besonders hob er hervor, dass er bei seinem Debüt auf der großen Bühne sofort ein Zeichen setzen konnte. In seiner ersten Nacht bei WWE besiegte er Roman Reigns, was aus seiner Sicht bereits ein deutliches Statement über seine Position im Unternehmen darstellte. Nur drei Wochen später setzte er diesen Weg fort, indem er Seth Rollins bei seinem ersten Pay-per-View-Auftritt pinnte und damit zum ersten Universal Champion der WWE-Geschichte wurde.
Vor diesem Hintergrund widersprach Bálor entschieden der wiederkehrenden Erzählung, seine Laufbahn sei von einem „Was wäre wenn“ oder einem dauerhaften Makel geprägt. Zwar musste er den Titel kurz nach dem Gewinn verletzungsbedingt abgeben, doch für ihn ändert das nichts an der Tatsache, dass er sich an die Spitze gearbeitet und diesen historischen Titel tatsächlich gewonnen hat. Seine Argumentation zielt darauf ab, dass diese frühen Siege gegen etablierte Topstars wie Roman Reigns und Seth Rollins sowie der Gewinn des Universal-Titels konkrete Erfolge sind, die nicht durch spätere Rückschläge relativiert werden.
Die anhaltende Debatte um 2016 und das „Was wäre wenn“
In einem weiteren Interview mit der New York Post Sports, sprach Bálor erneut über die Ereignisse rund um seine Verletzung im Jahr 2016 und das frühe Ende seiner Universal-Titelregentschaft. Fast ein Jahrzehnt später werde er immer noch mit entsprechenden Szenarien konfrontiert: „Ich bin es leid, Leute sagen zu hören: ‚Was wäre, wenn? Was wäre, wenn er sich nicht verletzt hätte? Was wäre, wenn er den Titel nicht hätte abgeben müssen? Was wäre, wenn er Champion geblieben wäre?‘ Diese Was-wäre-wenn-Fragen werden nun schon seit 10 Jahren gestellt.“
Er machte deutlich, dass er diesen Abschnitt seiner Laufbahn nicht als tragische Episode wahrnimmt, sondern als Teil seiner Entwicklung. Dabei stellte er heraus, welche Lehren er aus Rückschlägen gezogen habe: „Aus einem Sieg kann man viel lernen, aber aus einer Niederlage kann man noch viel mehr lernen. Das brachte mich zum Nachdenken… Viele Menschen sehen es als Tragödie, als Misserfolg. Ich sehe es genau umgekehrt. Ich sehe es als Erfolg.“
Darüber hinaus reagierte er auf Stimmen, die weitere Titelgewinne seiner WWE-Karriere nicht als ausreichend ansehen. Er zählte mehrere Stationen und Erfolge auf, die aus seiner Sicht ebenfalls Teil einer erfolgreichen Laufbahn sind: „Und ich möchte Folgendes ansprechen: Die Leute betrachten den Gewinn der United States Championship nicht als Erfolg. Mehrfacher Intercontinental Champion zu sein – ist das kein Erfolg? Sechsmaliger Tag Team Champion – ist das kein Erfolg? Zurück zu NXT zu gehen und eine der besten Phasen deiner Karriere zu erleben – ist das irgendwie kein Erfolg? Mir ist klar geworden, dass, egal, was ich tue, egal, wie viele großartige Matches ich bestreite oder wie viele Championships ich gewinne, manche Leute niemals zufrieden sein werden, solange ich nicht den World Champion Titel gewinne.“
Guckt er muss uns erinnern, also stimmen die Aussagen
Ich finde ihn super aber der musste sich halt für jeden hinlegen (*hust* Xavier Woods u.a) und gammelt seit Jahren bei judgment day..