Finn Bálor blickt auf dramatische WWE-Momente zurück und enthüllt bisher unbekannte Details

Finn Bálor mit entschlossenem Blick
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Finn Bálor hat in einem ausführlichen Gespräch mit Chris Van Vliet im Podcast „Insight“ drei bisher kaum bekannte Geschichten aus seiner WWE-Karriere erzählt.

Dabei sprach er über einen Vorfall, bei dem er in Saudi-Arabien beinahe sein Augenlicht verlor, über die wahre Ursache für die kurzfristige Änderung seines WrestleMania-42-Matches sowie über die Gerüchte rund um eine angebliche Umbenennung von The Judgment Day.

In Saudi-Arabien beinahe erblindet

Die wohl dramatischste Geschichte ereignete sich bei einem seiner Demon-Auftritte in Saudi-Arabien, wo Bálor gegen Andrade antrat. Bereits vor dem Match gab es Probleme: Das übliche alkoholbasierte Demon-Make-up durfte aufgrund der strengen Alkoholbestimmungen des Landes nicht eingeführt werden.

Das WWE-Make-up-Team musste deshalb auf eine andere Farbe ausweichen und versiegelte diese mit Haarspray. Obwohl sich die Schminke bereits beim Auftragen anders anfühlte als gewohnt, vertraute Bálor darauf, dass alles funktionieren würde.

Die hohen Temperaturen von rund 38 Grad sorgten jedoch dafür, dass sich die Farbe während des Matches immer weiter löste. Bálor begann das Match vollständig als Demon, doch mit zunehmender Matchdauer verschwand die Bemalung immer mehr. Da er das Match ohne Verletzungen beendete, glaubte er zunächst, den Abend ohne größere Probleme überstanden zu haben.

Erst backstage änderte sich die Situation dramatisch. Während er das anschließende Match zwischen Undertaker und Goldberg verfolgte, bemerkte er plötzlich, dass seine Sicht immer schlechter wurde. Zunächst vermutete er, eine Nebelmaschine im Backstage-Bereich sei der Grund. Wenig später wurde ihm jedoch klar, dass nicht der Raum, sondern seine Augen das Problem waren.

Innerhalb kurzer Zeit konnte er praktisch nichts mehr sehen. Kollegen mussten ihn aus der Arena führen und ihm sogar beim Einsteigen in das WWE-Charterflugzeug helfen. Während des gesamten Fluges war seine Sicht stark eingeschränkt.

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Bei einem Zwischenstopp in Deutschland verließ der WWE-Arzt das Flugzeug, um in einer Apotheke spezielle Augentropfen zu besorgen. Erst nach der Landung in San Francisco verbesserte sich Bálors Sehvermögen langsam wieder. Nach seiner Einschätzung hatte das verwendete Haarspray seine Iris so stark gereizt, dass er vorübergehend erblindete.

Rückblickend bezeichnet er diesen Vorfall als den beängstigendsten Moment seiner gesamten Wrestling-Karriere. Während des Fluges über Saudi-Arabien habe er ernsthaft befürchtet, seine Karriere könnte durch den Verlust seines Augenlichts beendet sein.

Warum das WrestleMania 42 Match zum Street Fight wurde

Auch zur kurzfristigen Änderung seines WrestleMania 42 Matches gegen Dominik Mysterio lieferte Bálor erstmals eine ausführliche Erklärung. Kurz vor der Veranstaltung wurde das ursprünglich geplante Match in einen Street Fight umgewandelt. Offiziell wurde dafür nie ein konkreter Grund genannt. Nun verriet Bálor, dass eine Verletzung dahintersteckte.

Drei Wochen vor WrestleMania absolvierte er bei RAW einen unangekündigten Run-in und trug dabei normale Straßenkleidung. Als er über das oberste Ringseil springen wollte, kam ihm im letzten Moment der Gedanke, dass sein weites T-Shirt möglicherweise am Seil hängenbleiben könnte.

Dadurch veränderte er seine Sprungbewegung spontan, zog die Beine zu früh an und verletzte sich noch während des Sprungs schwer an einer Rippe – noch bevor er überhaupt auf den Wrestlern am Boden landete.

Da Rippenverletzungen kaum behandelt werden können und in erster Linie Zeit zum Heilen benötigen, war klar, dass die Verletzung bis WrestleMania nicht vollständig auskurieren würde. Das Street Fight bot deshalb die beste Möglichkeit, das Match entsprechend anzupassen.

Durch den Einsatz von Waffen und eine andere Matchstruktur musste Bálor deutlich weniger klassische Wrestling-Techniken wie Hebel, Würfe oder Drehbewegungen ausführen, die mit einer Rippenverletzung besonders schmerzhaft gewesen wären.

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Trotz der starken Schmerzen trat er bei WrestleMania an und besiegte Dominik Mysterio schließlich mit einer Coup de Grâce durch einen Tisch. Nach eigener Aussage war er während des Matches jedoch weit davon entfernt, körperlich bei hundert Prozent zu sein.

„Street Trash“ war nie als neuer Gruppenname geplant

Zum Abschluss sprach Bálor über die Gerüchte aus dem Jahr 2024, denen zufolge die WWE nach Rheas Abgang von Judgment Day angeblich geplant habe, The Judgment Day in „Street Trash” umzubenennen. Diese Berichte sorgten damals für viel Kritik unter den Fans, die den neuen Namen nahezu einhellig ablehnten.

Bálor stellte nun klar, dass es sich dabei nie um einen tatsächlichen Rebranding-Plan gehandelt habe. Der Begriff entstand lediglich während einer Promo von GUNTHER, der The Judgment Day im Rahmen seiner Fehde mit Dominik Mysterio als „Street Trash“ bezeichnete. Die Gruppierung griff diesen Ausdruck anschließend selbst auf und nutzte ihn zeitweise als eine Art inoffiziellen Spitznamen.

Allerdings habe der Begriff beim Publikum nie wirklich Anklang gefunden. Bálor erklärte, dass sich Fans an Namen wie Bullet Club oder den Demon erinnern würden, „Street Trash“ jedoch keine vergleichbare Wirkung erzielt habe. Nicht jede Idee funktioniere gleichermaßen gut.

Deshalb habe es auch nie ernsthafte Überlegungen gegeben, The Judgment Day offiziell umzubenennen. Nach Aussage von Bálor stand der Name der Gruppierung zu keinem Zeitpunkt wirklich zur Diskussion und bleibt weiterhin die feste Identität des Stables.

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