Ex-WWE-Star Santos Escobar feiert In-Ring-Comeback – neuer WWE-Deal wirft Fragen zu AEW auf

Santos Escobar schaut verbissen

Zwei aktuelle Entwicklungen verbinden ehemalige WWE-Vergangenheit mit neuen Wegen außerhalb des bisherigen Rahmens. Während ein früherer WWE-Star nach monatelanger Pause erstmals unter neuer Identität in den Ring zurückkehrte, sorgt eine neue Medienpartnerschaft gleichzeitig für Fragen rund um WWE, Warner Bros. Discovery und AEW.

Romeo Malverde feiert nach mehr als sechs Monaten sein In-Ring-Comeback

Romeo Malverde, den WWE-Fans noch unter dem Namen Santos Escobar kennen, ist erstmals seit mehr als sechs Monaten wieder in den Ring gestiegen. Der frühere Legado del Fantasma Anführer trat am 27. September beim fünften Internationalen Lucha-Libre-Festival in Ciudad Juárez, Mexiko, an. Malverde bildete dort gemeinsam mit Lucha-Libre-Legende Blue Demon Jr. ein Team und traf im Main Event der Veranstaltung auf Magno und Steven Juárez. Für Malverde war es das erste Match seit seinem Auftritt für AAA am 14. März und zugleich sein erstes Match seit seinem Abschied von WWE.

Seine lange Pause hatte gesundheitliche Gründe. Malverde zog sich im März eine Trizepsverletzung zu und musste operiert werden. Im darauffolgenden Monat wurde ein weiterer Eingriff notwendig, bei dem ein Problem mit dem Ulnarisnerv behandelt wurde. Dadurch fiel der Mexikaner mehrere Monate aus. WWE trennte sich im April von ihm, während er noch verletzt war. Im Juli wurde Malverde schließlich offiziell Free Agent. Sein Auftritt in Ciudad Juárez markiert deshalb nicht nur sein Comeback nach der Operation, sondern auch den Beginn seiner aktiven Post-WWE-Karriere.

Der Name Romeo Malverde soll einen Neuanfang darstellen

Malverde hatte bereits nach seinem WWE-Abgang deutlich gemacht, dass er nicht einfach dauerhaft zu seinem früheren Namen El Hijo del Fantasma zurückkehren möchte. Zwar gehöre diese Figur zu seiner Geschichte, doch er wolle nach vorn schauen und eine neue Identität aufbauen. Auch der Name Romeo Malverde wurde bewusst gewählt. „Romeo“ verweist nach seinen früheren Erklärungen auf seinen Hintergrund als ausgebildeter Schauspieler. „Malverde“ verbindet er dagegen mit einer Figur, die trotz Widerständen ihren eigenen Weg geht und sich immer wieder nach oben kämpft.

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Auch Santos Escobar betrachtet er weiterhin als Teil seiner Vergangenheit und seiner persönlichen Entwicklung, obwohl die Rechte an der WWE-Figur nicht bei ihm liegen. Mit dem Match in Ciudad Juárez wurde diese neue Identität nun erstmals tatsächlich im Ring eingesetzt. Ein zuverlässig bestätigtes Ergebnis der Begegnung liegt bislang nicht vor.

WWE schließt weltweiten Highlight-Deal mit Bleacher Report

Unterdessen hat WWE eine mehrjährige Content-Partnerschaft mit Bleacher Report bekannt gegeben. Die zu Warner Bros. Discovery gehörende Plattform erhält im Rahmen des Vertrags weltweite Rechte an Highlights aus Raw, SmackDown und NXT sowie aus WWE Premium Live Events wie WrestleMania. Die Inhalte sollen über Bleacher Report, House of Highlights und B/R Wrestling sowie die dazugehörigen Social-Media- und Digitalplattformen verbreitet werden.

Bleacher Report wird darüber hinaus bei ausgewählten Premium Live Events direkt vor Ort vertreten sein und zusätzliche Video-, Social-Media- und Talent-Inhalte produzieren. Die Zusammenarbeit startet rund um WWE Money in the Bank am 10. Oktober in New Orleans. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um einen klassischen TV- oder Streamingrechtevertrag für vollständige WWE-Shows. Bleacher Report erhält Highlight-Rechte und die Möglichkeit, ergänzende digitale Inhalte rund um WWE-Veranstaltungen zu produzieren.

WBD sieht keine Schwächung der Partnerschaft mit AEW

Die Verbindung zu Warner Bros. Discovery führte unmittelbar zu Fragen nach möglichen Auswirkungen auf AEW. Dynamite und Collision laufen in den USA seit Jahren über WBD-Sender, während das Unternehmen auch bei Streaming und Medienrechten eng mit AEW zusammenarbeitet. Warner Bros. Discovery stellte jedoch klar, dass beide Vereinbarungen unabhängig voneinander bestehen. Bleacher Report sei als Sportplattform breit aufgestellt und arbeite bereits mit zahlreichen Ligen und Organisationen zusammen, die teilweise direkt miteinander konkurrieren.

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Eine WBD-Quelle stellte deshalb ausdrücklich klar, dass der WWE-Deal die Zusammenarbeit mit AEW weder ersetzen noch schwächen solle. Zudem gibt es nach Angaben aus dem Unternehmen keine vertraglich festgelegte Zahl an WWE-Beiträgen oder ein vorgeschriebenes Promotionsvolumen. Bleacher Report soll sich vielmehr daran orientieren, welche Geschichten, Wrestler und Momente für die eigene Zielgruppe interessant sind.

WWE-Deal könnte laut WBD sogar zusätzliche Wrestling-Ressourcen bringen

Gegenüber Fightful wurde die Vereinbarung sogar als potenziell positiv für AEW eingeordnet. Eine mit der Situation vertraute Quelle erklärte, dass Warner Bros. Discovery durch weitere Wrestling-Inhalte insgesamt zusätzliche Ressourcen in diesem Bereich bereitstellen könne. Die enge Zusammenarbeit mit AEW werde fortgesetzt. Organisatorisch werden die beiden Verträge zudem getrennt behandelt. Der neue WWE-Deal wurde über TNT Sports abgeschlossen, während AEWs umfassende Medienpartnerschaft bei Warner Bros. Discovery auf einer anderen Ebene des Unternehmens angesiedelt ist.

Auch auf spätere Gespräche über die AEW-Medienrechte soll die neue WWE-Vereinbarung nach aktuellem Stand keinen unmittelbaren Einfluss haben. AEWs bestehender Vertrag läuft bis Ende 2027, zusätzlich besitzt Warner Bros. Discovery eine Option für 2028. Damit erhält WWE zwar erstmals über Bleacher Report einen direkten Zugang zu einem wichtigen Teil des WBD-Sportnetzwerks, während sich am bestehenden Umfang der AEW-Medienpartnerschaft vorerst nichts ändert.

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