Dustin Rhodes zieht bei WWE-Frage eine deutliche Grenze und entfacht neue Diskussionen um TKO

Dustin Rhodes hält ein AEW-Mikrofon in der Hand und steht im Ring
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Eine einfache Fan-Frage auf X hat Dustin Rhodes zu einer ungewöhnlich offenen Antwort über seine Zukunft veranlasst und damit einer aktuellen WWE-Debatte zusätzliches Gewicht verliehen. Der AEW-Star und ehemalige WWE-Star nahm kein Blatt vor den Mund und verwies auf einen Punkt, der die Branche derzeit besonders bewegt. Sein Wortlaut wurde innerhalb weniger Stunden in der englischsprachigen Wrestling-Welt breit zitiert.

Klares Nein per X-Posting

Auslöser war eine vergleichsweise schlichte Frage eines Fans, der wissen wollte, ob das WWE-Publikum jemals wieder den legendären Goldust-Charakter zu Gesicht bekomme. Rhodes wich der Frage weder aus, noch teaste er einen möglichen Auftritt. Stattdessen lieferte er eine direkte Absage, die zugleich als Spitze gegen die aktuelle Vertragspolitik im WWE-Mutterkonzern TKO gelesen wurde.

Wörtlich antwortete er: „Ich habe zu hart für mein Vermächtnis gearbeitet, um es durch 50 Prozent weniger Bezahlung beschädigen zu lassen. NEIN, ich sage es nicht noch einmal. Ich liebe euch und danke für die Frage.“ Auch wenn Rhodes WWE in seinem Posting nicht namentlich nannte, ordneten zahlreiche Beobachter die „50 Prozent weniger“-Formulierung sofort der TKO-Vertragsrestrukturierung zu.

Hintergrund der aktuellen Pay-Cut-Welle

Rhodes‘ Reaktion fiel mit einer Reihe neuer Berichte zu Gehaltskürzungen bei der WWE zusammen. Wie Dave Meltzer im „Wrestling Observer Newsletter” berichtete, seien in den vergangenen Wochen mehrere Wrestler von TKO angesprochen worden, ob sie zu deutlich reduzierten Konditionen weiterarbeiten wollten.

Meltzer ordnete diese Anfragen eindeutig ein. Seinen Quellen zufolge seien vor allem Talente betroffen, die das Unternehmen nicht mehr als kreativ priorisiere. Seiner Ausführung nach handele es sich um Stars, die andernfalls entlassen worden wären. Die WWE starte Neuverhandlungen immer dann, wenn das Unternehmen jemanden inzwischen für weniger wertvoll halte als zum Zeitpunkt der ursprünglichen Vertragsunterschrift.

Während einige Wrestler die neuen Konditionen akzeptierten, verließen andere WWE im Streit um die Reduzierung. Prominentestes Beispiel ist das Aus von Kofi Kingston und Xavier Woods, die genau wegen einer angebotenen Gehaltskürzung lieber ihre Freigabe wählten.

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Schon im Februar bezog Rhodes klar Stellung

Der aktuelle Posting-Wirbel ist kein Einzelfall. Bereits am 24. Februar 2026 hatte Rhodes ausführlich auf eine ähnliche Fan-Anfrage reagiert. Damals erklärte er, er habe in seiner gesamten WWE-Zeit nie eine Gehaltserhöhung erhalten und wolle nicht in die Position zurück, um untätig auf der Bank zu sitzen.

Außerdem führte er aus, der Goldust-Charakter habe ein Eigenleben entwickelt. Er habe getan, was man ihm aufgetragen habe, und sei damit am Ende nirgendwo gelandet. Stattdessen betonte er, bei AEW unter Tony Khan die beste Arbeit seiner Karriere abgeliefert zu haben und sich dort erstmals wirklich respektiert zu fühlen. Diese Position hat sich seitdem nicht verändert.

Vertragsstatus und Plan bis 2030

Eine WWE-Rückkehr ist für Rhodes ohnehin vertraglich nicht möglich. Nach übereinstimmenden Berichten unterzeichnete er 2024 einen Sechsjahresvertrag mit AEW, der ihn voraussichtlich bis 2030 an die Tony-Khan-Promotion bindet. Damit liegt seine berufliche Perspektive für die kommenden Jahre eindeutig in Jacksonville.

Bei der Vertragsverlängerung hatte Rhodes angekündigt, seine Karriere bei AEW beenden zu wollen, und seine Verbundenheit mit dem dortigen Roster sowie der Belegschaft ausdrücklich hervorgehoben. Eine Rückkehr nach Stamford ist damit auch ohne Bezug zur aktuellen Pay-Cut-Welle ausgeschlossen.

Sportliche Lage und neue Indy-Initiative

Sportlich befindet sich Rhodes derzeit in einer ausgedehnten Pause. Seit Juli 2025 fehlt der 57-Jährige nach einer beidseitigen Knie-Endoprothesen-Operation. Im März 2026 wurde er laut Berichten mehrerer US-Quellen wieder bei AEW-TV-Tapings gesehen. Dort übernahm er Producer-Aufgaben. Ein offizielles Datum für sein In-Ring-Comeback ist allerdings nicht bekannt.

Parallel dazu treibt Rhodes seine eigene Independent-Promotion „Rhodes Wrestling Association” in Texas voran. Bei der Show „Final Reckoning”, die am 17. Mai 2026 in Leander stattfindet, wird Stings Sohn Garrett Borden sein Debüt für die Promotion geben.

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