Damian Priest hat in einem ausführlichen Interview mit Comedian Chris Distefano auf dessen YouTube-Kanal offen über seine Zukunft im Wrestling, seine Beziehung zu Lola Vice, mögliche Pläne für eine Schauspielkarriere sowie den Umgang mit besonders leidenschaftlichen Fans gesprochen.
Damian Priest plant kein Wrestling in seinen 50ern
Der 43-Jährige hat derzeit noch keinen konkreten Zeitpunkt für sein Karriereende festgelegt. Stattdessen möchte er auf seinen Körper hören. Priest erklärte, dass er bereits merke, wie sich sein Körper nach mehr als 680 Matches langsam verändere und die Belastung zunehmend bemerkbar mache. Dennoch denke er aktuell nicht daran, seine Karriere in naher Zukunft zu beenden.
Eine klare Grenze habe er sich jedoch gesetzt: Mit über 50 Jahren wolle er nicht mehr aktiv im Ring stehen. Bis dahin werden die Fans ihn aber noch einige Jahre bei WWE erleben können.
Warum die Beziehung mit Lola Vice so gut funktioniert
Priest sprach auch über seine Beziehung mit WWE-NXT Star Lola Vice. Dass beide im Wrestling tätig sind, erleichtert vieles im gemeinsamen Alltag. Zwar seien sie aufgrund unterschiedlicher Tourpläne nicht immer gemeinsam unterwegs, doch wenn sich ihre Termine überschneiden, könnten sie die gemeinsame Zeit besonders genießen.
Der größte Vorteil bestehe jedoch darin, dass Lola Vice die Anforderungen des Wrestling-Geschäfts aus eigener Erfahrung kenne. Lange Reisen, viele Abwesenheiten und ein voller Terminkalender müssten nicht erklärt werden, weil beide genau wüssten, was der Beruf verlange. Wenn sie gemeinsam Zeit hätten, funktioniere ihre Beziehung deshalb sehr gut.
Gleichzeitig schloss er nicht aus, dass ihre echte Beziehung eines Tages auch Teil einer WWE-Storyline werden könnte. Voraussetzung sei allerdings, dass dies einen Mehrwert für die Show biete und sich natürlich in die Geschichten einfüge. Wichtig sei ihm außerdem, dass Lola Vice nicht ausschließlich als seine Freundin wahrgenommen werde, sondern weiterhin als eigenständige Wrestlerin im Mittelpunkt stehen könne.
Schauspielkarriere erst nach dem Wrestling
Auch über eine mögliche Zukunft in Hollywood sprach Damian Priest. Grundsätzlich könne er sich eine Schauspielkarriere vorstellen. Sollte sich eine passende Gelegenheit ergeben, würde er diese gerne wahrnehmen – allerdings erst nach dem Ende seiner Wrestling-Karriere.
Als Vorbild nannte Priest Dave Bautista. Beide seien erst vergleichsweise spät in ihrer Karriere zur WWE gekommen. Bautista habe anschließend erfolgreich den Sprung nach Hollywood geschafft und zähle heute zu den angesehensten ehemaligen Wrestlern im Filmgeschäft.
Priest betonte, dass Ehrgeiz und Motivation für ihn kein Verfallsdatum hätten. Rückblickend würde er an seinem bisherigen Lebensweg nichts verändern, da ihn jede Station dorthin gebracht habe, wo er heute stehe.
Verständnis für Fans – aber mit klaren Grenzen
Zum Abschluss sprach Priest über den Umgang mit besonders begeisterten Fans. Er habe Verständnis dafür, dass manche Menschen ihre Emotionen nicht immer unter Kontrolle hätten und dadurch gelegentlich persönliche Grenzen überschreiten würden. In den meisten Fällen geschehe dies nicht aus böser Absicht, sondern aus echter Begeisterung für das Wrestling.
Dennoch bedeute dieses Verständnis nicht, dass ein solches Verhalten automatisch in Ordnung sei. Priest erklärte, dass er zwar nachsichtig reagiere, sich jedoch nicht wohlfühle, wenn Fans ihm oder anderen Wrestlern zu nahe kämen.
Wie intensiv solche Situationen werden können, hat insbesondere die WrestleMania 42 Woche in Las Vegas gezeigt, als zahlreiche WWE-Stars in Hotels und auf den Straßen ständig von Fans umringt wurden – wir berichteten: Sicherheitschaos im WWE-Hotel nach WrestleMania 42: Talente bedrängt, Damian Priest greift ein, Fan verlangt Entschuldigung von CM Punk

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