Cody Rhodes erklärt Paul Heymans besondere Rolle hinter den Kulissen und verteidigt WWE Unreal

Paul Heyman und Cody Rhodes schütteln sich die Hand
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Cody Rhodes hat in einer neuen Ausgabe seines Podcasts „What Do You Wanna Talk About?“ ausführlich darüber gesprochen, wie sein kreativer Prozess bei WWE funktioniert. Dabei erklärte er auch, welche wichtige Rolle Paul Heyman hinter den Kulissen spielt und warum er die Netflix-Serie WWE Unreal nicht als Gefahr für das Wrestling-Business sieht.

Paul Heyman als „Cheat-Code“ hinter den Kulissen

Cody Rhodes erklärte, dass er kreative Ideen zunächst immer selbst entwickeln möchte, bevor er sie Paul Heyman präsentiert. Der Grund dafür sei einfach: Wenn er sofort zu Heyman gehen würde, wäre es ihm laut eigener Aussage zu leicht. Er wolle sich selbst als Künstler herausfordern und zuerst eigene Ideen ausarbeiten.  Heyman bezeichnete Cody dabei scherzhaft als eine Art „Cheat-Code“.

Besonders wichtig sei Heymans Rolle im sogenannten Gorilla-Bereich direkt hinter dem Vorhang kurz vor dem Auftritt. Dort nehme sich Heyman die geplanten Segmente oder Promos vor und füge laut Cody oft noch etwas Besonderes hinzu. Genau in diesen letzten Minuten entstehe häufig die eigentliche Magie.

Cody verglich Heymans Arbeitsweise dabei sogar mit der seines Vaters Dusty Rhodes. Beide würden Wrestling ähnlich betrachten und eher wie einen Film inszenieren. Sie denken laut Cody stark in Szenen, Dialogen und emotionalen Momenten. Ein interessantes Detail erwähnte Cody ebenfalls: Die bekannte Phrase „What do you wanna talk about?“ soll ursprünglich auf eine Idee von Paul Heyman zurückgehen. Heyman habe ihm diesen Satz empfohlen, damit seine Promos natürlicher wirken und mehr aus dem Moment heraus entstehen.

Cody arbeitet mit mehreren kreativen Köpfen zusammen

Außerdem sprach Cody Rhodes darüber, wie viele verschiedene kreative Köpfe bei der WWE zusammenarbeiten. Er nannte dabei unter anderem Michael PS Hayes und Bruce Prichard. Hayes hilft insbesondere dabei, Storylines langfristig weiterzuentwickeln und das Momentum einer Geschichte aufzubauen. Prichard bringt dagegen einen anderen Blickwinkel und seinen klassischen texanischen Wrestling-Hintergrund mit. Cody Rhodes betonte, dass ihm genau diese Mischung unterschiedlicher Ideen besonders wertvoll sei.

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Trotzdem beginne jede Story zunächst bei ihm. Es sei seine Figur und seine Geschichte. Deshalb wolle er seine Ideen zuerst möglichst gut selbst vorbereiten. Erst danach komme das WWE-Kreativteam hinzu, um alles weiterzuentwickeln, zu verbessern und für das TV aufzubereiten. Für Cody steht deshalb zunächst die Eigenverantwortung im Vordergrund und erst danach der „Cheat-Code“ Paul Heyman.

Cody Rhodes verteidigt WWE Unreal auf Netflix

Auch über die Netflix-Serie WWE Unreal sprach Cody ausführlich. Dabei widersprach er klar der Kritik, die Serie würde dem Wrestling schaden, weil sie zu viele Einblicke hinter die Kulissen gebe. Cody erklärte, dass er jede Folge gesehen habe und die Show liebe. Wer glaube, WWE Unreal würde das komplette Wrestling-Geheimnis offenlegen, verstehe laut ihm nicht, wie komplex das Business wirklich sei.

Er verglich Wrestling mit mehreren Vorhängen hintereinander. Man ziehe zwar einen Vorhang auf, dahinter würden aber noch viele weitere verborgen bleiben. Deshalb könne eine Behind-the-Scenes-Serie niemals alles zeigen.

Cody erklärte außerdem, dass Wrestling nicht aufhöre, sobald die Kameras ausgehen oder ein Match endet. Die Darstellung und Performance gehe auch außerhalb des Rings weiter.

Damit widersprach er indirekt auch Aussagen von Brie Bella. Diese hatte im Zusammenhang mit WWE Unreal angedeutet, dass Kayfabe heutzutage praktisch tot sei. Cody sieht das anders. Seiner Meinung nach existiert Kayfabe weiterhin, habe sich im Laufe der Jahre aber verändert.

WWE Unreal sei deshalb keine komplette Enthüllung des Wrestling-Business, sondern lediglich eine weitere Ebene innerhalb des Gesamtprodukts.

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