CM Punk und Kenny Omega: Warum beide Titelwechsel kein Zufall waren

CM Punk und Kenny Omega stehen nebeneinander und schauen sich an
Innerhalb von nur drei Tagen wechselten bei WWE und AEW die jeweiligen World Championships den Besitzer. Am 6. Juli gewann CM Punk bei RAW in Chicago den Undisputed WWE Championship von Sami Zayn. Nur zwei Tage später besiegte Kenny Omega bei AEW Dynamite: Beach Break MJF und sicherte sich den AEW World Championship.Weil beide Titelwechsel so kurz hintereinander stattfanden, vermuteten viele Fans einen Zusammenhang. Berichte aus beiden Promotions zeichnen jedoch ein anderes Bild: Beide Titelwechsel waren bereits lange im Voraus geplant und standen in keinerlei Verbindung zueinander.

Kaum Kritik hinter den Kulissen bei WWE

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CM Punks Titelgewinn in seiner Heimatstadt Chicago als kurzfristiger Ersatz für den von Gunther ausgeschalteten Cody Rhodes hätte in früheren Zeiten durchaus für Spannungen hinter den Kulissen sorgen können. Laut Fightful-Select-Reporter Sean Ross Sapp blieb eine größere negative Reaktion dieses Mal jedoch aus.

Ausschlaggebend dafür sei gewesen, dass Punk nach seiner Rückkehr bei den Survivor Series 2023 nicht sofort den Titel erhielt, sondern sich über mehr als zwei Jahre durch zahlreiche große Fehden wieder an die Spitze arbeitete.

Laut Sapp habe es zwar vereinzelt kritische Reaktionen und Augenrollen gegeben, ernsthaften Widerstand innerhalb des Locker Rooms habe es aber nicht gegeben. Der Großteil des WWE-Kaders akzeptiert Punk inzwischen als festen Bestandteil des Unternehmens und arbeitet professionell mit ihm zusammen.

Persönliche Differenzen einzelner Talente seien zwar weiterhin vorhanden, hätten jedoch keinen spürbaren Einfluss auf die allgemeine Stimmung hinter den Kulissen.

Auch Sami Zayns kurze Titelregentschaft war laut den Berichten von Anfang an so vorgesehen. Dass er den Championship bereits nach neun Tagen wieder an Punk verlor, sei kein kurzfristiger Entschluss gewesen. Bereits vor seinem Titelgewinn bei Night of Champions habe festgestanden, dass Zayn den Titel lediglich bis zur Rückkehr von Punk halten würde.

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Laut False Finish arbeitete WWE bereits seit mehr als einem Monat an den SummerSlam-Plänen mit CM Punk als Champion. Ursprünglich war das Match zwischen Punk und Cody Rhodes sogar erst für WrestleMania 43 vorgesehen. Später entschied sich WWE jedoch, die Begegnung auf den SummerSlam 2026 vorzuziehen, um die Großveranstaltung nach einem von Teilen der Fans eher kritisch aufgenommenen WrestleMania 42 stärker aufzuwerten.

Kritik von außen: Hulk-Hogan-Vergleiche und der Vorwurf eines Cheap Pops

Während die Reaktionen innerhalb der WWE eher verhalten ausfielen, sorgte der Titelwechsel außerhalb des Unternehmens für deutlich mehr Diskussionen. In den sozialen Medien verglichen viele Fans Punk mit Hulk Hogan, der bei WrestleMania IX ebenfalls überraschend den Titel gewann. Auch MJF griff diesen Vergleich auf und bezeichnete Punk als den Hulk Hogan der heutigen Wrestling-Generation.

Besonders deutlich äußerte sich Vince Russo. In seinem Podcast erklärte er, das Booking sei sogar schlechter als ein klassischer Cheap Pop. Gemeinsam mit Al Snow habe er sich darauf verständigt, solche Momente nicht einmal mehr als echten Pop zu bezeichnen, sondern lediglich als kurzfristige Publikumsreaktion ohne langfristigen erzählerischen Aufbau.

Russo hatte bereits Sami Zayns Titelgewinn bei Night of Champions kritisiert und sieht in der gesamten Entwicklung rund um den WWE Championship ein wiederkehrendes Muster, das die Company seiner Ansicht nach seit Jahren verfolgt.

AEW: Omegas Titelgewinn war schon lange geplant

Auch AEW sah sich nach Kenny Omegas Titelgewinn schnell mit Spekulationen konfrontiert. Einige Fans vermuteten, die Promotion habe auf Punks WWE-Triumph reagiert und kurzfristig ebenfalls einen Titelwechsel angesetzt.

Fightful Select widersprach dieser Darstellung jedoch deutlich. Mehrere Quellen hätten gegenüber Sean Ross Sapp bestätigt, dass Omegas Sieg bereits seit Monaten feststand – lange bevor Sami Zayn überhaupt WWE Champion geworden war.

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Geändert habe sich lediglich der Austragungsort des Matches. Ursprünglich sollte Omega MJF beim AEW Redemption PPV am 26. Juli in Montreal herausfordern. Die Wahl des Austragungsortes sollte sowohl zu Omegas Heimat Kanada als auch zum PPV-Namen „Redemption“ passen, da Omega nach zwei vorherigen Niederlagen gegen MJF seinen letzten Versuch auf den AEW World Championship unternehmen sollte.

Dave Meltzer berichtete im „Wrestling Observer Newsletter”, dass die Verlegung des Matches bei „Dynamite” offenbar auf Wunsch von MJF erfolgt sei. Einen konkreten Grund nannte er allerdings nicht. AEW-Präsident Tony Khan soll dem Vorschlag zugestimmt haben. Das Match erhielt zusätzliche Bedeutung durch eine besondere Stipulation: Hätte Omega verloren, wäre er dauerhaft von zukünftigen Matches um die AEW World Championship ausgeschlossen gewesen.

Der Blick nach vorn: Große Titelmatches bei WWE und AEW

Für CM Punk deutet derzeit alles auf eine längere Titelregentschaft hin. Wie WrestleVotes Radio unter Berufung auf Fightful Select berichtete, möchte die WWE Punk als dominierenden Champion bei SmackDown etablieren.

NBCUniversal setze sich bereits seit mehr als einem Jahr dafür ein, Punk dauerhaft beim blauen Brand einzusetzen, und sehe ihn als einen der wichtigsten Stars der Show. Seine erste Titelverteidigung steht beim SummerSlam 2026 an, wo es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Cody Rhodes kommt.

Kenny Omega richtet seinen Blick unterdessen auf das nächste Großereignis von AEW. Bei All In London wird er den AEW World Championship gegen Will Ospreay verteidigen.

Der AEW Redemption PPV am 26. Juli in Montreal steht nach der Verlegung des ursprünglich geplanten Main Events derzeit dagegen noch ohne bestätigtes Main Event Match da. Bislang wurde lediglich das Women’s World Championship Match zwischen Thekla und Willow Nightingale offiziell angekündigt.

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