CM Punk enthüllt dauerhafte Folgen seiner schweren Kopfverletzung

CM Punk ist völlig emotional

CM Punk lebt mehr als zwei Jahrzehnte nach einer schweren Kopfverletzung weiterhin mit unmittelbaren Folgen im Ring. In der Netflix-Sendung „Hot Ones: Extra Heat“ erklärte der frühere WWE Champion, dass eine Schädelfraktur aus dem Jahr 2002 bis heute plötzlich auftretenden Drehschwindel auslösen könne.

Besonders bemerkenswert ist seine Aussage, dass er während mehrerer später viel gelobter Matches mit einer akuten Vertigo-Episode wrestelte, ohne seine Umgebung zuverlässig einordnen zu können.

Eine Verletzung aus dem Jahr 2002 wirkt bis heute nach

Punk erlitt die Fraktur im Juni 2002 beim Jersey J-Cup in Elizabeth im US-Bundesstaat New Jersey. Sein Gegner war Reckless Youth. Punk setzte das Match trotz der Verletzung zunächst fort und musste anschließend medizinisch versorgt werden. In früheren Rückblicken bezeichnete er den Vorfall als schwerste Verletzung seiner Laufbahn und machte deutlich, wie gefährlich die Situation gewesen sei.

Die Schwere der Verletzung wurde Jahre später von Daniel Bryan bestätigt, der Punk bei derselben Veranstaltung erstmals persönlich begegnete. In einem damaligen Rückblick auf WWE.com erinnerte Bryan daran, dass Punk nach der Fraktur ins Krankenhaus gebracht wurde. Punk schilderte später eine lange Phase mit Gleichgewichtsproblemen. Die neue Aussage zeigt, dass zumindest einzelne Symptome auch nach dieser anfänglichen Erholungszeit nie vollständig verschwunden sind.

Im aktuellen Gespräch beschrieb er genauer, weshalb die Folgen nicht vollständig verschwanden. Durch die Fraktur seien Strukturen im Innenohr betroffen gewesen, die für Gleichgewicht und räumliche Orientierung wichtig sind. Punk verglich die Veränderung anschaulich mit kleinen Teilen, die in einem Behälter durcheinandergeraten seien. Wenn sich diese Strukturen erneut ungünstig verschieben, könne der Schwindel wieder einsetzen.

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Ein typischer Auslöser ist nach seiner Darstellung eine flache Liegeposition mit geradem Blick nach oben. Dann beginnt sich die Welt um ihn zu drehen. Die Episoden treten nicht ständig auf, sind aber auch Jahrzehnte später nicht vollständig berechenbar. Damit unterscheidet sich die Verletzungsfolge von einem Problem, das nach einer einmaligen Rehabilitation endgültig abgeschlossen wäre.

Punk bestritt bekannte Matches trotz akuter Vertigo

Für einen Wrestler ist diese Einschränkung besonders heikel. Im Ring verändern sich Blickrichtung und Körperlage fortlaufend. Stürze, Rollen, Sprünge und schnelle Drehungen verlangen ein verlässliches Gleichgewicht. Punk erklärte dennoch, dass er bereits Matches während einer akuten Episode bestritten habe.

Einige dieser Begegnungen seien von Zuschauern anschließend besonders gelobt worden. Währenddessen habe er selbst zeitweise nicht genau gewusst, was um ihn herum passiere. Welche konkreten Matches er damit meinte, nannte er nicht. Deshalb lässt sich aus seiner Aussage keine einzelne Leistung nachträglich sicher einer Vertigo-Episode zuordnen.

Humor verdeckt nicht die Ernsthaftigkeit der Einschränkung

Punk beendete die Passage mit einem scherzhaften Hinweis auf einen schief geratenen Moonsault und erklärte, dafür könne er nun ebenfalls den Schwindel verantwortlich machen. Die Bemerkung lockerte das Gespräch auf, ändert aber nichts an der zentralen Aussage. Ein Gleichgewichtsproblem kann bei einer körperlich anspruchsvollen Tätigkeit erhebliche Risiken mit sich bringen.

Bemerkenswert ist zudem, dass Punk nach eigener Aussage lange nur selten ausführlich darüber sprach. Reaktionen von Außenstehenden und selbst die skeptische Aufmerksamkeit medizinischer Gesprächspartner hätten ihn vorsichtig gemacht.

Die Schädelfraktur ereignete sich, bevor Punk durch Ring of Honor und später durch die WWE einem breiten Publikum bekannt wurde. Somit entwickelte sich seine gesamte große Karriere vor dem Hintergrund einer Verletzung, deren Folgen jederzeit wieder auftreten können.

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