Cody Rhodes hat bei „Last Meals“ von Mythical Kitchen auf WrestleMania 40 zurückgeblickt. Dabei erinnerte er sich nicht nur an die Rolle seiner Mutter in der Auseinandersetzung mit The Rock, sondern auch an den Brand seines Tourbusses und eine eigenartige Aufnahme für einen WWE-Sponsor. Schließlich erklärte er an einem älteren SummerSlam-Match, warum ihn manche Backstage-Debatten unter Fans eher vom eigentlichen Wrestling ablenken.
Warum Mama Rhodes Teil der Geschichte wurde
Vor WrestleMania 40 richtete The Rock seine „Final Boss“-Figur wiederholt gegen Codys Mutter. Er drohte unter anderem, sie mit einem blutbefleckten Gürtel zum Weinen zu bringen. Im Interview stellte Rhodes klar, dass dies nicht geschah. Zwar sei sein Blut auf dem Gürtel gelandet, die Tränen seiner Mutter jedoch nicht. Die Beteiligung von Mama Rhodes sei nach seinem Eindruck nicht als formale Figurenentwicklung geplant gewesen. Sie habe sich aus den langjährigen Verbindungen der Familien Rhodes und Johnson ergeben. Auch ihre Mütter hätten eine eigene Beziehung zueinander gehabt.
Rhodes betonte, dass seine Mutter nie Wrestling trainiert und anfangs auch keine Rolle vor der Kamera angestrebt habe. Dennoch hielt er ihre jahrzehntelange Erfahrung an der Seite von Dusty Rhodes für wertvoller als die formale Ringpraxis mancher Wrestler. Er sah ihre Anwesenheit als Möglichkeit, einen Teil der Familiengeschichte sichtbar zu machen, da Dusty nicht mehr dabei sein konnte.
Anfangs zeigte sie wenig Interesse an Fernsehauftritten. Doch nachdem sie Teil der Geschichte geworden war, steuerte sie Ideen bei, etwa dafür, wie ihre Figur in der ersten Reihe auf Rock reagieren könnte. Für Rhodes funktionierte die Rolle gerade deshalb so gut, weil seine Mutter keine fremde Persönlichkeit spielen musste. Sie brachte Erfahrungen und Beziehungen mit, die schon lange vor dieser WrestleMania-Story bestanden.
Was Rhodes aus dem brennenden Bus rettete
Auch abseits der WrestleMania-Story erlebte Rhodes in Philadelphia einen dramatischen Moment, in dem ein persönliches Erinnerungsstück eine wichtige Rolle spielte: In seinem Tourbus brach während des Wochenendes ein Feuer aus.
Nachdem Rhodes den brennenden Tourbus verlassen hatte, traf die Feuerwehr von Philadelphia ein. Nach seiner Darstellung wurde niemand verletzt. Anschließend bezog er einen anderen Bus. Seine Wrestling-Stiefel und das Familienfoto hatte er rechtzeitig aus dem brennenden Fahrzeug gerettet.
Eine Aufnahme vor der ausgebrannten Kulisse
Zwei Tage nach dem Brand sollte Rhodes für eine Sponsorenaufnahme beim Verlassen seines Tourbusses gefilmt werden. Obwohl er inzwischen einen Ersatzbus bezogen hatte, fand der Dreh nach seiner Darstellung noch einmal am beschädigten Fahrzeug statt.
Rhodes blickte mit Humor auf die Szene zurück: Die Aufnahme zeigte ihn beim scheinbar ganz gewöhnlichen Aussteigen aus einem Bus, der kurz zuvor gebrannt hatte. Dabei war der Vorfall bereits öffentlich bekannt. Für ihn verdeutlichte die Situation, wie konsequent WWE vereinbarte Verpflichtungen gegenüber Sponsoren erfüllt. Den Namen des Sponsors nannte er nicht.
Warum er ein umstrittenes Match empfiehlt
Rhodes sprach auch über das Match zwischen Shawn Michaels und Hulk Hogan beim SummerSlam 2005, das er für unterschätzt hält. Oft würden Diskussionen über angebliche Differenzen hinter den Kulissen die Leistung im Ring überlagern, so Rhodes. Michaels habe stets bewusst für das Publikum gespielt. Wer die Begegnung ohne eine vorgefertigte Backstage-Deutung betrachte, könne die Arbeit der beiden bedeutenden Wrestler besser würdigen.
Als weiteres Beispiel nannte Rhodes die selbstsicheren Erklärungen von Außenstehenden zum „Montreal Screwjob”. Sein Einwand richtete sich gegen die Gewissheit, mit der unbekannte Vorgänge manchmal behauptet werden. Er bestritt nicht, dass sich Fans für die Geschichte hinter den Shows interessieren dürfen, sondern plädierte dafür, die sichtbare Darbietung nicht aus den Augen zu verlieren.
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