Chad Gable über El Grande Americano, CM Punk und den Preis seines WWE-Erfolgs

Chad Gable wirkt emotional, nachdenklich und sichtlich von der Situation bewegt

Chad Gable hat in einem Gespräch mit Chris Van Vliet gleich mehrere Seiten seiner gegenwärtigen WWE-Karriere beleuchtet. Er sprach über den ursprünglichen Kurs für El Grande Americano, die Vergleiche mit Kurt Angle, eine neue Idee für seinen Einzug und eine überraschende Verbindung zu CM Punk. Besonders persönlich wurde das Interview, als Gable den Preis seines beruflichen Ehrgeizes für seine Familie beschrieb.

Welche Richtung El Grande Americano nehmen sollte

Nach Gables Darstellung änderte sich die geplante Storyline, als ein WrestleMania-Match mit Rey Mysterio wegen dessen Verletzung ausfiel. WWE habe die Auseinandersetzung mit der Lucha-Libre-Welt dennoch fortsetzen wollen. Gable sollte dabei sowohl als er selbst als auch unter der Maske von El Grande Americano auftreten und die Behauptung, der beste Luchador zu sein, immer weiter überspitzen.

Gerade angesichts des starken mexikanischen Rosters habe er den provozierenden Widerspruch dieser Figur reizvoll gefunden. Welchen genauen Endpunkt die Verantwortlichen vorgesehen hatten, sagte er nicht.

Gables eigene Verletzung unterbrach diesen Weg. Während seiner Abwesenheit führte Ludiwg Kaiser die maskierte Figur fort. Es sei schwierig gewesen, dabei zuzusehen, wie jemand anderes seinen Charakter spielte. Zugleich hat ihn das angetrieben, zurückzukehren. Rückblickend sei er Kaiser dankbar: Ohne die Fortführung hätte die Rolle bis zu seiner Genesung an Bedeutung verlieren können. Die früher bereits bekannte Übernahme der Figur erhielt damit eine zusätzliche persönliche Perspektive, aber keinen nachträglich bestätigten vollständigen WWE-Storyplan.

Kurt Angle als Vergleich und als Kompliment

Gable wehrte die häufigen Vergleiche mit Kurt Angle nie ab. Er empfand es als hohe Anerkennung, mit einem seiner Vorbilder in einem Atemzug genannt zu werden. Die Ähnlichkeit von Intensität und Ringstil hänge auch mit ihrem ähnlichen Hintergrund im Amateurwrestling zusammen. Nicht jede Parallele entstehe aus bewusster Nachahmung.

Siehe auch  „Völlig lächerlich“: MVP verteidigt Roman Reigns gegen umstrittenen Vorwurf

Dass Gable inzwischen Aktionen wie den Ankle Lock und den Angle Slam verwendet, verstärkt diesen Eindruck bei den Zuschauern zusätzlich. Einen künstlich anderen Stil nur zur Abgrenzung fände er unglaubwürdig. Er beansprucht damit nicht, „der nächste Kurt Angle“ zu sein, sondern erklärt, warum er die Ähnlichkeiten zulässt.

Ein Einzug mit Rockmusik und möglichem Corvette-Motiv

Bei seiner aktuellen Präsentation gefällt Gable harte Rockmusik. Entscheidend sei, dass sie sich für ihn selbst richtig anfühle, denn das Publikum bemerke schnell, wenn ein Wrestler eine Rolle oder Ästhetik nur vorspiele. Vor allem die Videobilder seines Einzugs möchte er ändern.

Er skizzierte einen Stil der Achtzigerjahre mit Trainingseinblicken und vielleicht einer Fahrt im offenen Corvette-Cabrio, die an „Miami Vice“ erinnert. Welche Bilder letztlich umgesetzt werden, ist noch offen. Auch sein Vergleich mit hymnischem Rock und AC/DC beschreibt eine Stimmung, aber keine angekündigte neue Musikveröffentlichung.

Warum Gable und CM Punk über Trainingsgeräte schreiben

Gable erzählte, sein Training habe sich unter Fitnesscoach Jay Ferruggia verändert. Er arbeitet mit geringerem Umfang, esse mehr und nutzt Maschinen häufiger, da sein früheres Training am Limit auf Dauer nicht funktioniert hat. Ohne äußere Kontrolle neige er weiterhin dazu, zu viel zu tun. Auch CM Punk trainiert mit Ferruggia. So sei ein regelmäßiger Austausch über Geräte, Bewegungswinkel, Kraftkurven und Ernährung entstanden.

Bei Shows sprechen beide sogar über Kohlenhydrate und kleine Snacks wie Reiswaffeln. Gable schilderte dies als eine unerwartete gemeinsame Begeisterung und nicht als Hinweis auf ein bevorstehendes gemeinsames Programm bei der WWE.

Der Erfolg bringt Schuldgefühle gegenüber der Familie

So wichtig Gable Training und Ernährung sind, so bewusst setzt er ihnen inzwischen Grenzen. Er sagte, er fühle häufig Schuld, weil er zu viel Zeit in berufliche Ziele investiere und diese Zeit seinen Kindern und anderen Angehörigen fehle. Das Problem sei nicht mangelnde Anstrengung im Beruf, sondern deren Umfang. Die Aktivitäten seiner Kinder zwingen ihn gelegentlich, das Training zu beenden und als Vater präsent zu sein. Dabei lasse er inzwischen bewusst sein Telefon zurück, statt den nächsten Termin zu planen.

Siehe auch  Seth Rollins könnte zeitnah ins WWE-TV zurückkehren – GUNTHER erklärt seine SmackDown-Pause

Eine perfekte Balance hält Gable auf höchstem Leistungsniveau nicht für realistisch. Wer große Ziele verfolgt, müsse nach seiner Ansicht zeitweise in anderen Lebensbereichen Abstriche machen. Welche Priorität in einem bestimmten Moment richtig sei, könne niemand allgemein beantworten. Er beschrieb dies als fortdauernden persönlichen Konflikt und nicht als allgemeingültige Anleitung für andere Familien.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*