John Cena über das Locker Room Leader-Etikett – Höhenangst bei Stunts und Rückhalt durch seine Frau

John Cena steht lächelnd bei WWE Friday Night SmackDown an einem Mikrofon im WWE Ring

Zwischen Wrestling-Ring und Filmset begegnet John Cena ganz unterschiedlichen Erwartungen. In zwei aktuellen Gesprächen gibt er Einblicke in sein Arbeitsverständnis und in Situationen, die ihm trotz seiner Erfahrung einiges abverlangen.

Warum John Cena die Bezeichnung „Locker Room Leader“ nicht für sich beansprucht

In der „Sam Roberts Show“ wurde Cena gefragt, ob er inzwischen auch in seiner Schauspielkarriere eine Führungsrolle übernommen habe. Dabei kam das Gespräch auf seine frühere Stellung innerhalb von WWE. Obwohl Kollegen und Zuschauer ihn über viele Jahre als prägende Persönlichkeit wahrgenommen haben, beschreibt Cena sein eigenes Selbstverständnis anders.

„Ich habe mich bei WWE nie als Anführer der Umkleidekabine betrachtet. Andere haben das über mich gesagt, wofür ich sehr dankbar bin. Aber ich möchte kein Anführer sein. Ich möchte weiterhin kreativ arbeiten, mit großartigen Menschen zusammenarbeiten und mit Menschen, die Leidenschaft mitbringen. Ich möchte einfach zur Arbeit gehen, Mann“, erklärte er.

Sein Unbehagen mit der Bezeichnung hängt vor allem damit zusammen, wem die gemeinsame Arbeit dienen soll. „‚Locker Room Leader‘ ist für mich ein schwieriger Begriff, weil wir nicht für die Umkleidekabine arbeiten. Wir arbeiten für das Publikum.“ Damit richtet Cena den Blick auf die Zuschauer, für die die Wrestler ihre Leistung erbringen, und auf das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit.

Führung hält er dennoch für wichtig. Wer diese Aufgabe übernimmt oder dafür Anerkennung erhält, ist für ihn gegenüber dem gemeinsamen Ziel zweitrangig. „Führung ist wichtig, aber mir ist egal, wer den Schlitten zieht. Lasst uns einfach unser Bestes für das Publikum geben.“

Höhenangst begleitet Cena auch bei seinen Filmstunts

Wie herausfordernd diese Arbeit außerhalb des Wrestlings sein kann, schilderte Cena in einem separaten Interview mit E! News über „Matchbox: The Movie“. Bei den Dreharbeiten übernahm er mehrere Stunts selbst, darunter eine Szene, in der er aus einem Hubschrauber hing. Dabei musste er sich seiner Höhenangst stellen.

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Cena vermutet, dass seine Erfahrungen im Wrestling zu dieser Angst beigetragen haben. Durch die vielen Stürze seiner Karriere habe er ein ausgeprägtes Bewusstsein dafür entwickelt, welche Landungen schmerzhaft sind, welche Verletzungen verursachen können und welche noch schwerwiegendere Folgen haben könnten. Einen gesicherten Ursprung seiner Höhenangst benannte er damit nicht, sondern seine eigene Erklärung dafür.

Eine entscheidende Rolle spielte für ihn Regisseur Sam Hargrave. Dessen Erfahrung als Stuntperformer und Stuntkoordinator hat ihm Vertrauen gegeben. Hargrave kennt die Sicherungssysteme, kann Risiken einschätzen und weiß, wann professionelle Stuntleute übernehmen müssten. Gleichzeitig habe er Cena ermutigt, möglichst viel selbst zu versuchen.

Cena beschreibt die Dreharbeiten deshalb nicht als vollständige Überwindung seiner Höhenangst. Er habe Hargrave zugesichert, sich auf die unangenehmen Herausforderungen einzulassen. Im Gegenzug hat der Regisseur ihm Sicherheit versprochen. Aus Cenas Sicht hielten beide ihre Zusage ein, obwohl er während der betreffenden Szenen weiterhin große Angst empfand.

Seine Ehefrau unterstützte ihn bei einem besonders gefürchteten Drehtag

Im selben E!-Gespräch hob Cena außerdem die Unterstützung seiner Ehefrau Shay Shariatzadeh hervor. Vor manchen Drehtagen habe er ihr eine Art Gefahreneinschätzung gegeben. Sie habe gewusst, dass insbesondere ein Sprung von einem Gebäude für ihn eine große persönliche Herausforderung darstellen würde, und sei an diesem Tag am Set gewesen.

Für Cena war entscheidend, wie sie mit der Situation umging. Nach seiner Darstellung hätte sie sich leicht von seiner Angst mitreißen lassen können. Stattdessen habe sie ihn bestärkt und ihm vermittelt, dass er die Aufgabe bewältigen könne. Als der Stunt geschafft war, sei sie unmittelbar zu ihm gekommen, habe ihn umarmt und ihm mitgeteilt, wie stolz sie auf ihn sei.

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Diese Reaktion bedeutete ihm viel. Cena würdigte ausdrücklich, dass seine Frau ihre eigenen Gefühle zurückgestellt habe, um ihn in einem schwierigen Moment zu unterstützen. Er bezeichnete sie als seine beste Freundin, seine Partnerin und eine wunderbare Ehefrau. Die Erinnerung daran verbindet er mit der konkreten Hilfe, die er an einem für ihn belastenden Drehtag erhalten habe.

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