Cathy Kelley hat im „Insight“-Podcast mit Chris Van Vliet offen über ihre aktuelle WWE-Rolle, mögliche Zukunftspläne und persönliche Herausforderungen gesprochen. Dabei sprach sie unter anderem über ihren langjährigen Wunsch, als Managerin aufzutreten, den Einfluss von Paul Heyman auf ihre Arbeit und eine kürzlich erhaltene Autismus-Diagnose.
Cathy Kelley möchte keine Wrestlerin werden, kann sich aber eine Manager-Rolle vorstellen
Im Interview machte Cathy Kelley deutlich, dass sie keine aktive Karriere als Wrestlerin anstrebt. Einen echten Wettkampf im Ring zu bestreiten, sei nicht das, was sie für ihre Zukunft in der WWE wolle.
Gleichzeitig erklärte sie jedoch, dass sie sich bereits seit rund zehn Jahren vorstellen könne, als Managerin oder Begleiterin an der Seite eines WWE-Stars aufzutreten. Einen konkreten Namen, mit dem sie gerne zusammenarbeiten würde, nannte sie dabei allerdings nicht.
Als Beispiel für frühere Erfahrungen verwies Kelley auf einen Auftritt als Valet bei einem Independent-Match von Ryan Katz. Dort sammelte sie bereits erste Eindrücke davon, wie körperlich belastend selbst kleinere Aktionen im Wrestling sein können. Sie erklärte, dass bereits einfache Bewegungen im Ring überraschend schmerzhaft sein können. Selbst das Laufen an den Ringseilen tue weh. Auch deshalb sehe sie sich nicht als klassische Wrestlerin.
Im Gespräch ging Kelley außerdem auf das Backstage-Segment bei RAW vom 13. April ein. Während des Angriffs von Liv Morgan auf Stephanie Vaquer wurde Kelley gegen die Ringseile geschickt. Die WWE bestätigte jedoch später, dass sie dabei unverletzt geblieben sei. Auf die Frage, ob daraus irgendwann eine größere Storyline oder sogar eine körperliche Auseinandersetzung entstehen könnte, antwortete Kelley bewusst offen. Normalerweise sei sie gut darin, rechtzeitig aus dem Weg zu gehen, gleichzeitig könne man aber nie genau wissen, was in der WWE noch passieren werde.
Paul Heyman beeinflusst Cathy Kelleys Arbeit hinter den Kulissen stark
Einen großen Teil des Interviews widmete Kelley auch ihrer Zusammenarbeit mit Paul Heyman. Nach eigenen Angaben verbringt sie jede Woche viel Zeit neben Heyman im sogenannten Gorilla-Bereich hinter der Bühne und lernt dort ständig neue Dinge über Präsentation, Charakterarbeit und Fernsehen.
Kelley erklärte, dass sie kaum beschreiben könne, wie viel sie inzwischen von Heyman gelernt habe. Besonders beeindrucke sie, wie sehr er auf kleine Details achte. Als konkretes Beispiel erzählte sie von einem Rat, den Heyman ihr persönlich gegeben habe. Damals trug Kelley eine Brille und hatte sich einen Pony schneiden lassen. Heyman habe ihr geraten, beides zu verändern, weil man ihre Augen nicht richtig sehen könne. Laut Heyman transportieren die Augen einen großen Teil der Emotionen vor der Kamera.
Für Kelley zeigte dieser Moment, wie wichtig selbst scheinbar kleine optische Details für die Wirkung eines Charakters oder einer Persönlichkeit im Fernsehen sein können. Zusätzlich lerne sie viel dadurch, dass sie Heyman backstage bei Gesprächen mit anderen Talenten beobachte. Darüber hinaus beschäftige sie sich privat intensiv mit Wrestling-Geschichte und schaue unter anderem ECW-Dokumentationen, um die Psychologie hinter Charakteren und Storylines besser zu verstehen.
Die Zeit im Gorilla-Bereich beschrieb Kelley deshalb als eine Art wöchentliche Schule für TV-Psychologie und Entertainment.
Cathy Kelley spricht erstmals offen über ihre Autismus-Diagnose
Besonders persönlich wurde das Interview, als Kelley über ihre kürzlich erhaltene Autismus-Diagnose sprach. Das Thema entstand während eines Gesprächs über einen möglichen Neustart von „Total Divas“ und die Frage, ob sie sich vor der Kamera bewusst anders verhalte als privat.
Kelley erklärte, dass sie schon immer eher introvertiert gewesen sei. Durch die Diagnose habe sie jedoch verstanden, dass ihre Erfahrungen und ihr Verhalten in vielen sozialen Situationen tiefer gingen als normale Schüchternheit oder Zurückhaltung. Die Diagnose habe ihr geholfen, viele frühere Erlebnisse und soziale Situationen besser einzuordnen und zu verstehen.
Als wichtigsten Unterstützer innerhalb der WWE nannte Kelley Kevin Owens. Er habe durch seinen Sohn Owen persönliche Erfahrungen mit dem Thema Autismus und deshalb viel Verständnis für ihre Situation gezeigt. Owens sei einer ihrer engsten Freunde innerhalb der WWE. Zusätzlich erwähnte Kelley auch Bronson Reed als sehr wichtige Bezugsperson. Die Verbindung zu beiden beschrieb sie scherzhaft als „Girly Pop for life“.
Außerdem erklärte Kelley, dass ihr generelles Interesse an Psychologie ihr dabei helfe, sowohl Entertainment als auch persönliche Erfahrungen besser zu analysieren und zu verstehen. In den vergangenen Jahren hatten bereits mehrere bekannte Wrestling-Persönlichkeiten offen über persönliche Diagnosen gesprochen, darunter Will Ospreay mit seiner Autismus-Diagnose sowie AJ Lee mit ihrer bipolaren Störung.
WWE plant offenbar größere Rolle für Cathy Kelley
Zusätzlich berichtete Fightful Select, dass Cathy Kelley derzeit im WWE Performance Center trainiere. Das Training sei laut Bericht jedoch nicht darauf ausgelegt, sie zu einer vollwertigen Wrestlerin zu machen. Stattdessen bereite die WWE sie offenbar auf eine größere und erweiterte On-Screen-Rolle vor. Wie genau diese Rolle aussehen soll, sei momentan noch nicht bekannt.
Möglich seien laut Bericht unter anderem intensivere Storyline-Beteiligungen, zusätzliche Hosting-Aufgaben oder gelegentliche physische Segmente.
Zum Abschluss des Gesprächs sprach Kelley auch über ihre persönliche Entwicklung innerhalb der WWE. Nach ihrem ersten WWE-Engagement, das 2020 endete, und ihrer Rückkehr im Jahr 2022 fühlt sie sich heute deutlich erfahrener und selbstbewusster. Dadurch könne sie ihre aktuelle Rolle inzwischen viel mehr genießen als noch während ihrer ersten Zeit im Unternehmen.
Seit ihrer Rückkehr gehört Cathy Kelley wieder fest zum WWE-Programm und ist regelmäßig als Backstage-Korrespondentin bei SmackDown sowie bei Premium-Live-Events zu sehen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar