Brock Lesnars Zukunft scheint entschieden: WWE sendet deutliches Signal

Brock Lesnar hält eine Rede im WWE Ring am Mikrofon
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Brock Lesnar wurde offiziell in den Alumni-Bereich der WWE-Website verschoben. Dies gilt als das bislang formalste Signal, dass das Karriereende des „Beast Incarnate” nach seiner Niederlage gegen Oba Femi bei WrestleMania 42 wohl tatsächlich endgültig sein dürfte. Zwar hat WWE den Begriff „retired” auf TV-Ebene weiterhin nicht verwendet, doch das Website-Update setzt einen klaren Strukturpunkt.

Heymans Raw-Promo als Storyline-Auslöser

Den entscheidenden Anstoß lieferte bereits eine Heyman-Promo aus einer der jüngsten Raw-Ausgaben. Darin kritisierte der Hall of Famer das WWE-Produktionsteam ausdrücklich dafür, Lesnar im Show-Opening weiterhin im „Now“-Bereich der Stars zu listen, statt ihn in den „Forever“-Block zu verschieben.

Heyman forderte die Verlegung dort offen ein, was umgehend als Storyline-Vorlage für eine offizielle Statusänderung gewertet wurde. Mit der Verschiebung in den Alumni-Bereich hat WWE diesen Promo-Moment nun operativ umgesetzt. Lesnar findet sich dort jetzt unter anderem neben Braun Strowman und The Boogeyman wieder.

Heyman bestätigt das Karriereende bei TMZ

Eine zusätzliche Bestätigung lieferte Heyman in einem aktuellen Interview mit dem US-Promi-Portal TMZ. Dort äußerte er sich mit ungewöhnlicher Offenheit zu Lesnars Schritt und ließ keinen Zweifel daran, dass das Karriereende ernst gemeint sei. Bemerkenswert ist sein Eingeständnis, dass er selbst vor WrestleMania 42 nicht in die Pläne eingeweiht gewesen sei „Wenn ich gewusst hätte, dass er aufhört, hätte ich dann öffentlich gesagt, dass er die nächsten 15 Jahre dominieren wird?“

Auf die Frage, ob seine Tränen nach dem Match echt gewesen seien, bestätigte Heyman dies ausdrücklich: „Ich habe geweint.“

WrestleMania 42 als emotionaler Schlusspunkt

Den dramaturgischen Endpunkt setzte Lesnar selbst an Night 2 von WrestleMania 42 im Allegiant Stadium in Las Vegas. Dort verlor er gegen den aufstrebenden Oba Femi in einem Match, das in US‑Kreisen einhellig als Passing-of-the-Torch-Moment gewertet wird.

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Im Anschluss legte Lesnar Handschuhe und Stiefel im Ring ab, brach kurz die Kayfabe, indem er den Fans zunickte, und verließ die Halle nach einer Umarmung mit Heyman. In den Wochen danach ehrte WWE Lesnar mit Tribute Videos bei Raw und SmackDown und brachte spezielles Merchandise zum vermeintlichen Karriereende auf den Markt.

Oba Femi setzt das Programm fort

Auf der sportlichen Ebene wirkt sich Lesnars Schritt unmittelbar aus. Oba Femi hat in der jüngsten Raw Ausgabe seine eigene Open Challenge gestartet und mit Otis als erstem Gegner einen weiteren Sieg im Rahmen seiner Open Challenge eingefahren. Damit setzt WWE die Passing-of-the-Torch-Idee aus WrestleMania 42 in der Programmplanung konsequent um. Femi gilt nach dem Sieg über Lesnar als einer der wahrscheinlichsten Anwärter auf eine Hauptrolle im Main-Event-Bereich der kommenden Monate.

Karriere-Rückblick zwischen WWE, UFC und Japan

Lesnar hinterlässt eine der vollständigsten Resümee-Karten der jüngeren Wrestling-Geschichte. Seit seinem TV-Debüt 2002 wurde er innerhalb weniger Monate zum jüngsten WWE Champion und besiegte The Rock bei SummerSlam 2002 für seinen ersten Welttitel. Insgesamt stehen sieben WWE-Championship-Regentschaften und drei WWE-Universal-Championship-Regentschaften zu Buche.

Hinzu kommen zwei Siege beim Royal Rumble in den Jahren 2003 und 2022 sowie der historisch bedeutsame Sieg bei WrestleMania 30 gegen The Undertaker, durch den er dessen jahrzehntelange Siegesserie beendete. Darüber hinaus kann er einen IWGP-Heavyweight-Championship-Run in Japan und einen UFC-Heavyweight-Championship-Run vorweisen, was ihn zu einem der wenigen Stars mit zehn World-Champion-Titeln über drei Promotions und Disziplinen macht.

Was offen bleibt und welche Storyline-Brücke noch existiert

Bei aller Eindeutigkeit hat WWE den Begriff „retired“ auf TV-Ebene bislang nicht verwendet. Das Alumni-Update auf der Website ist damit das formalste Signal, ohne eine offizielle Sendungsbestätigung darzustellen. Offen bleibt zudem die Heyman-Schuld gegenüber Gunther, der bei WrestleMania für Lesnar eingesprungen war.

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Was diese Schuld in den kommenden Monaten konkret bedeutet, könnte Raum für eine vielleicht sogar einmalige Rückkehr von Lesnar in den Ring lassen, sollte die WWE ihren endgültigen Schlusspunkt irgendwann doch noch verschieben. Aktuell deutet jedoch alles darauf hin, dass das Match bei WrestleMania 42 Lesnars letzter Auftritt im Ring war.

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