Becky Lynch überrascht mit offenem Karriereende, improvisierter CM-Punk-Szene und klaren Worten zum Hogan-Spitznamen

Becky Lynch steht im Ring und sieht sehr verärgert aus
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Becky Lynch meldet sich kurz vor WrestleMania 42 mit einem ausführlichen Interview bei Chris Van Vliet zu Wort und überrascht dabei gleich in mehreren Punkten. Die WWE-Veteranin relativiert ihre früheren Aussagen zu einem möglichen Karriereende, verrät, dass die berühmte Ohrfeigen-Szene mit CM Punk weitgehend improvisiert war, und nimmt erstmals ausführlich Stellung zum Spitznamen „Becky Hogan“, der in der Fanszene seit Jahren kontrovers diskutiert wird.

Kein endgültiger Abschied mehr

Im Januar hatte Lynch mit Aussagen zu ihrem aktuellen Vertrag die Vermutung genährt, ihre aktive Karriere steuere auf ein absehbares Ende zu. Im Gespräch mit Van Vliet rückt sie diese Darstellung nun in ein anderes Licht und betont, dass ihre damaligen Worte nie als endgültige Festlegung gedacht waren. Sie habe lediglich von einem „wahrscheinlich“ letzten Run gesprochen, nicht von einer fixen Entscheidung. Auf die Nachfrage hin ließ sie bewusst alle Optionen offen und machte mit einer spielerischen Aneinanderreihung von „ja“, „nein“, „vielleicht“ und „könnte sein“ deutlich, dass sie sich in dieser Frage schlicht noch nicht festlegen will.

Zwischen Ring und Familie

Lynch machte danach deutlich, worauf ihre derzeitige Unentschlossenheit wirklich zurückzuführen ist. Ihrer Darstellung nach zweifelt sie nicht an ihren Fähigkeiten, sondern beschäftigt sich vielmehr mit der Frage, wann der richtige Moment ist und welche Prioritäten sie für ihre Zukunft setzen will. Sowohl körperlich als auch beruflich traue sie sich weiterhin zu, noch lange aktiv zu sein, falls sie diesen Weg fortsetzen möchte. Gleichzeitig spiele aber auch ihr Familienleben eine große Rolle. So ließ sie erkennen, dass neben ihrer Tochter zu Hause auch der Wunsch nach einem weiteren Kind ein wichtiger Aspekt bei ihren Überlegungen ist.

Zufriedenheit als Maßstab

Lynch machte deutlich, dass sie ihre Karriere noch nicht beendet sieht, aber immer wieder darüber nachdenkt, wann der richtige Zeitpunkt dafür kommen könnte. Für sie geht es dabei vor allem darum, irgendwann mit dem Erreichten im Reinen zu sein. Die Leidenschaft für ihren Beruf sei nach wie vor da, doch gleichzeitig denke sie auch darüber nach, was ihr wirklich Freude macht und wie es für sie weitergehen soll. Ihr wichtigstes Ziel sei es, weiterhin starke Geschichten zu erzählen und gute Matches zu bestreiten. Außerdem wolle sie am Ende das Gefühl haben, etwas hinterlassen zu haben und das Wrestling ein Stück besser zurückzulassen, als sie es selbst vorgefunden hat.

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Was einst wie ein letztes Kapitel klang, wirkt damit nun wie eine Entscheidung, die Lynch noch nicht endgültig getroffen hat. Die Tür für eine Verlängerung bleibt offen.

Improvisierte Ohrfeigen gegen CM Punk

Neben den Zukunftsfragen sprach Lynch auch über einen der intensivsten Momente ihrer jüngeren Karriere. In der Raw-Folge vom 1. September 2025 hatte sie CM Punk im Ring konfrontiert, ihn mehrfach geohrfeigt und ihm sogar ihren Kopf gegen die Brust gerammt, während Punk standhielt. Das Segment fiel durch seine rohe Intensität auf und sorgte für viel Diskussionsstoff.

Lynch verriet in dem Interview, dass dieser Moment im Vorfeld nicht komplett festgelegt war. Sie habe nur gewusst, wie alles beginnen sollte. Alles, was danach geschah, habe sich erst in der Situation selbst entwickelt. Ihr sei lediglich klar gewesen, dass sie ihm eine verpassen würde. Wie es anschließend weitergeht, habe sich dann spontan ergeben.

Kopfstoß und Hunderte Schläge

Lynch bestätigte, dass auch der Kopfstoß gegen Punks Brust nicht vorher fest eingeplant war, sondern sich erst aus dem Moment heraus entwickelte, als die Situation vor Ort intensiver wurde. Zugleich machte sie deutlich, dass es nicht bei diesem einen Vorfall blieb. Die körperliche Konfrontation habe sich nicht nur in dieser Woche abgespielt, sondern sei auch in der darauffolgenden Woche erneut Teil des Geschehens gewesen. Ihren Schilderungen zufolge habe sie Punk innerhalb weniger Tage immer wieder geschlagen.

„Becky Hogan“ als Dauerbrenner in der Fanszene

Ebenso offen ging Lynch mit dem Spitznamen „Becky Hogan“ um, der in der Fan-Community seit Längerem kursiert. Der Vorwurf dahinter lautet, Lynch würde andere Wrestlerinnen nicht genügend zur Geltung bringen und ihren Platz an der Spitze auf Kosten anderer verteidigen. Statt den Vergleich zurückzuweisen, ging Lynch direkt darauf ein.

Als im Interview zur Sprache kam, dass sie mit mehreren prominenten Namen zusammengearbeitet und ihnen dabei geholfen habe, stärker wahrgenommen zu werden, reagierte Lynch selbstkritisch und zugleich gelassen. Sie deutete an, dass solche Reaktionen ganz normal seien, wenn man über längere Zeit zu den wichtigsten Gesichtern an der Spitze gehöre. Ihrer Ansicht nach bleibe in so einer Position niemand dauerhaft ohne Gegenwind oder Kritik.

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Ironischer Verweis auf Hulk Hogan

Lynch machte außerdem deutlich, dass sie mit diesem Etikett nicht allein ist. Sie verwies darauf, dass ähnliche Vergleiche auch anderen Top-Stars angehängt wurden, und nannte dabei Beispiele wie „Sami Hogan“, „Cody Hogan“, „Roman Hogan“ und „Seth Hogan“. Den ironischen Unterton hinter diesem Spitznamen wertete sie dabei nicht nur negativ. Vielmehr ließ sie erkennen, dass sie einen solchen Vergleich in gewisser Weise auch als Auszeichnung versteht, weil er ihrer Ansicht nach zeigt, dass jemand zu den größten Namen im Wrestling gezählt wird.

Gelassen gegenüber Kritik

Lynch ging dann auf das ein, was ihrer Meinung nach hinter der Wahrnehmung steckt. Fans interpretierten lange Titelverteidigungen oder eine beständige Spitzenplatzierung häufig als Ergebnis von Intrigen, ohne die tatsächlichen kreativen Prozesse zu kennen: „Ich glaube, es läuft darauf hinaus, dass die Leute nicht verstehen, wie Kreativität entsteht. Und wenn sie jemanden sehen, der schon lange eine vorteilhafte Position innehat, denken sie: ‚Ach, das liegt daran, dass er intrigiert und versucht, alle anderen kleinzuhalten.‘ Die Leute wissen nicht, wie das funktioniert und was dahintersteckt. Das ist in Ordnung – sie haben ein Recht auf ihre Meinung. Habt eure Meinung – tobt euch aus.“

Lynch machte deutlich, dass sie sich von Kritik nicht aus der Ruhe bringen lässt. Statt sich dagegen zu wehren, versucht sie, solche Reaktionen für sich zu nutzen. Wenn Fans oder Beobachter ein negatives Bild von ihr haben, sieht sie darin sogar eine Möglichkeit, neue Geschichten zu erzählen und damit auch andere Wrestler stärker in Szene zu setzen. Ihr Kommentar zeigt, dass sie solche Urteile nicht unbedingt als Problem betrachtet, sondern eher als Chance, etwas daraus zu machen und es sinnvoll in ihre Arbeit einzubauen.