Baron Corbin lief WWE nicht hinterher: Triple H hatte trotzdem einen klaren Plan für ihn

Baron Corbin steht auf der Stage und lächelt

Baron Corbins zweiter WWE-Run verlief bislang anders als von vielen nach seinem Abschied Ende 2024 erwartet. Im Gespräch mit „Busted Open Radio“ blickte der frühere United States Champion nun darauf zurück, wie es überhaupt zu seiner Rückkehr kam, welche Rolle Triple H dabei spielte und warum seine Zeit außerhalb des Unternehmens für ihn so wichtig wurde.

Baron Corbin bat WWE nie um eine Rückkehr

Corbin machte deutlich, dass er während seiner rund anderthalbjährigen Abwesenheit nie darum gebeten habe, bei WWE wieder eingestellt zu werden. Zwar sei der Kontakt zu Triple H nie vollständig abgebrochen gewesen, doch die Gespräche hätten ausschließlich persönlichen Charakter gehabt. Er habe Hunter zu Erfolgen gratuliert oder sich nach dessen Familie erkundigt. Auch mit mehreren Wrestlern aus dem WWE-Kader sei er weiterhin in Kontakt geblieben. Eine mögliche Rückkehr habe er dabei allerdings bewusst nicht angesprochen.

Corbin erinnerte an frühere Aussagen von Triple H, wonach ihm regelmäßig ehemalige Talente schreiben würden, die „nach Hause“ zurückkehren wollten. Genau das wollte er selbst nicht. Wenn die WWE ihn zurückhaben wolle, müsse das Unternehmen auf ihn zukommen. Er wollte nicht um einen Job betteln. Diese Haltung fiel ihm auch deshalb leicht, weil er sich während seiner Auszeit intensiv auf seine Karriere außerhalb der WWE konzentrierte. Er trat unter anderem in den USA, Mexiko, Europa und Australien an, gewann Championships und arbeitete daran, seinen Namen neu aufzubauen.

WWE meldete sich im Dezember 2025

Der erste konkrete Kontakt über eine mögliche Rückkehr ging schließlich tatsächlich von WWE aus. Corbin datierte das Gespräch auf Dezember 2025. Die erste Unterhaltung sei sehr kurz gewesen. WWE habe grundsätzlich wissen wollen, ob er Interesse an einer Rückkehr hätte. Corbin habe daraufhin erklärt, dass er für Gespräche offen sei, gleichzeitig aber keinen Druck verspüre, sofort wieder einen Vertrag unterschreiben zu müssen.

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Zu diesem Zeitpunkt habe er seine Zeit außerhalb des Unternehmens sehr genossen. Die Independent-Szene habe ihm Erfahrungen ermöglicht, die ihm vor seiner ursprünglichen WWE-Karriere gefehlt hätten. Gleichzeitig sei ihm wichtig gewesen, wieder Siege zu sammeln und als Wrestler neu wahrgenommen zu werden. Corbin sieht diese Phase heute als entscheidenden Schritt seiner Entwicklung. Die Pause habe ihm geholfen, seinen eigenen Stil wiederzufinden und die Leidenschaft für das Wrestling neu zu entfachen.

Triple H wollte Corbin wieder gefährlicher präsentieren

Im weiteren Verlauf wurden die Gespräche mit WWE konkreter. Dabei sprach Corbin auch mit Triple H darüber, wie seine Rückkehr aussehen sollte. Nach seiner Darstellung wollte Triple H ihn wieder stärker zu den Eigenschaften zurückführen, die ihn zu Beginn seiner Karriere ausgezeichnet hatten. Corbin sollte glaubwürdiger, gefährlicher und körperlich dominanter wirken und wieder Elemente seiner früheren „Lone Wolf“-Persona verkörpern.

Es sei darum gegangen, den Eindruck zurückzubringen, dass Corbin große Matches tatsächlich gewinnen könne. Statt ihn lediglich als erfahrenen Gegner einzusetzen, sollte er wieder als ernsthafte Bedrohung wahrgenommen werden. Im Nachhinein passt diese Ausrichtung zu seiner Rückkehr. Am 10. Juli tauchte Corbin bei SmackDown auf und griff unmittelbar in das United States Championship Match zwischen Carmelo Hayes und Trick Williams ein. Beim SummerSlam gewann er anschließend zum zweiten Mal in seiner Karriere die United States Championship.

Am Ende seiner ersten WWE-Zeit war vieles nur noch Routine

Zudem räumte Corbin ein, dass seine Arbeit gegen Ende seiner ersten WWE-Laufbahn teilweise zur Routine geworden sei. Er sei zu den Shows gefahren, habe seine Arbeit erledigt und sei anschließend wieder nach Hause gefahren.

Nach der langen Pause empfinde er das heute jedoch völlig anders. Vor seinen Auftritten sei wieder jene Nervosität vorhanden, die er früher gekannt habe. Teilweise sei die Anspannung vor dem Gang durch den Vorhang so groß, dass er das Gefühl habe, sich übergeben zu müssen. Für Corbin ist genau diese Nervosität inzwischen etwas Positives. Sie zeigt ihm, dass der Hunger wieder da ist und ihm seine Auftritte erneut besonders viel bedeuten.

Ein großer Erfolg fehlt Baron Corbin noch

Trotz seiner bisherigen Erfolge sieht Corbin seinen zweiten WWE-Run noch lange nicht als abgeschlossen an. Er machte deutlich, dass er weiterhin möglichst viele Titel gewinnen wolle. Ein Ziel steht dabei jedoch über allen anderen: die WWE World Championship.

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In seiner Karriere war Corbin unter anderem United States Champion, Money in the Bank Sieger, King of the Ring und Tag Team Champion. Einen World Title konnte er bislang jedoch nie gewinnen. Genau diese Lücke möchte er während seines aktuellen Runs noch schließen. Im Gespräch mit Nick Nemeth verwies Corbin darauf, dass seinem Gesprächspartner dieser Erfolg bereits gelungen sei, während ihm selbst ein solcher Titelgewinn noch fehle.

Bevor Corbin dieses große Ziel weiterverfolgen kann, musste er bei WWE Sunday Night’s Main Event allerdings zunächst einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen.

Baron Corbin verliert den Titel noch am selben Abend

Für Corbin nahm der Abend schließlich einen bitteren Verlauf. Zunächst gelang es Lil Yachty, die vereinbarten fünf Minuten gegen den United States Champion zu überstehen. Damit war die zuvor festgelegte Bedingung erfüllt und Trick Williams erhielt noch am selben Abend die zugesicherte Chance auf Corbins Titel.

Williams nutzte diese Gelegenheit und besiegte Corbin schließlich mit dem Trick Shot, wodurch dessen zweite Regentschaft als United States Champion bereits wieder endete.

Siehe auch: WWE Sunday Night’s Main Event: Alle Ergebnisse & Videos aus Atlanta, Georgia (06.09.2026)

2 Kommentare

  1. Sorry, was macht Baron in einem WWE Ring. Er hatte jetzt vier Matches und in jedem hat er seine Unfähigkeit gezeigt. Beim Summerslam, das war das schrecklichste, was ich je bei WWE im Hauptkader gesehen hab. Fehler, falsche Absprechung, seltsame Aktionen. Slapstick Einladungen. Bitte nie wieder…

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