Backstage-Frust über Jade Cargill: Neue Details zur Online-Debatte mit Rhea Ripley

Rhea Ripley und Jade Cargill stehen sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber

Die Social-Media-Auseinandersetzung zwischen Jade Cargill und Rhea Ripley hat in den vergangenen Tagen innerhalb der Wrestling-Szene für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt – wir berichteten. Während Fans online intensiv über den Hintergrund der öffentlichen Wortgefechte diskutierten, sind nun weitere Details zu der Situation bekannt geworden. Wrestling-Journalist Dave Meltzer ging in der aktuellen Ausgabe des Wrestling Observer Newsletter auf den Vorfall ein und ordnete die Ereignisse aus Backstage-Perspektive ein.

Im Mittelpunkt steht ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen den beiden WWE-Stars, der auch von weiteren Talenten kommentiert wurde. Während des Austauschs äußerten sich neben Ripley auch Chelsea Green und Piper Niven kritisch gegenüber Cargill. Besonders Rhea Ripley ging in ihren Kommentaren direkt auf Cargills Fähigkeiten im Ring ein.

Im Verlauf der Diskussion veröffentlichte Ripley eine deutliche Botschaft, die schnell große Aufmerksamkeit erregte. Sie schrieb: „Kein Spaß. Keine Freunde. Lerne zu arbeiten und lüge niemals, um den wahren Charakter eines Menschen zu diffamieren, indem du die ‚vierte Wand‘ durchbrichst.“

Spekulationen über Shoot oder Storyline

Der öffentliche Austausch führte zu zahlreichen Spekulationen innerhalb der Fan-Community. Viele Beobachter stellten die Frage, ob es sich bei dem Konflikt um einen realen Streit zwischen den Beteiligten gehandelt habe oder ob der Schlagabtausch Teil einer geplanten Storyline gewesen sein könnte. In der Wrestling-Sprache wird ein echter Konflikt als Shoot bezeichnet, während ein inszenierter Austausch als Work gilt.

In einigen Diskussionen wurde auch vermutet, dass die Interaktion möglicherweise zunächst als storybasierter Austausch begonnen haben könnte und sich der Ton später verändert habe, nachdem während der öffentlichen Auseinandersetzung Bezug auf WWE Creative genommen wurde.

Dave Meltzer stellte jedoch klar, dass der Vorfall nicht als legitimer Shoot angesehen werden könne. Er erklärte, dass WWE seinen Talenten grundsätzlich untersagt, reale Konflikte öffentlich über soziale Medien auszutragen. Trotz dieser Einordnung betonte er, dass ein Teil der geäußerten Kritik an Cargill intern bereits seit längerer Zeit Thema gewesen sei.

Kritik aus dem WWE-Women’s-Roster

Laut Meltzer ähneln einige der Kommentare, die während der Social-Media-Diskussion gegen Cargill gerichtet wurden, Aussagen, die mehrere Mitglieder des WWE-Womens Roster im vergangenen Jahr privat ihm gegenüber gemacht hätten. Besonders nach einem Vorfall im März 2025 sei diese Kritik innerhalb des Rosters verstärkt thematisiert worden.

Meltzer erklärte dazu: „Auch wenn es sich hierbei nicht um eine Inszenierung handelte, egal was andere Ihnen erzählen mögen, da die WWE ihren Talenten solche Dinge auf Social-Media-Plattformen untersagt, entspricht das, was über Cargill gesagt wurde, fast genau dem, was mir mehrere andere weibliche Talente im Laufe des letzten Jahres erzählt haben, insbesondere seitdem die Konfrontation zwischen Shayna Baszler und Cargill öffentlich geworden ist.“

Der Bericht schildert eine Situation im Backstagebereich zwischen Jade Cargill und Shayna Baszler aus dem März 2025. Demnach soll Cargill Baszler auf einen Bluterguss an ihrem Arm angesprochen und dabei ihre Arbeit im Ring kritisiert haben. Baszler habe daraufhin deutlich gemacht, dass ein ernsthafter Angriff im Ring wesentlich anders ausgesehen hätte und beide das sofort bemerkt hätten.

Frustration über Cargills Push

Ein weiterer Punkt, der laut Meltzer innerhalb des WWE-Women-Rosters für Diskussionen sorgt, betrifft Cargills Positionierung in den Shows. Ein Teil der Frustration unter den Talenten soll darauf zurückzuführen sein, dass Cargill weiterhin stark gepusht werde, obwohl es intern Kritik an ihrer Entwicklung im Ring gebe.

Meltzer sagte dazu: „Es ist nur natürlich, dass man es ihr übelnimmt, dass sie gefördert wird, obwohl sie weder im Ring noch bei Promos besonders gut ist, sondern ausschließlich aufgrund ihres einzigartigen Aussehens.“

Meltzer berichtete darüber hinaus, dass mehrere Wrestlerinnen das Gefühl hätten, trotz eigener Leistungen nicht die gleichen Möglichkeiten erhalten zu haben. Diese Wahrnehmung habe innerhalb des Roster zu wachsendem Unmut geführt. Er ergänzte: „Die meisten Frauen glauben, dass sie besser sind und nicht die gleichen Chancen bekommen haben. Das führt zu wachsendem Unmut.“

WWE sieht keine Probleme für zukünftige Zusammenarbeit

Trotz der intensiven Diskussionen innerhalb der Fan-Community und der Kommentare aus dem Locker Room gibt es laut einem weiteren Bericht keine Anzeichen dafür, dass WWE negative Auswirkungen auf zukünftige Pläne erwartet. Ein Update von Fightful Select deutet darauf hin, dass der Schlagabtausch zwar möglicherweise nicht als koordinierte Aktion geplant gewesen sei, innerhalb der Organisation jedoch keine größeren Bedenken ausgelöst habe.

Der Bericht stellte zudem fest: „Die WWE-Wrestler sind fest davon überzeugt, dass der Inhalt der Tweets von Rhea Ripley und Jade Cargill entgegen anderslautenden Berichten keine Inszenierung ist.“

Gleichzeitig wurde betont, dass intern kein Zweifel daran bestehe, dass beide Wrestlerinnen weiterhin professionell zusammenarbeiten können. In dem Bericht heißt es dazu: „Es gibt keine Bedenken, dass die beiden zusammenarbeiten werden.“

Die Situation bleibt dennoch ein viel diskutiertes Thema unter Fans. Während online weiterhin darüber debattiert wird, ob der Schlagabtausch Teil einer Storyline war oder reale Spannungen widerspiegelt, richtet sich der Blick bereits auf mögliche Entwicklungen im Vorfeld von WrestleMania, bei der beide Stars weiterhin eine Rolle spielen könnten.

14 Kommentare

  1. Ich glaube zu ihrer AEW Zeit wurde ihr ähnliches nachgesagt. Ich muss leider zugeben dass ich Cargill irgendwie mag, obwohl ich natürlich auch ihre Defizite nicht übersehen kann. Hatte allerdings gehofft das durch die WWE Verpflichtung sie den letzten Feinschliff bekommt. Jetzt dieser Artikel, dann auch noch Rhea Ripley …. Jade you have a problem!

  2. Money talks…

    und das ist auch alles was zählt.

    Jade Cargill kann NICHTS das fürs Wrestling wichtig ist… außer optisch so aussehen.

    Im Ring ist sie ne Katastrophe und gerade die Moves wo es auf IHRE Fähigkeiten ankommt jedesmal hochgradig gefährlich. Zum Glück verletzt sie sich eher selbst als andere… NOCH. Wobei Prellungen ja auch Verletzungen sind und die kriegen ihre Gegnerinnen ständig ab und brauchen dann ein paar Wochen Pause damits nicht schlimmer wird. (Gabs auch schon unzählige Berichte zu weil sie die Kraft mit der sie ihre Moves ausführt nicht kontrollieren kann)

    Den Mund aufmachen sollte sie lieber auch nicht, da schläft man entweder sofort ein oder rollt mit den Augen, beides nicht gut…

    Problem, und ich werd im Leben nicht verstehen wieso, sie ist unglaublich populär in den USA. Ihre social Media Präsenz ist riesig… und das ist alles was die WWE interessiert. Reichweite, Populär sein. Darum will man ja auch so spinner wie Travis Scott, oder Bad Bunny auftreten lassen. Die haben nix in einem WWE Ring zu suchen, Sorgen aber für Aufmerksamkeit, und bei Jade Cargill ist es genau das gleiche.

    Und das dies vielen im Roster stinkt ist nur natürlich. Und auch richtig so. In einem Wrestling Ring sollten WRESTLER stehen, die das gelernt haben und auch können. Nicht Bodybuilder Model Promis die einfach mal Bock darauf haben.

    • Deine Antworten sind immer sogut, ehrlich jetzt. Oft sehe ich es genauso, aber auch nicht zu selten zeigst du mir eine andere Blickrichtung. Danke dir!

  3. Ach eins noch…. AEW hat wohl zu mindest erkannt das sie nix kann, man wollte sie trotzdem pushen und die aufmerksamkeit… aber länger als 3 Minuten stand sie nie im Ring und mehr als 2 Aktionen ausführen musste sie auch nie. Bei WWE versucht man mit ihr richtige Matches aufzuziehen, und ihre Gegnerin muss dieses dann komplett tragen. Wieso die Fans ihr zujubeln werd ich wirklich niemals nicht verstehen, sie hat bei der WWE nix zu suchen.

  4. ich bin kein fan von cargill, aber dss hier hört sich schon wie ein shit storm an…. denkt mal darüber nach: Hulk Hogan konnte im Ring auch nichts. Kevin Nash konnte gar nichts. Bill Goldberg… The Great Khali…auch ein gewisser GOAT, der vor kurzem zurückgetreten ist, John Cena wurde andauernd von allen kritisiert, er könne nichts im Ring…aber auch ein Batista, was hat er gemacht als 4 Moves?

    • Also John Cena wurde oft zu hart und unrecht kritisiert was seine In-Ring-Fähigkeiten angeht, war er limitiert? Ja sicher, aber ihn mit einem Hulk Hogan, Goldberg oder Great Khali zu vergleichen ist schon hanebüchen… die hat er locker in die tasche gesteckt.

      Was diese Namen aber eben alle auch gemeinsam haben, genau wie Cargill, sie haben Geld gebracht. Aufmerksamkeit und Beliebtheit sind wichtiger als Fähigkeiten. WIESO soviele untalentierte Leute im Wrestling bei großen Teilen des Publikums ankommen weiß ich nicht, und werd ich auch nie verstehen… Hulk Hogan hat mich immer schon angeödet im Ring und außerhalb davon. Er war ja nicht mal in der Lage einen geraden Satz auszusprechen den man verstehen konnte geschweige denn im Ring zu mehr in der Lage als Punches, LEgdrop (der auch noch schlecht) und Bodyslam.

      Doch das alles ist nicht wichtig sofern die Leute Aufmerksamkeit generieren, das gleiche gilt für Cargill. Sie kann wenig bis nix das wichtig fürs Wrestling ist. Und trotzdem folgen ihr Millionen via social Media und wollen so sein wie sie… warum auch immer. Doch das generiert GELD. Also steht sie eben oben und absolute Spitzenkönner wie Rhea müssen sich mit dieser Dilettantin abgeben und hoffen das sie sich dabei nicht verletzen.

      Geld regiert, nicht können. Leider. Eigentlich müsste man auch glauben können das Leute echtes Talent und Können eher würdigen und unfähigkeit die nur durch „Blenderei“ überstrahlt wird nicht so toll finden… Aber naja… Dem ist nicht so.

    • Wobei man sagen muss das User wie Huhn z.B. immer sehr Sachlich ihre Meinung argumentieren, also ich finde das zumindest hier in Artikel und auch in den Kommentaren kein „Bashing“ betrieben wird. Aber Recht hast du natürlich schon, gerade was Mr. Charity Cena angeht, muss dazu sagen das ich vor Jahren in auch für diese mangelnde „Inring“ Fähigkeit kritisiert habe, aber nie das ganze gesehen habe.

  5. Wrestling ist im Kern halt immer noch die alte Rummelplatz-Attraktion, bei der am Ende das außergewöhnliche am meisten Interesse hervorruft.

  6. Cargill wird als Ulimatives Powerhouse genutzt und so soll der Zuschauer sie wahrnehmen. Es ist wie den Männern wie mit Lesnar und anderen auch so. Sie sollen alles und jeden mit wenigen Moves zerstören, und da dies so ist, brauchen diese „Monster“ halt nur ein paar Moves um ihren Job zu erledigen. Würde man Cargill anders einsetzen, dann würde sie sicher auch mehr Moves zeigen.

    Ich verteidige Cargill nicht, ich versuche es nur aus Sicht des Storytellings zu sehen. Und klar gibt es eine Reihe von Frauen, die mehr können (wie Rhea, die nicht umsonst wahrscheinlich zur Zeit die beliebteste weibliche Wrestlerin ist) als Cargill.

    Am Ende ist es, wie es schon erwähnt wurde: Eine Attraktion bringt halt mehr Zuschauer und somit mehr Geld … auch von den Leuten, die Cargill verlieren sehen wollen.

    • Jo, so ist es, aber ich finde die WWE hat sich mit dem Mania Match zwischen Ripley und Cargill keinen Gefallen getan. Meiner Ansicht nach manövriert man sich hier in eine komplizierte Lage, die kreativ wirklich schwer lösen zu ist. Cargill ist das Powerhouse, bekannt für Squash Matches und absolut unantastbar und Ripley ist halt auch eine der am stärksten dargestellten Frauen im Kader. Es ist jetzt nicht so als hätte Ripley eine krasse Niederlagenanzahl, sie gewinnt auch fast alles. Und Ripley jetzt einfach in einem Squash Match Cargill zum fressen vorwerfen wäre fatal für ihren Charakter.

      Cargill verlieren zu lassen und den Giganten quasi fallen zu lassen, wäre ebenfalls kritisch und bedarf dann auf jeden Fall einer Anpassung von Cargills dargestelltem Charakter. Und ein drittes Szenario wäre eine Schlacht der Giganten, welche 20-30 Minuten geht und. die dann Cargill für sich entscheidet und auch bei diesem Szenario kann ich mir nur schwer vorstellen, dass Cargill das abliefern kann bzw. Ripley Cargill dermaßen krass durch so eine Schlacht zu tragen.

      • Rhea wird das WM-Match gewinnen und so Cargill ihre Grenzen aufzeigen… zusätzlich könnte man das Match so aufbauen, dass Cargill über eine längere Distanz geht, damit kann sie zeigen, dass sie mehr im Ringe kann (wäre vom Storytelling im Match halt gut), um dann doch zu verlieren. Cargill kann sich nach WM nachdenklich zurückziehen und über ihre Fehler nachdenken und weiterentwickelt zurückkehren.

        Rhea verlieren zulassen wäre ungünstig, da sie mit Abstand beliebter ist als Cargill und die Leute wollen nun mal ihren Liebling gewinnen sehen.

        Und was das Tragen betrifft: Ja, das wäre schwer für Rhea… daher muss Cargill einfach mehr zeigen. Oder man nimmt die Eingriffs-Option: es wird von Aussen eingegriffen,einer der beiden gewinnt und beide stehen eher schwach da (wer vom Eingriff profitiert, gilt als unfähig, selber zu gewinnen und die andere Person ist schwach, da sie den Eingriff nicht abwehhren konnte) – wäre die blödeste Option.

        Ich habe die Befürchtung, dass dieses Match das schwächste bei WM werden könnte, was echt mies wäre.

Kommentare sind deaktiviert.