Die Zukunft von Aleister Black im Wrestling ist plötzlich noch ungewisser geworden, nachdem widersprüchliche Berichte über eine mögliche Rückkehr zu AEW aufgetaucht sind. Innerhalb weniger Stunden präsentierten zwei prominente Quellen vollkommen gegensätzliche Meldungen zur Frage, ob Black und AEW tatsächlich miteinander verhandeln. Damit zeichnet sich ein bemerkenswerter Konflikt ab, der die Quellenlage rund um den ehemaligen House of Black Anführer gleich auf mehreren Ebenen kompliziert macht.
SEScoops berichtet von aktiven Verhandlungen
Den Auslöser der jüngsten Diskussion lieferte Michael Reichlin auf SEScoops mit einem Bericht vom 6. Mai 2026. Demnach befindet sich Black in aktiven Verhandlungen mit AEW. Diese Information widerspricht direkt einer Welle früherer Berichte, die suggeriert hatten, AEW habe kein Interesse an einer Black-Rückkehr.
Reichlin stützt seinen Bericht auf eine Quelle mit direkter Kenntnis der Gespräche. Demnach finden die Diskussionen unabhängig von der öffentlichen Darstellung statt. Die Konditionen seien noch nicht endgültig festgelegt, und es liege noch keine Vereinbarung vor.
Fightful dementiert klar
Nur wenig später folgte ein deutliches Gegen-Statement. Sean Ross Sapp von Fightful Select postete auf X eine knappe, aber eindeutige Klarstellung: „AEW hat gegenüber Fightful dementiert, dass derzeit Verhandlungen mit Malakai Black laufen.“
Damit liegen zwei direkt gegensätzliche Aussagen vor. Während SEScoops von aktiven Gesprächen berichtet, weist AEW auf direkte Nachfrage von Fightful jegliche Verhandlungen zurück. Welche Quelle sich durchsetzt, dürfte sich in den kommenden Wochen klären, gerade weil Black aktuell ohnehin eine 90-tägige Wettbewerbssperre absitzt, die ihn ohne formales Engagement bei jeder anderen Promotion bis Anfang August 2026 davon abhält.
Vorgeschichte einer komplizierten Beziehung
Black war im Rahmen der WWE-Entlassungswelle vom 24. April 2026 entlassen worden, gemeinsam mit vielen weiteren Talenten. Auch seine Ehefrau Zelina Vega war Teil dieser Trennungswelle und unterliegt der gleichen 90-Tage-Sperrfrist. Damit standen mehrere prominente Free Agents gleichzeitig auf dem Markt, was die Diskussion um eine mögliche AEW-Rückkehr Blacks zusätzlich verstärkte.
Black, mit bürgerlichem Namen Tom Budgen, war bei AEW von 2021 bis 2025 unter dem Namen Malakai Black aktiv. Während dieser Phase führte er die Gruppierung House of Black an und gewann gemeinsam mit Brody King und Buddy Matthews die AEW World Trios Championships. Seine Zeit bei der Promotion war allerdings auch von langen Abwesenheitsphasen, Spekulationen über Verletzungen und Statusfragen geprägt, ehe er im April 2025 zur WWE zurückkehrte.
Bemerkenswerte erste WWE-Trennung 2021
Eine bemerkenswerte historische Komponente liefert Blacks erste WWE-Trennung im Jahr 2021. Die WWE hatte damals fälschlicherweise seinen Vertrag als Wechsel von NXT zum Main Roster strukturiert, was zu einer 30-Tage-Sperrfrist statt der üblichen 90 Tage führte. Diese Verkürzung ermöglichte Blacks Schock-Debüt bei AEW Dynamite mit einem Angriff auf Cody Rhodes nur knapp einen Monat nach seinem WWE-Cut.
AEW-Stimmen mit deutlicher Ablehnung
Auffällig ist die Tonalität, mit der mehrere AEW-Stimmen öffentlich auf die Spekulationen rund um eine Black-Rückkehr reagierten. AEW-Talent-Coordinator Shawn Dean antwortete auf Threads auf einen Fan-Vorschlag zur House-of-Black-Reunion mit Vega schlicht mit einem klaren „No“. Max Caster teilte ein Meme mit der Aussage „Wir wollen ihn nicht!“, das anschließend von MJF weitergeteilt wurde.
Diese öffentlichen Ablehnungs-Signale werden in der Branche als Indikator für eine eher reservierte AEW-Locker-Room-Stimmung gegenüber Black gewertet. Auch wenn diese Aussagen nicht direkt offizielle AEW-Positionen darstellen, zeigen sie eine Tendenz, die das Fightful-Dementi zumindest emotional untermauert.
Meltzer-Hintergrund zur AEW-Unzufriedenheit
Dave Meltzer hatte im Wrestling Observer Newsletter detaillierte Hintergründe zu Blacks AEW-Phase geliefert. Demnach seien einige innerhalb von AEW unzufrieden mit Blacks Booking-Arrangement gewesen, mit Verweis auf seine ungewöhnlich niedrige Verlust-Statistik. Zudem sei Blacks Wunsch, zur WWE zu wechseln, deutlich geworden, sobald Triple H die kreative Kontrolle bei der WWE übernommen hatte.
Meltzer ergänzte einen wichtigen Stimmungsaspekt. Die AEW-Locker-Room-Stimmung sei aktuell die stärkste seit Jahren. Genau in dieser Phase sei manchen Mitgliedern unwohl bei dem Gedanken, einen Wrestler zurückzubegrüßen, dessen Herz offensichtlich woanders gewesen sei. Damit liefert Meltzer eine weitere Erklärung für die zurückhaltende AEW-Reaktion auf eine mögliche Black-Rückkehr.
Jim Ross mit nuancierter Stimme
Eine etwas andere Perspektive liefert Jim Ross. In seinem Grilling-JR-Podcast äußerte sich der WWE Hall of Famer differenziert zur Black-Frage. Ross glaubt nicht, dass Black die Brücke zu AEW komplett verbrannt habe, gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass dessen Chancen ablaufen würden. Er stellte die Verlässlichkeit von Black außerhalb des Rings infrage.
Trotz dieser Vorbehalte sprach Ross sich grundsätzlich positiv über Black aus und ließ durchblicken, dass er den ehemaligen House-of-Black-Anführer „in einer Sekunde“ wieder einstellen würde, wenn Tony Khan ihn fragen würde.
Brody-King-Karriere als Gegenargument
Ein zusätzliches Argument gegen eine House-of-Black-Reunion liefert die Karriere-Entwicklung von Brody King. Seit Blacks Abgang hat sich King bei AEW eigenständig etabliert. Er gewann 2025 die AEW World Tag Team Championships gemeinsam mit Bandido und entwickelte sich 2026 zu einem konstanten AEW World Championship-Kandidaten. Eine House of Black Reunion könnte aus dieser Perspektive Kings sportliche Eigenständigkeit untergraben, statt sie zu stärken.
Mike-Johnson-Hintergrund zum WWE-Cut
Eine weitere Detailinformation liefert Mike Johnson vom PWInsider. Demnach soll ein „Power Player innerhalb der TKO Group Holdings“ mit Blacks Horror-inspirierter Charakter-Arbeit unzufrieden gewesen sein. Diese interne Unzufriedenheit könnte ein zusätzlicher Hintergrund für seinen jetzigen Cut sein, was die WWE-Trennung erzählerisch tiefer einordnet.
Aus dieser Perspektive war Blacks WWE-Phase nicht nur sportlich, sondern auch kreativ herausfordernd. Sein Charakter-Konzept passte offenbar nicht zu allen Stellen der TKO-Führung, was die Trennung möglicherweise jenseits einer reinen Cut-Welle motivierte.

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