Leider mussten bei beiden TV-Shows spürbare Quotenrückgänge hingenommen werden. Sowohl die Dynamite-Ausgabe vom 22. April als auch die Collision-Folge vom 25. April verzeichneten deutlich niedrigere Zuschauerzahlen als der aktuelle Vier-Wochen-Durchschnitt – sowohl in der Gesamtzuschauerschaft als auch in der werberelevanten Zielgruppe. Die laufenden NBA- und NHL-Play-offs setzten AEW dabei besonders unter Druck.
Dynamite-Quoten markieren niedrigsten Wert seit Februar
Die Dynamite-Folge vom 22. April erreichte im Durchschnitt 617.000 Zuschauer und lag damit 13 Prozent unter den 710.000 der Vorwoche sowie 14 Prozent unter dem gleitenden Vier-Wochen-Durchschnitt von 715.000. Es ist die niedrigste Zuschauerzahl der Flaggschiff-Show seit dem 11. Februar mit damals 604.000 Zuschauern.
Auch in der Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen verzeichnete die Show mit einem Wert von 0,10 ein deutliches Minus, ein Rückgang von 17 Prozent gegenüber der Vorwoche und 29 Prozent gegenüber dem Vier-Wochen-Durchschnitt von 0,14. In der Kabel-Primetime-Wertung des Mittwochabends belegte Dynamite den geteilten zehnten Platz, in der älteren Zielgruppe der 25- bis 54-Jährigen reichte ein Wert von 0,19 für Rang sieben. Streaming-Zahlen über HBO Max sind in diesen Quoten nicht enthalten.
Im sportlichen Programm bot Dynamite reichlich Substanz für die kommenden Wochen. Darby Allin verteidigte erstmals den AEW Men’s World Championship erfolgreich gegen Tommaso Ciampa. MJF lockte Kevin Knight in ein Match um den AEW TNT Championship für die folgende Woche. Will Ospreay verlor zudem überraschend gegen Mark Davis, was offenbar mit den anhaltenden Nackenproblemen des Briten zusammenhängt. Damit entstanden auf einen Schlag mehrere Storylines, die die Marschrichtung in Richtung Double or Nothing 2026 prägen dürften.
Collision verzeichnet ebenfalls deutlichen Quotenrückgang
Auch die Collision-Ausgabe vom 25. April fiel hinter den Erwartungen zurück. Die durchschnittlichen Zuschauerzahlen sanken nach zwei Wochen über der 400.000er-Marke wieder darunter und landeten bei 397.000 Zuschauern, gegenüber 473.000 in der Vorwoche. Damit liegt der Wert deutlich unter dem Vier-Wochen-Durchschnitt von 450.000 und auch unter dem 2026er-Jahresschnitt von rund 447.000 Zuschauern.
In der Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen erzielte Collision lediglich einen Wert von 0,05 nach 0,08 in der Vorwoche, was einem Rückgang von 38 Prozent entspricht. Zur Einordnung: Die ursprünglich für den 16. April geplante Collision-Folge war kurzfristig aus dem Programm genommen worden, was die Vergleichsbasis zusätzlich verkleinert hat.
Sportlich bot die Collision-Ausgabe ebenfalls einen dichten Programm-Mix. The Conglomeration verteidigten den AEW-Trios-Titel gegen The Don Callis Family. Death Riders und The Dogs setzten sich gegen The Young Bucks und The Rascalz durch. Thekla und Skye Blue besiegten Persephone und Alex Windsor mit Unterstützung von Julia Hart. Im Main Event setzte sich The Demand gegen Chris Jericho und The Hurt Syndicate durch.
NBA und NHL als entscheidende Konkurrenzfaktoren
Beide AEW-Shows trafen jedoch auch auf eine außergewöhnlich starke Sport-Konkurrenz. Am Mittwoch dominierten die NBA-Playoffs auf ESPN und die NHL-Playoffs auf TNT die Cable-Primetime mit den ersten beiden Plätzen. Auch am Freitag und Samstag setzten sich die NBA- und NHL-Playoffs an die Spitze, mit Werten von 0,52 beziehungsweise 0,34 in der wichtigsten Zielgruppe. Damit prallten die AEW-Quoten auf einen sportlichen Doppel-Höhepunkt, der die Reichweite quer durchs Wrestling-Programmangebot dieser Woche eingedämmt hat.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar