AEW setzt besonderes Zeichen für Rebel – WBD-Übernahme vorerst ausgebremst

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Bei AEW gibt es derzeit zwei bemerkenswerte Themen, die über das unmittelbare Ringgeschehen hinausgehen. Neben einer besonderen Ausgabe von Dynamite im September sorgt die ungewisse Zukunft des langjährigen Medienpartners Warner Bros. Discovery für neue Fragen. Die bestehende Zusammenarbeit bleibt kurzfristig unverändert, die weitere Lage ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.

„AEW Rebel Heart Dynamite“ für September angekündigt

AEW wird die Dynamite-Ausgabe vom 9. September 2026 dem langjährigen Roster-Mitglied Rebel widmen. Die unter dem Namen „AEW Rebel Heart Dynamite“ angekündigte Show findet in der Akins Ford Arena in Athens im US-Bundesstaat Georgia statt.

Die Veranstaltung soll Rebel unterstützen, nachdem bei ihr im März 2026 Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, diagnostiziert worden war. Die fortschreitende Erkrankung greift Nervenzellen an, die für die Steuerung der Muskulatur verantwortlich sind. AEW hatte sich bereits in den vergangenen Monaten mehrfach öffentlich hinter die 47-Jährige gestellt.

Nach Angaben der Promotion soll Rebel bei der besonderen Dynamite-Ausgabe persönlich anwesend sein. Darüber hinaus kündigte AEW eine Spende an die Organisationen I AM ALS und Team Gleason an, die Betroffene sowie deren Angehörige unterstützen und sich für die Erforschung und öffentliche Wahrnehmung der Erkrankung einsetzen.

Die Zuschauer in der Arena sollen außerdem ein limitiertes Rebel-Sammelkartenblatt von Upper Deck erhalten, solange der Vorrat reicht. Damit verbindet AEW die Würdigung ihres langjährigen Roster-Mitglieds mit einer Aktion, die zugleich auf die Erkrankung und die Arbeit der Hilfsorganisationen aufmerksam machen soll.

AEW unterstützt Rebel bereits seit mehreren Monaten

Die Sonderausgabe ist nicht die erste öffentliche Unterstützungsaktion der Promotion. Während AEW Double or Nothing trugen mehrere Wrestlerinnen und Wrestler rote „Rebel Heart“-Armbänder. Auch Mick Foley zeigte das Armband bei seinem ersten Auftritt für AEW. Tony Schiavone würdigte Rebel zudem während einer Collision-Ausgabe, während Tony Khan nach Double or Nothing auf die geplante Zusammenarbeit mit verschiedenen ALS-Organisationen verwies.

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Im Juni brachte AEW schließlich eine „Rebel Heart“-Kollektion mit einem T-Shirt und einem Armband auf den Markt. Nach Angaben des Unternehmens gehen 100 Prozent der daraus erzielten Gewinne an I AM ALS und Team Gleason.

Rebel, deren bürgerlicher Name Tanea Brooks lautet, gehörte zu den ursprünglichen Mitgliedern des AEW-Rosters. Auch wenn sie seit längerer Zeit nicht mehr aktiv im Ring steht, wird sie von der Promotion weiterhin als Teil des Unternehmens geführt. Eine Bezeichnung als ehemaliger AEW-Star wäre deshalb derzeit nicht zutreffend.

Paramount-WBD-Übernahme vorerst gestoppt

Parallel dazu hat sich die Situation um den AEW-Medienpartner Warner Bros. Discovery verändert. Die geplante Übernahme des Konzerns durch Paramount Skydance wird vorerst nicht abgeschlossen. Hintergrund sind wettbewerbsrechtliche Klagen mehrerer US-Bundesstaaten sowie ein separates Verfahren der Writers Guild of America.

In einigen Berichten war zunächst von einer verlängerten einstweiligen Verfügung die Rede. Juristisch handelt es sich jedoch um eine Stillhaltevereinbarung zwischen Paramount, Warner Bros. Discovery und den klagenden Parteien. Paramount hat sich demnach verpflichtet, die Transaktion bis zu einer gerichtlichen Entscheidung oder spätestens bis zum 1. Juni 2027 nicht zu vollziehen.

Die zuvor angesetzte Anhörung über eine vorläufige Verfügung wurde daraufhin abgesagt. Der Fall soll nun in einem umfassenderen Gerichtsverfahren geklärt werden. Ein Termin für das Hauptverfahren steht bislang nicht fest.

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Die zwölf beteiligten Bundesstaaten befürchten, dass der Zusammenschluss die Marktmacht des neuen Medienkonzerns erheblich stärken und den Wettbewerb in der Film- und Fernsehbranche einschränken könnte. Das US-Justizministerium war nach einer eigenen Prüfung zuvor zu einer anderen Einschätzung gekommen und hatte entschieden, die Transaktion nicht anzufechten.

Für AEW ändert sich kurzfristig nichts

Für AEW hat die Verzögerung zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen. Dynamite läuft in den USA weiterhin auf TBS, Collision wird auf TNT ausgestrahlt. Beide Shows stehen zusätzlich über den Streamingdienst HBO Max zur Verfügung.

AEW und Warner Bros. Discovery hatten im Herbst 2024 eine mehrjährige Medienvereinbarung abgeschlossen. Der aktuelle Vertrag bleibt von dem laufenden Verfahren zunächst unberührt. Die Promotion kann ihre wöchentlichen Shows und weitere Inhalte daher wie geplant über die bestehenden Plattformen verbreiten.

Zu weitreichend wäre allerdings die Aussage, dass die AEW-TV-Rechte dauerhaft nicht mehr gefährdet seien. Ob ein späterer Zusammenschluss zwischen Paramount und WBD langfristige Auswirkungen auf die Rechteverteilung, die Senderstrategie oder den Streamingbereich hätte, lässt sich derzeit nicht verlässlich beurteilen.

Vorerst bleibt die bestehende Partnerschaft unverändert. Während die rechtliche Auseinandersetzung um die geplante Übernahme weiterläuft, richtet AEW den Blick zunächst auf die kommenden Shows und die besondere Dynamite-Ausgabe zu Ehren von Rebel.

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