AEW positioniert Revolution neu: WrestleMania 43 verändert den Wrestling-Kalender

Zu sehen ist eine zweigeteilte Wrestling-Grafik mit dem WrestleMania-43-Logo vor einer goldenen, an Saudi-Arabien erinnernden Stadtkulisse auf der linken Seite und dem AEW-Revolution-Logo vor einer dunklen Arena- und Weltkugel-Szenerie auf der rechten Seite
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Das WrestleMania-Wochenende 2027 könnte sich in den USA vollkommen anders entwickeln als in den vergangenen Jahren. Während WWE seine größte Veranstaltung erstmals außerhalb Nordamerikas austrägt, beginnen andere Promotions und Veranstalter offenbar längst damit, die dadurch entstandene Lücke für eigene Pläne zu nutzen.

AEW Revolution soll auf den WrestleMania-Samstag rücken

Die Planungen von AEW für das Frühjahr 2027 werden offenbar immer konkreter. Laut einem aktuellen Bericht aus dem Q&A-Format von Fightful Select wird derzeit davon ausgegangen, dass „Revolution” am Samstag der „WrestleMania 43”-Woche stattfinden wird.

Ein Veranstaltungsort steht bislang nicht fest. Nach den vorliegenden Informationen plant AEW für „Revolution” allerdings derzeit keine Stadionshow. Damit würde das Unternehmen eines seiner wichtigsten Pay-per-Views gezielt in einem außergewöhnlichen Zeitraum platzieren, ohne unmittelbar eine Veranstaltung in der Größenordnung von „All In” daraus machen zu wollen.

Bemerkenswert wäre bereits die Verschiebung im Kalender. Revolution findet traditionell wesentlich früher im Jahr statt und wurde bislang überwiegend Ende Februar oder im März veranstaltet. Ein Termin während der WrestleMania-Woche im April würde eine bewusste Veränderung des Platzes eines etablierten AEW-PPV darstellen.

Von einem direkten, zeitgleichen Duell mit WrestleMania sollte allerdings noch nicht gesprochen werden. Bislang hat die WWE keine genauen Startzeiten für WrestleMania 43 bekannt gegeben. Aufgrund des erheblichen Zeitunterschieds zwischen Saudi-Arabien und den USA ist es möglich, dass die WrestleMania-Show in Riad bereits beendet ist, bevor Revolution in den Vereinigten Staaten beginnt.

Tony Khan hatte bereits früh große Pläne für das Frühjahr 2027

Diese Entwicklung kommt nicht vollkommen überraschend. Tony Khan hatte bereits lange zuvor öffentlich sein Interesse bekundet, im Rahmen von WrestleMania 43 eine bedeutende AEW-Veranstaltung in den Vereinigten Staaten auszurichten. Der AEW-Präsident verwies dabei ausdrücklich auf „Revolution” und kündigte für das Frühjahr 2027 eine große Ausgabe des Pay-per-Views an. Die neue Meldung stellt deshalb weniger eine völlig neue Idee als vielmehr eine Konkretisierung bereits bestehender Überlegungen dar.

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Die besondere Ausgangslage wurde durch WWE selbst geschaffen. WrestleMania 43 wird im April 2027 in Riad stattfinden und damit erstmals in der Geschichte der Veranstaltung außerhalb Nordamerikas ausgetragen werden.

WWE räumt den US-Markt während WrestleMania nicht

WWE hat allerdings längst darauf reagiert und wird trotz der Veranstaltung in Saudi-Arabien auch in den Vereinigten Staaten umfangreich präsent sein. Bereits im Juli kündigte das Unternehmen mehrere Veranstaltungen für New York an. NXT Stand & Deliver und AAAs Eternal Glory sollen während des WrestleMania-43-Wochenendes im Infosys Theater im Madison Square Garden stattfinden.

Darüber hinaus richtet WWE dort offizielle Watchpartys für WrestleMania aus. Gemeinsam mit Fanatics sind außerdem Fan-Erlebnisse und spezielle Merchandise-Aktivitäten in New York vorgesehen. Weitere offizielle Watchpartys in anderen amerikanischen Städten sollen noch angekündigt werden.

Laut WrestleVotes rechnen WWE-Verantwortliche bereits seit geraumer Zeit mit einer bedeutenden AEW-Präsenz in den USA während dieses Wochenendes. Eine Quelle führte diese Erwartung sogar als einen Grund dafür an, dass WWE seine amerikanischen WrestleMania-Pläne ungewöhnlich früh öffentlich gemacht habe.

Starrcast möchte offenbar erneut mit AEW zusammenarbeiten

AEW könnte wiederum nicht allein auftreten. Nach Informationen von Fightful soll Starrcast Interesse daran haben, erneut mit der Promotion zusammenzuarbeiten. Eine solche Partnerschaft hätte historischen Hintergrund. Starrcast war bereits in früheren Jahren eng mit großen AEW-Veranstaltungen und deren Rahmenprogramm verbunden. Sollte es 2027 erneut zu einer Zusammenarbeit kommen, könnte Revolution zum Mittelpunkt eines wesentlich größeren Wrestling-Wochenendes werden.

Auch WrestleCon beschäftigt sich bereits mit der ungewöhnlichen Situation. Promoter Michael Bochicchio erklärte Anfang des Jahres, mit anderen Veranstaltern, darunter Conrad Thompson von Starrcast, über Möglichkeiten für 2027 gesprochen zu haben. Eine Idee sei, unabhängig vom eigentlichen WrestleMania-Standort eine amerikanische Stadt zu einem Treffpunkt für Wrestling-Fans und Independent-Promotions zu machen. Bochicchio brachte dabei unter anderem New Orleans als denkbare Option ins Gespräch, ohne dass bislang ein Standort festgelegt wurde.

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Independent-Promoter warten offenbar auf AEWs Entscheidung

Die neuesten Informationen von Fightful zeigen, dass diese Überlegungen inzwischen weitergehen. Mehrere Independent-Veranstalter sollen sich aktiv danach erkundigen, wo AEW seine Show plant. Diese Information würde ihnen ermöglichen, eigene Veranstaltungen und Conventions geografisch und zeitlich rund um Revolution aufzubauen.

Damit könnte 2027 erstmals ein größeres amerikanisches Wrestling-Wochenende entstehen, das nicht direkt um WrestleMania selbst herum organisiert ist. In den vergangenen Jahren profitierten Independent-Promotions vor allem davon, sich in derselben Stadt wie WWE niederzulassen und die ohnehin angereisten Fans anzusprechen. Durch WrestleMania in Saudi-Arabien fällt dieses traditionelle Modell weg. Revolution könnte nun zumindest teilweise die Rolle des großen Anker-Events übernehmen, um das herum weitere Promotions ihre Shows veranstalten.

3 Kommentare

  1. egal, ob die Show in Riad schon zu ende ist, bevor die nächste in den USA anfängt, glauben die nicht, dass es vielleicht einfach „zu viel“ Wrestling an einem Wochenende ist? Warum nicht eine oder zwei Wochen früher oder später sein eigenes Programm abspielen?

    • Wenn fast niemand Wrestlemania schaut… Nein, WWE und TKO haben sich selbst eine große Falle gelegt: dauernd Konkurrenz zu AEW gehen, selber immer schlechter werden und dann aus den USA raus. Mehr als nachvollziehbar das AEW das jetzt dann nutzt. Früher hat AEW die WWE ihr Ding am Wrestlemania Wochenende machen lassen aber WWE meinte ja es wäre schlau das eigene Produkt zu vernachlässigen und sich dafür mehr auf die Konkurrenz „die keine ist“ zu konzentrieren und jetzt werden ihr halt aktiv Marktanteile am wichtigsten Wochenende für WWE weggenommen. Mein Mitleid hält sich sehr engen Grenzen.

  2. Leider kann ich mir WWE PPV nicht mehr ansehen, seitdem sie über Netflix laufen. Da ist Nonstop Werbung mit ein bisschen Wrestling zwischendrin. Das tut ich mir nicht mehr an. Werde nur den PPV von AEW schauen.

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