Die enge Verbindung zwischen AEW und Warner Bros. Discovery hat in den vergangenen Jahren immer wieder ungewöhnliche Ideen hervorgebracht. Eine davon blieb bislang weitgehend im Hintergrund und zeigt nun, wie konkret die Überlegungen rund um die Streamingstrategie zeitweise offenbar waren.
AEW diskutierte offenbar über eine „MAX Championship“
Wie Sean Ross Sapp in einer aktuellen Fragerunde von Fightful Select erklärte, wurde bei AEW zu einem früheren Zeitpunkt tatsächlich über die Einführung einer sogenannten „MAX Championship“ gesprochen. Der Name sollte sich auf den damaligen Streamingdienst Max von Warner Bros. Discovery beziehen und damit die Verbindung zwischen AEW und seinem langjährigen Medienpartner auch innerhalb des Wrestling-Produkts sichtbar machen.
Sapp kam auf das Thema zu sprechen, als er nach Championships gefragt wurde, die innerhalb von AEW diskutiert wurden, letztlich jedoch nie eingeführt worden sind. Dabei erinnerte er sich an Berichte, wonach die spätere Continental Championship zeitweise mit der MAX Championship in Verbindung gebracht worden sei.
Ganz so einfach sei die Geschichte allerdings nicht. Sapp hatte Tony Khan selbst auf die Angelegenheit angesprochen. Der AEW-Präsident habe ihm deutlich gemacht, dass die Continental Championship nicht einfach ursprünglich unter dem Namen „MAX Championship“ geplant gewesen sei. Khan räumte laut Sapp jedoch ein, dass eine solche Idee möglicherweise diskutiert worden war.
Tony Khan widersprach einer direkten Verbindung zur Continental Championship
Nach Khans Darstellung entsprach die Continental Championship vielmehr weitgehend einem Titelkonzept, das er ohnehin bereits umsetzen wollte. Damit handelt es sich offenbar um zwei voneinander getrennte Überlegungen, die sich zeitlich überschnitten. Auch Quellen aus dem Umfeld von AEW und Warner Bros. Discovery hätten Sapp erklärt, dass die Idee einer MAX Championship existiert habe. Mit der späteren Einführung der Continental Championship sei das Konzept eines nach dem Streamingdienst benannten Gürtels jedoch nicht weiterverfolgt worden.
Das ist ein wichtiger Unterschied: Die Continental Championship sollte demnach nicht lediglich einen anderen Namen erhalten. Vielmehr befand sich eine zusätzliche oder alternative Championship-Idee zeitweise auf dem Tisch, bevor AEW letztlich einen anderen Weg einschlug.
Die Streaminggespräche von 2023 liefern den entscheidenden Hintergrund
Der Zeitpunkt dieser Überlegungen passt zu den damaligen Gesprächen zwischen AEW und Warner Bros. Discovery. Bereits im Laufe des Jahres 2023 wurde intensiv darüber gesprochen, wie AEW stärker in die Streamingplattform Max integriert werden könnte. Tony Khan erklärte damals mehrfach öffentlich, dass er sich eine umfangreiche Präsenz seiner Promotion auf dem Dienst wünsche. Im August 2023 bezeichnete er es sogar als seinen Traum, möglichst viele AEW-Inhalte über Max verfügbar zu machen. Parallel dazu gab es Gespräche darüber, künftig auch Pay-per-View-Events über die Plattform anzubieten.
Laut Sapp wandte sich Warner Bros. Discovery im Sommer 2023 an AEW, um eine mögliche Übertragung der Pay-per-Views über Max zu besprechen. Zu diesem Zeitpunkt sollen beide Seiten davon ausgegangen sein, bei ihren Verhandlungen bereits vergleichsweise weit vorangekommen zu sein. In diesem Umfeld soll auch die MAX Championship diskutiert worden sein. Die Continental Championship wurde einige Monate später offiziell eingeführt. Im November 2023 kündigte AEW den ersten Continental Classic an, dessen Sieger zugleich der erste Continental Champion werden sollte. Eddie Kingston gewann das Turnier Ende Dezember 2023.
Aus den Gesprächen entstand schließlich eine deutlich größere Partnerschaft
Auch wenn die MAX Championship nie Wirklichkeit wurde, entwickelte sich die Zusammenarbeit zwischen AEW und Warner Bros. Discovery später wesentlich weiter, als es ein gebrandeter Championship Belt vermocht hätte. Ab 2025 wurden Dynamite und Collision in den Vereinigten Staaten zusätzlich zu ihren linearen TV-Ausstrahlungen auch live auf Max angeboten. Gleichzeitig begann Warner Bros. Discovery damit, ältere AEW-Shows sowie Pay-per-View-Inhalte in die Streamingbibliothek aufzunehmen.
Im September 2025 folgte schließlich der nächste große Schritt. „AEW All Out” wurde als erstes Live-Pay-per-View des Unternehmens direkt über den Streamingdienst angeboten. Damit wurde eine Idee umgesetzt, über die beide Seiten bereits zwei Jahre zuvor gesprochen hatten. Inzwischen trägt der Dienst wieder den Namen HBO Max. Die Bezeichnung „MAX Championship” ergibt dennoch Sinn, da Warner Bros. Discovery HBO Max im Mai 2023 in „Max” umbenannt hatte und die ursprünglichen Überlegungen genau in diese Phase fielen.
Ausgerechnet die Zahl der AEW-Titel wird inzwischen intern diskutiert
Rückblickend wirkt die verworfene Idee besonders interessant, weil AEW seinen Titelbestand in den folgenden Jahren ohnehin weiter ausbaute. Neben den bereits etablierten Championships kamen weitere Gürtel und Turnierkonzepte hinzu.
Sean Ross Sapp berichtete im Mai 2026, dass es derzeit keine konkreten kreativen Pläne gebe, mehrere AEW-Titel zusammenzulegen. Gleichzeitig hätten ihm jedoch mehrere Personen innerhalb der Promotion signalisiert, eine Konsolidierung grundsätzlich zu begrüßen. Hintergrund ist unter anderem die Diskussion darüber, ob AEW inzwischen zu viele Championships gleichzeitig präsentiert.
Hoffentlich führt die interne Diskussion darüber ob es zu viele Titel gibt zu entsprechenden Konsequenzen.
Der Trios Titel muss weg, und mindesten einer der Männer-Midcard Titel auch, egal welcher der 3. Besser noch wäre es 2 der aktuellen Midcard Titel einzustampfen.
Man könnte dann auch darüber nachdenken ob man dadurch Platz für einen neuen Titel schafft der aber „speziell“ ist. Sowas ähnliches wie den Hardcore Titel bei WWE damals zb… Man hat viele Wrestler die sowieso Hardcore zur Sache gehen und das lieben… kann man einen Titel prima für machen…
Aber 4 Mäner Midcard Titel die alle irgendwie „gleich“ sind braucht es wirklich nicht.