Kurz vor AEW All Out hat Tony Khan in seinem traditionellen Media Call zahlreiche Themen rund um die aktuelle Lage des Unternehmens angesprochen. Dabei ging es nicht nur um die Matchcard für das Wochenende, sondern auch um Verletzungen, Vertrags- und Zukunftsfragen sowie einige Entwicklungen hinter den Kulissen.
Mercedes Moné war ursprünglich für AEW All Out eingeplant
Eine der wichtigsten neuen Informationen betrifft Mercedes Moné. Khan bestätigte, dass sie ursprünglich bei All Out wrestlen sollte, aufgrund ihrer gebrochenen Nase jedoch keine medizinische Freigabe erhielt. Moné würde nach Khans Aussage sehr gerne antreten, doch AEW werde die Entscheidung der Ärzte respektieren. Gleichzeitig zeigte er sich äußerst optimistisch, dass die frühere TBS Championesse bereits im Oktober wieder in den Ring zurückkehren kann. Wer ursprünglich ihre Gegnerin bei All Out sein sollte, verriet Khan nicht. Damit bleibt auch offen, wie stark ihre Verletzung die ursprüngliche Matchcard verändert hat.
Mara Sadè bleibt vor All Out ein möglicher Überraschungsname
Bei Persephones Open Challenge um die TBS Championship wollte Khan die Identität der Gegnerin bewusst nicht preisgeben. Auf Mara Sadè angesprochen, bezeichnete er sie jedoch als äußerst interessantes junges Talent und als jemanden, den die Fans im Auge behalten sollten.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält diese Aussage durch einen aktuellen Fightful-Bericht. Demnach soll Sadè bereits einen regulären Vertrag bei AEW unterschrieben haben. Ob sie tatsächlich bei All Out gegen Persephone antreten wird, ist allerdings weiterhin nicht bestätigt.
Worlds End 2026 findet definitiv statt
Khan bestätigte außerdem erstmals ausdrücklich, dass AEW Worlds End auch 2026 veranstalten wird. Das Unternehmen arbeite derzeit an der Planung des Kalenders für die letzten Monate des Jahres. Wie gewohnt soll bei Worlds End das Continental Classic sein Ende finden. Ein konkretes Datum und einen Austragungsort nannte er noch nicht. Aufgrund des ungewöhnlichen Kalenders rund um Weihnachten und seiner Verpflichtungen bei den Jacksonville Jaguars hatte es zuletzt Fragen gegeben, wann AEW die Veranstaltung terminieren könnte.
AEW sieht mehr PPV-Käufe durch besondere Pre-Show-Strategie
Bemerkenswert offen sprach Khan über eine Vermarktungsstrategie, die AEW inzwischen mehrfach eingesetzt hat. Wenn ein Match der kostenlosen Pre-Show beginnt und erst nach dem offiziellen Start des Pay-per-Views endet, registriere AEW tatsächlich einen Anstieg der Käufe. Beim ersten Versuch habe dies laut Khan „fantastisch“ funktioniert. Die Methode wurde später unter anderem beim Casino Trios Royale bei All In erneut genutzt. AEW möchte dieses Konzept allerdings nicht zwangsläufig bei jeder Veranstaltung einsetzen, sondern nur dann, wenn es zur jeweiligen Card passt.
2026 soll AEWs bislang stärkstes HBO-Max-PPV-Jahr sein
Auch die Streamingentwicklung bewertete Khan positiv. Nach seiner Darstellung erzielten Revolution, Double or Nothing und All In 2026 jeweils besonders starke Ergebnisse auf HBO Max. Für All Out erwartet er ebenfalls eine bessere Performance auf der Plattform als im Vorjahr.
Beim anstehenden Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery bleibt er ebenfalls optimistisch. Khan bezeichnete die Entwicklung erneut als sehr positiv für AEW und erklärte, er werde alles dafür tun, dass das Unternehmen auch in einer neuen Konzernstruktur eine wichtige Rolle spielt. Dabei erinnerte er daran, dass nach der früheren Warner-Discovery-Fusion ebenfalls zunächst Unsicherheit geherrscht habe. Letztlich seien daraus zusätzliche Möglichkeiten wie AEW Collision entstanden.
Steven Borden erhält großes Lob von Tony Khan
Ausführlicher sprach Khan auch über Steven Borden. Er kenne Stings Sohn bereits aus dessen Football-Zeit an der University of Kentucky und habe ihn damals sogar für ein Tryout bei den Jacksonville Jaguars nach Florida geholt. Mit dem Ende seiner Football-Karriere und der Wrestling-Rückkehr seines Vaters sei auch Stevens eigenes Interesse am Wrestling stärker geworden. Khan lobte ihn als hart arbeitenden, lernwilligen und sympathischen jungen Wrestler. Er zeigte sich außerdem begeistert davon, wie schnell die Fans auf Borden reagiert haben.
Kofi Kingston und Austin Creed werden bereits zu Mentoren
Khan äußerte sich ebenfalls sehr positiv über Kofi Kingston und Austin Creed. Neben ihren Leistungen im Ring hätten beide inzwischen auch backstage einen starken Eindruck hinterlassen. Andere Wrestler würden sie bereits gezielt um Rat bitten, weshalb Khan sie als wertvolle Mentoren innerhalb des AEW-Locker-Rooms bezeichnete. Auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten von Kofi und Creed im Zusammenspiel mit Swerve Strickland hob er positiv hervor.
Tony Khan äußert sich zu Ciampa, MJF und mehreren All-Out-Themen
Tommaso Ciampa bezeichnete Khan als hervorragende Verstärkung für AEW. Sein Match gegen Kazuchika Okada bei All Out erwartet er als besonders physische Begegnung und als eines der Matches, auf die er sich persönlich am meisten freut.
MJFs Platz eins im aktuellen PWI 500 bezeichnete Khan als großartige Auszeichnung und weiteren Erfolg für AEW. Auch Will Ospreays aufwendigen Entrance bei All In lobte er ausdrücklich. Die Kombination aus Videopaket und Live-Präsentation hat für ihn hervorragend funktioniert.
Zur Rivalität zwischen Jamie Hayter und Alex Windsor sowie Megan Bayne und Lena Kross wollte Khan dagegen nicht verraten, ob sie nach All Out fortgesetzt wird.
Für einen humorvollen Moment sorgte schließlich eine Anspielung auf die Serie „Curb Your Enthusiasm“. Darin gerät Larry David mit dem Besitzer des Cafés Mocha Joe’s in Streit und eröffnet direkt daneben aus Trotz seinen eigenen Konkurrenzladen „Latte Larry’s“. Vor dem Hintergrund einer gleichzeitig in der Region stattfindenden WWE-Veranstaltung (Worlds Collide) wurde Khan gefragt, ob AEW in diesem Vergleich eher Mocha Joe’s oder Latte Larry’s sei.
Khan entschied sich lachend für Mocha Joe’s und positionierte AEW damit scherzhaft als das bereits bestehende Geschäft, während WWE in dieser Analogie eher dem später eröffneten Konkurrenzladen entsprechen würde. Gleichzeitig nutzte er den Verweis für einen kleinen Werbegag und erinnerte daran, dass „Curb Your Enthusiasm“ auf HBO Max verfügbar ist.
Andy Williams arbeitete bereits an einem konkreten AEW-Projekt
Besonders persönlich wurde Khan bei Andy „The Butcher“ Williams. Bereits bekannt war, dass Williams vor seinem Tod Interesse an einer zukünftigen Tätigkeit hinter den Kulissen von AEW gezeigt hatte. Khan verriet nun erstmals konkreter, woran beide gearbeitet hatten.
Williams wollte Musikveranstaltungen in Verbindung mit AEW organisieren und damit die Welten von Wrestling und Musik enger zusammenbringen. Khan hatte dazu noch im vergangenen Monat Gespräche und Treffen mit ihm organisiert. Die Idee habe ihn sehr angesprochen, weil darüber möglicherweise auch Musikfans erstmals mit AEW in Kontakt gekommen wären.
Khan bezeichnete Williams als äußerst beliebten, talentierten und bescheidenen Menschen und erklärte, dessen Tod habe viele Mitarbeiter und Wrestler schwer getroffen. Besonders stolz sei er darauf, wie das gesamte Unternehmen für die Tribute-Show zusammengekommen sei.