Cody Rhodes wurde im Gespräch mit Chris Van Vliet erneut auf eine Begegnung angesprochen, die viele Fans seit seiner Rivalität mit The Rock beschäftigt. Außerdem erläuterte er, weshalb der Umgang mit öffentlichen Reaktionen für ihn schwieriger geworden sei und welche Stimmen ihm besonders wichtig seien.
Cody Rhodes lässt ein Singles Match gegen The Rock offen
Van Vliet erinnerte Rhodes an dessen Auftritt bei Elimination Chamber 2024 in Perth. Damals hatte er The Rock während „The Grayson Waller Effect“ öffentlich zu einem Einzelmatch herausgefordert. Der Interviewer wollte wissen, ob diese Ankündigung tatsächlich zu einem solchen Duell führen sollte.
Rhodes reagierte zunächst mit Erinnerungen an die aufwendige Inszenierung der Veranstaltung und das Feuerwerk, das von Booten auf dem Wasser abgefeuert worden war. Als Van Vliet zur eigentlichen Frage zurückkehrte, erklärte er, dass ihm eine eindeutige Antwort schwerfalle.
Nach seiner persönlichen Einschätzung habe The Rock möglicherweise noch ein paar Matches vor sich. Gleichzeitig könne er aber auch nachvollziehen, wenn dieser seinen Auftritt bei WrestleMania 40 als gelungenen Abschluss seiner aktiven Ringkarriere betrachte. Rhodes würdigte dabei dessen Leistungen und verwies darauf, dass The Rock dem Unternehmen auch als Mitglied des Verwaltungsrats weiterhin verbunden sei. Ob er noch einmal wrestlen wolle und welche Begegnungen dafür infrage kämen, müsse The Rock selbst entscheiden.
Die Herausforderung in Perth blieb ohne Singles Match
Auf Codys Herausforderung folgte 2024 zunächst ein anderes Angebot: The Rock schlug ein Tag Team Match für den ersten Abend von WrestleMania 40 vor. Dort standen sich schließlich The Rock und Roman Reigns einerseits sowie Cody Rhodes und Seth Rollins andererseits gegenüber.
Auch später wurde die Geschichte zwischen Rhodes und The Rock wieder aufgegriffen. Bei Elimination Chamber 2025 lehnte Rhodes dessen Angebot ab, sich ihm anzuschließen. Anschließend attackierte John Cena den damaligen Champion und vollzog seinen Heel-Turn. Ein Einzelmatch zwischen Rhodes und The Rock ergab sich daraus jedoch nicht.
Das Interesse an einer solchen Begegnung machte Rhodes im Interview deutlich. Er könne sich kaum vorstellen, dass ein Wrestler eine Gelegenheit dieser Größenordnung nicht wahrnehmen wolle. Zugleich bezeichnete er die gegenwärtige Wrestling-Zeit als unberechenbar. Deshalb wollte er auch dieses Match nicht ausschließen. Eine Zusage war damit allerdings nicht verbunden.
Wie aus einem Beitrag plötzlich eine Kontroverse werden kann
Ein weiteres Thema war der Umgang mit Wrestling-Medien und sozialen Netzwerken. Rhodes erklärte, dass Interviews aus seiner Sicht schwieriger geworden seien. Schon eine persönliche Auswahl der größten Wrestler könne zahlreiche Reaktionen auslösen.
Er betrachtete Situationen, in denen ein einzelner Beitrag den Eindruck erweckt, es gebe bereits große Aufregung über eine Person, besonders kritisch. Als Beispiel beschrieb er einen Beitrag, in dem sich der Verfasser darüber wunderte, wie viel Kritik eine Wrestlerin angeblich bekomme. Darauf antworteten zahlreiche Nutzer, obwohl es womöglich gar keine nennenswerte Auseinandersetzung gegeben hatte.
Greife die betroffene Wrestlerin den Beitrag anschließend selbst auf, verschaffe sie dem Thema zusätzliche Aufmerksamkeit. So könne aus der Behauptung, es gebe eine Kontroverse, erst eine tatsächliche Kontroverse entstehen.
Rhodes räumt einen eigenen Fehler ein
Von diesem Verhalten nahm Rhodes sich selbst nicht aus. Er erinnerte an ein Thema rund um Matt Cardona, das nach dessen Auftritt bei Van Vliet entstanden sei und das er später in seinem eigenen Podcast aufgegriffen habe. Rückblickend bezeichnete er diese Entscheidung als Fehler.
Als Van Vliet nachfragte, zögerte Rhodes, den Inhalt erneut anzusprechen. Nachdem der Moderator das Stichwort „beste Freunde“ genannt hatte, erklärte Rhodes, dass schon eine Wiederholung wieder ein größeres Thema daraus machen könne.
Gleichzeitig wollte er nicht zu jemandem werden, der Fragen grundsätzlich ausweicht. Damit beschrieb er die Schwierigkeit, offen zu antworten und dennoch zu berücksichtigen, wie einzelne Aussagen anschließend verbreitet werden könnten. Viele Wrestler haben inzwischen gelernt, ihre Antworten entsprechend vorsichtig zu formulieren.
Die Reaktionen in der Arena haben für ihn besonderes Gewicht
Auf die Frage, welche Meinungen er angesichts der vielen Reaktionen berücksichtige, korrigierte Rhodes zunächst seine eigene Aussage. Seine vorherige Behauptung, bestimmte Gespräche fänden ausschließlich im Internet statt, sei zu pauschal gewesen. Selbstverständlich könne ein Thema auch außerhalb der sozialen Netzwerke eine Rolle spielen.
Für ihn komme es deshalb darauf an, die unterschiedlichen Stimmen einzuordnen. Dazu gehörten vertraute Ratgeber und vor allem die Menschen, die eine Veranstaltung besuchten. Diese Fans investierten ihre Zeit und Energie, um unterhalten zu werden und dem Alltag für eine Weile zu entkommen.
Ihre Reaktionen wolle er besonders gewichten. Rhodes sprach sich damit nicht dafür aus, andere Meinungen vollständig auszublenden. Er müsse vielmehr entscheiden, welchen Rückmeldungen er angesichts der großen Aufmerksamkeit rund um seine Person die größte Bedeutung beimesse.
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