Nach seinem abrupten TNA-Aus hat sich Max Caster erneut an die Fans gewandt. Bei seinem Auftritt für ACW sprach er über die Folgen der vergangenen Tage und seine persönliche Zukunft.
Max Caster kündigt längere Ringpause und Therapie an
Max Caster möchte sich für längere Zeit aus dem Ring zurückziehen und eine Therapie beginnen. Das erklärte der frühere AEW-Wrestler bei seinem Auftritt für ACW am 17. Oktober. Einen konkreten Zeitraum für seine Auszeit nannte er nicht. Auch seine weitere berufliche Zukunft ließ er offen.
„Ich weiß nicht, was mein nächster Schritt ist. Ich weiß nicht, wo ich sein werde, aber ich werde dem Ring für längere Zeit fernbleiben. Ich werde nach Hause gehen, eine Therapie machen und daran arbeiten, dass ich mich beim nächsten Mal im Ring wieder zu Hause fühle“, erklärte Caster.
Mit diesen Worten kündigte er eine Pause an, ohne einen endgültigen Abschied vom Wrestling zu erklären. Seine Aussage bezog sich ausdrücklich auch auf einen möglichen nächsten Auftritt im Ring. Wann dieser stattfinden könnte und für welche Promotion er dann antreten würde, blieb jedoch unbeantwortet.
Persönliche Worte an die Fans nach dem TNA-Aus
Vor der Ankündigung seiner Auszeit ging Caster noch einmal auf das schnelle Ende seiner Zusammenarbeit mit TNA ein. Dabei wandte er sich besonders an die Zuschauer, die sich auf seine Auftritte bei der Promotion gefreut hatten.
„Innerhalb eines Tages habe ich einen Vertrag mit TNA Wrestling begonnen und beendet. Ich habe eine Stellungnahme veröffentlicht, mich dazu geäußert und bei vielen Menschen entschuldigt. Aber eine Gruppe, bei der ich mich noch nicht entschuldigen konnte, sind die Fans“, erklärte er.
Caster bedankte sich bei allen, die nach dem Vorfall Kontakt zu ihm aufgenommen und ihn unterstützt hatten. Seiner Darstellung zufolge hatten sich einige Fans darauf gefreut, wegen ihm erstmals TNA einzuschalten oder nach längerer Zeit wieder zum Programm zurückzukehren. Nun seien viele enttäuscht, dass er dort nicht mehr zu sehen sei.
Auch dem Publikum von ACW galt sein Dank. Caster hob hervor, dass man ihn dort willkommen geheißen habe, und schloss diesen Teil seiner Ansprache mit den Worten: „Ich liebe euch und danke euch.“
Observer-Bericht: WWE-Quellen bestreiten Beteiligung an der Trennung
Parallel zu Casters persönlichen Aussagen gibt es einen weiteren Bericht über die Entscheidung bei TNA. Dave Meltzer berichtete im Wrestling Observer Newsletter unter Berufung auf Personen innerhalb von WWE, dass das Unternehmen keinen Einfluss auf das Ende der Zusammenarbeit genommen habe.
Den Angaben zufolge haben wichtige Personen bei WWE erst nach der Entscheidung von TNA von dem Vorfall erfahren. Die bestehende Partnerschaft zwischen den beiden Promotions sei demnach nicht mit einer Beteiligung von WWE an dieser konkreten Personalentscheidung gleichzusetzen.
Meltzer versah seine Angaben allerdings mit dem Vorbehalt, dass sich derartige Abläufe nicht mit letzter Sicherheit beurteilen ließen. Die Aussagen sind daher als Bericht über die Darstellung interner WWE-Quellen einzuordnen.
Hintergrund: Ein Auftritt bei Bound for Glory
Auslöser der Trennung war Casters TNA-Debüt bei Bound for Glory am 11. Oktober gegen Moose. Während seines Einzugs verwendete er eine Rap-Zeile über Bomben und Riad. Diese nahm Bezug auf die jüngsten tödlichen Angriffe in Saudi-Arabien und löste erhebliche Kritik aus.
TNA erklärte am folgenden Tag öffentlich, dass Caster nicht mehr für die Promotion wrestlen werde. Das Unternehmen entschuldigte sich für die ausgestrahlten Äußerungen, übernahm Verantwortung dafür, dass diese Teil der Sendung geworden waren, und kündigte Maßnahmen gegen vergleichbare Vorfälle an.
Wie bereits berichtet, soll TNA-Präsident Carlos Silva die Trennung persönlich beschlossen haben. Nach Informationen von PWInsider ging man zudem davon aus, dass Caster auf Grundlage einer Vereinbarung pro Auftritt tätig war. Die genauen Vertragsbedingungen wurden nicht öffentlich bekannt.
Fightful Select hatte unabhängig davon berichtet, dass die betreffende Rap-Passage weder von TNA vorgegeben noch vorab genehmigt worden sei. Caster selbst hatte bereits in seiner ersten Erklärung Verständnis für Silvas Entscheidung geäußert und sich bei der TNA-Führung sowie seinen Fürsprechern entschuldigt.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar