Billy Gunn ordnet Triple Hs AEW-Seitenhieb ein: Verständnis für die Reaktion, Kritik an den Worten

Triple H spricht mit Mikrofon und deutet auf Billy Gunn, während ein weiterer Mann im Anzug zwischen beiden steht und die Auseinandersetzung beobachtet.

Bei der Aufnahme von D-Generation X in die WWE Hall of Fame gehörten gegenseitige Sticheleien zum Programm. Billy Gunn blickt auf einen Wortwechsel dieses Abends inzwischen allerdings anders zurück als unmittelbar nach der Veranstaltung.

Billy Gunn rechnete mit einer Anspielung auf AEW

Im Gespräch mit Inside the Ropes beschäftigte sich Gunn mit der Hall of Fame Zeremonie von 2019. Damals stand er bereits bei AEW unter Vertrag, wurde aber gemeinsam mit seinen früheren DX-Kollegen von WWE geehrt. Als während der Rede das Thema Entlassungen aufkam, bemerkte Gunn, dass Vince McMahon ihn nicht mehr feuern könne. Daraufhin reagierten Zuschauer mit AEW Chants.

Triple H reagierte darauf mit der Bemerkung, McMahon könne den „Pissant“ Laden einfach kaufen, um Gunn anschließend erneut zu entlassen. Mit der bewusst herabsetzenden Formulierung stellte er AEW als unbedeutendes Unternehmen dar. Gunn erklärte im nun veröffentlichten Interview, er habe mit einer solchen Spitze gegen seinen neuen Arbeitgeber gerechnet.

„Ich wusste, dass es kommen würde. Ich ahnte, dass sie etwas mit AEW machen würden, denn das war damals ein großes Thema und ich war dort. Alle fragten sich, wie ich dort auftreten durfte. Ich wusste nicht, was sie vorhatten, aber ich wusste, dass sie etwas vorhaben würden. Und ich wusste auch, dass Hunter etwas dazu zu sagen haben würde.“

Warum ihm Triple Hs Antwort zu weit ging

Dass Gunn mit einer Bemerkung gerechnet hatte, bedeutete jedoch nicht, dass er die konkrete Wortwahl gut fand. In seiner rückblickenden Bewertung bezeichnete er Triple Hs Reaktion als unnötig. Aus seiner Sicht habe der Spruch vor allem demjenigen geschadet, der ihn ausgesprochen hatte.

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„Der Einzige, der bei der ganzen Sache Schaden genommen hat, war er. Ich möchte es eigentlich nicht so ausdrücken, aber das war einfach ein beschi**ener Zug, oder? Das war es. Es wirkte ein bisschen so, als wollte er sein Gesicht wahren. Dabei war das gar nicht nötig, denn so etwas passiert. Das ist das Wrestling-Business.“

Gunn konnte die grundsätzliche Reaktion auf die Publikumsrufe absolut nachvollziehen. Wenn jemand für eine andere, größere Wrestling-Promotion arbeitet, entsteht offenbar die Erwartung, diesen Umstand anzusprechen. Er beschrieb dies als eine Art ungeschriebene Regel: Sobald die Zuschauer „AEW” riefen, sei eine Antwort aus dem Kreis der WWE-Stars kaum überraschend gewesen.

Unmittelbar nach der Veranstaltung bewertete Gunn den Auftritt anders

Ein Blick auf Gunns frühere Äußerungen ergänzt diese Einschätzung um einen wichtigen Punkt. Im April 2019 sprach er mit Jeffrey Harris für den „411 Wrestling Interviews Podcast“ über denselben Auftritt. Damals äußerte er sich deutlich positiver über die Witze und bezeichnete sie als lustig und gelungen.

Gunn erklärte seinerzeit, niemand habe damit die Gefühle aufseiten von WWE oder AEW verletzen wollen. Er betrachtete die Bemerkungen als typischen DX-Humor. Zugleich betonte er, dass seine Aufnahme in die Hall of Fame eine Würdigung seiner Wrestling-Karriere sei und nicht davon abhänge, für welches Unternehmen er gerade arbeite.

Auch zur Vorbereitung gab er damals Auskunft. Demnach hätten die Beteiligten vor der Zeremonie miteinander telefoniert und einige Ideen besprochen. Der tatsächliche Auftritt habe sich jedoch anders entwickelt. Gunn beschrieb die Gruppe als spontan und wenig darauf festgelegt, einem vorgegebenen Ablauf zu folgen.

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Bereits 2022 sprach Gunn über seinen Ärger

Bei einer Fragerunde mit Road Dogg im Rahmen von „For the Love of Wrestling“ äußerte sich Gunn im Mai 2022 bereits kritischer. Nach dem von Fightful veröffentlichten Wortlaut erklärte er lachend, er habe die Angelegenheit nur deshalb ruhen lassen, weil seine Frau ihm dazu geraten habe.

Auch damals wies er darauf hin, dass Triple H die AEW-Chants habe stoppen wollen. Zu seiner Antwort gehörte auch eine scherzhafte Bemerkung über einen möglichen Schlag; einen tatsächlichen körperlichen Zwischenfall schilderte er jedoch nicht. Anschließend machte Gunn deutlich, dass er die Sache hinter sich lassen wolle.

Die jetzt aufgegriffene Passage präzisiert eine Kritik, die Gunn bereits früher öffentlich geäußert hat. Seine Aussagen von 2019, 2022 und aus dem vorliegenden Interview zeigen jedoch unterschiedliche Bewertungen desselben Abends. Weshalb sich seine öffentliche Einordnung verändert hat, hat er nicht erläutert.

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