Sami Zayn befindet sich seit rund zwei Wochen erneut an der Spitze von WWE, doch hinter den Kulissen scheint seine aktuelle Rolle nicht von allen Beteiligten identisch bewertet zu werden. Neue Informationen zeigen nun zugleich, wie weit sich die TKO-Führung aus solchen kreativen Entscheidungen offenbar heraushält.
Unterschiedliche Ansichten innerhalb von WWE über Sami Zayn
Dave Meltzer geht im aktuellen Wrestling Observer Newsletter erneut auf Sami Zayns Titelgewinn vom 11. September ein. Bereits zuvor hatte der langjährige Wrestling-Journalist berichtet, dass die Entscheidung, Zayn erneut zum Undisputed WWE Champion zu machen, innerhalb von WWE nicht überall auf dieselbe Zustimmung gestoßen sein soll.
Daraufhin sei nach Meltzers Darstellung vermittelt worden, dass alle Beteiligten mit Zayn als Champion zufrieden seien und auch die TKO-Führung hinter ihm stehe. Genau diesen Eindruck relativiert er nun: Nach seinen Informationen bestehen innerhalb von WWE weiterhin unterschiedliche Einschätzungen zu Zayns aktueller Position. Die Führungsebene von TKO soll sich zu dieser konkreten Personalentscheidung dagegen weder positiv noch negativ geäußert haben.
TKO soll sich aus kleineren kreativen Entscheidungen heraushalten
Der Grund dafür liegt laut Meltzer in der Aufgabenverteilung innerhalb des Konzerns. Für TKO seien vor allem die großen wirtschaftlichen Fragen rund um WWE entscheidend. Dazu zählen etwa umfangreiche Medienverträge und andere Themen, die direkten Einfluss auf die geschäftliche Ausrichtung des Unternehmens haben. Welche Wrestlerin oder welcher Wrestler zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Championship trägt, falle dagegen offenbar nicht in den Bereich, mit dem sich die Führung regelmäßig beschäftigt.
Aus der TKO-Spitze habe es deshalb auch keine erkennbare Reaktion auf Zayns bisherige Titelregentschaft gegeben. Das bedeutet allerdings nicht, dass TKO grundsätzlich keinen Einfluss auf WWE besitzt. Meltzers Bericht bezieht sich ausdrücklich auf Entscheidungen dieser Größenordnung und legt nahe, dass das kreative Tagesgeschäft in solchen Fällen weiterhin bei WWE selbst liegt. Damit lässt sich auch die Behauptung, TKO habe sich ausdrücklich für Sami Zayn als Champion ausgesprochen, derzeit nicht belegen.
Zayns zweite Regentschaft dauert bereits länger als seine erste
Zayn gewann die Undisputed WWE Championship am 11. September bei Friday Night SmackDown in Mexico City von CM Punk. Seine erste Regentschaft hatte lediglich neun Tage gedauert, bevor Punk ihm den Titel wieder abnahm. Diese Marke hat Zayn inzwischen bereits übertroffen.
WWE soll seinen erneuten Titelgewinn zudem nicht kurzfristig angesetzt haben. WrestleVotes hatte zuvor berichtet, dass die Verantwortlichen mit der Geschichte rund um die WWE Championship einen größeren zeitlichen Ablauf verfolgen und mehrere Wrestler darin eine Rolle spielen.
Hinzu kommt die mögliche Perspektive für Crown Jewel am 7. November. PWInsider berichtete bereits über ein angedachtes Champion vs. Champion-Match zwischen Sami Zayn und World Heavyweight Champion Roman Reigns. Offiziell angekündigt wurde diese Paarung bislang nicht und Voraussetzung wäre ohnehin, dass beide ihre Championships bis dahin behalten.
Nattie musste nach TripleMania umfangreich an den Zähnen operiert werden
Unterdessen hat Nattie neue Details zu den Folgen ihres Auftritts bei AAA TripleMania 34 bekannt gegeben. In ihrem „The Hart Beat“-Segment bei Busted Open Radio erklärte die WWE-Veteranin, dass nach ihrem Match eine umfangreiche Zahnoperation notwendig geworden sei.
Ihre beiden Vorderzähne mussten behandelt werden. Dabei erhielt sie zwei Zahnimplantate und insgesamt 20 Stiche im vorderen Bereich ihres Mundes. Nattie machte deutlich, dass es sich nicht nur um die Reparatur eines beschädigten Zahns gehandelt habe. Bei den Implantaten würden Metallteile im Kieferknochen verankert, weshalb der Eingriff deutlich aufwendiger gewesen sei.
Einen konkreten Moment aus dem Match, bei dem die Verletzung entstanden sein soll, nannte sie nicht. Im Zusammenhang mit den Schäden verwies sie jedoch scherzhaft darauf, dass Faby Apache ausgesprochen hart zuschlage.
Nur rund eine Stunde nach der Operation zurück im Dungeon
Besonders bemerkenswert ist, wie schnell Nattie anschließend wieder ihrer Arbeit nachging. Nach eigenen Angaben erschien sie bereits ungefähr eine Stunde nach der Zahnoperation wieder im Dungeon. Selbst wrestlen konnte sie zu diesem Zeitpunkt verständlicherweise nicht, dennoch übernahm sie die Leitung des Trainings.
Damit wollte sie den Teilnehmern auch vermitteln, dass weder der eigene Name noch frühere Erfolge jemanden davor schützen würden, schwierige Situationen bewältigen zu müssen. Eine längere Pause droht Nattie aufgrund des Eingriffs offenbar nicht. Sie erklärte bei Busted Open ausdrücklich, inzwischen wieder die medizinische Freigabe für Matches erhalten zu haben.
Die Verletzung entstand rund um ihren Auftritt bei der ersten Nacht von TripleMania 34. Dort trat Nattie in einem Fatal 4-Way gegen Roxanne Perez, Faby Apache und La Hiedra an. Am Ende setzte sich Perez durch und sicherte sich damit eine Chance auf die AAA Reina de Reinas Championship.
Wenn TKO sich da raushält, war Zayns Titelgewinn nur eine kleine Sache. Ich weiß nicht, ob das wirklich alles so gut für die WWE in der Zukunft sein wird.