Logan Paul sieht sich fast bereit: WWE setzt ihm jedoch eine klare Grenze

Das Bild zeigt den muskulösen, verschwitzten Logan Paul mit zwei schweren Kurzhanteln in den Händen während eines intensiven Trainings in einem voll ausgestatteten Fitnessstudio
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Logan Paul arbeitet seit Monaten an seiner Rückkehr in den WWE-Ring und hatte zuletzt selbst immer wieder den Eindruck vermittelt, seiner ursprünglichen Prognose deutlich voraus zu sein. Ein aktueller Einblick hinter die Kulissen zeigt nun jedoch, dass WWE bei seinem Comeback wesentlich vorsichtiger plant als der frühere World Tag Team Champion selbst.

Michael Hayes bremst Logan Pauls Comeback-Hoffnungen

Paul zog sich am 23. Mai bei Saturday Night’s Main Event einen Trizepsriss zu. Gemeinsam mit Austin Theory verteidigte er damals die World Tag Team Championship gegen die Street Profits, ehe die Verletzung eine längere Pause notwendig machte. Kurz darauf wurde er operiert und musste den Titel gemeinsam mit Theory abgeben. Die ursprüngliche Prognose lag bei ungefähr sechs Monaten Ausfallzeit. Paul zeigte sich während seiner Rehabilitation allerdings wiederholt deutlich optimistischer. Im Juli erklärte er sogar, seiner Genesung rund drei Monate voraus zu sein. Zuletzt bezeichnete er sich in seinem Vlog als „semi-cleared“ und berichtete, dass er bereits wieder bestimmte Wrestling-Aktionen wie Clotheslines ausführen dürfe.

In seiner aktuellen Vlog-Ausgabe bekam dieser Optimismus allerdings einen deutlichen Dämpfer. Backstage wurde Paul zunächst darauf aufmerksam gemacht, dass Produzent Michael Hayes anderen Personen ausdrücklich mitgeteilt habe, sie sollten sich nicht von Pauls eigenen Aussagen zu seinem medizinischen Status täuschen lassen. Paul suchte Hayes daraufhin direkt auf und wollte wissen, weshalb dieser erzählte, dass er weiterhin nicht freigegeben sei. Hayes stellte unmissverständlich klar, dass Paul frühestens im November mit einer vollständigen medizinischen Freigabe rechnen könne.

Triple H und Bruce Prichard berufen sich auf die Ärzte

Als Paul die Einschätzung zunächst anzweifelte, machte Hayes deutlich, dass der Zeitplan nicht von ihm selbst stamme. Bruce Prichard und Paul „Triple H“ Levesque hätten sich demnach bei den medizinischen Verantwortlichen erkundigt und dieselbe Information erhalten. Paul reagierte darauf gewohnt selbstbewusst und fragte scherzhaft, was Prichard und Levesque über seinen Trizeps wissen würden. Hayes verwies darauf, dass beide ihre Informationen direkt von der medizinischen Abteilung erhalten hätten.

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Später im Vlog versuchte Paul sogar, Prichard mit der Behauptung aufzuziehen, Hayes habe ihn bereits vollständig freigegeben. Prichard ließ sich darauf jedoch nicht ein und stellte ebenfalls klar, dass Paul noch keine medizinische Freigabe für ein vollständiges Comeback besitzt. Damit wird deutlich, dass innerhalb von WWE offenbar ein klarer Unterschied zwischen Pauls eigenen Fortschritten im Training und einer tatsächlichen Freigabe für ein Match gemacht wird.

WWE-Arzt erklärt, warum eine zu frühe Rückkehr riskant wäre

Noch konkreter wurde die Situation in einem Gespräch mit Dr. Jeffrey Dugas, der als Associate Medical Director für WWE tätig ist und Pauls Verletzung betreut. Dugas erklärte, dass sich Paul zwar gut entwickle, die biologischen Heilungsprozesse im Bereich des Ellenbogens und des verletzten Trizeps aber noch nicht vollständig abgeschlossen seien. Eine zu frühe Belastung könne deshalb ein unnötiges Risiko darstellen.

Der Arzt machte deutlich, dass es nicht nur darum gehe, wann Paul bestimmte Bewegungen wieder ausführen könne. Entscheidend sei vielmehr, wann das Gewebe ausreichend verheilt ist, um den Belastungen eines vollständigen WWE-Matches standzuhalten. Als Gesamtdauer der Rehabilitation nannte Dugas ungefähr fünfeinhalb bis sechs Monate. Ausgehend von der Verletzung Ende Mai würde sich damit ein realistisches Zeitfenster im November ergeben.

Eine medizinische Freigabe im November bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Paul unmittelbar wieder ein Match bestreiten wird. Wann WWE ihn tatsächlich in den Ring zurückkehren lässt, dürfte zusätzlich davon abhängen, wie sein Training verläuft und welche kreativen Pläne zu diesem Zeitpunkt bestehen.

Pauls bisheriger Optimismus war nicht völlig unbegründet

Dass Paul zuletzt von deutlichen Fortschritten sprach, steht damit nicht zwangsläufig im Widerspruch zur vorsichtigeren Einschätzung der WWE‑Ärzte. Seine Rehabilitation scheint tatsächlich gut zu verlaufen, und dass er bereits wieder ausgewählte Wrestling-Bewegungen ausführen darf, ist ein positives Zeichen.

Die medizinische Freigabe für ein komplettes Match setzt jedoch einen deutlich höheren Maßstab voraus. Gerade nach einem Trizepsriss müssen Zug-, Druck- und Stützbewegungen unter voller Belastung wieder sicher möglich sein. WWE scheint deshalb kein Interesse daran zu haben, Paul nur aufgrund seines eigenen Ehrgeizes früher zurückkehren zu lassen.

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