Nattie Neidhart über ihre neue WWE-Freiheit und warum sie bei NXT noch lange nicht fertig ist

Nattie blickt in die Kamera und spricht Klartext
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Nattie Neidhart befindet sich derzeit in einer außergewöhnlichen Phase ihrer langen WWE‑Karriere. Während sie weiterhin regelmäßig für das Unternehmen auftritt, nutzt sie zugleich Möglichkeiten, die sich ihr noch vor einigen Jahren kaum boten.

Im Gespräch bei „Busted Open After Dark“ gewährte die 44-Jährige nun umfassende Einblicke in ihre aktuelle Arbeit, ihre Zusammenarbeit mit jüngeren Talenten und die Freiheiten, die sie inzwischen innerhalb und außerhalb der WWE genießt.

Natalya wollte unbedingt mit Jaida Parker arbeiten

Ein besonders aktuelles Beispiel ist ihre Zusammenarbeit mit Jaida Parker bei NXT. Natalya stellte klar, dass sie nicht von WWE zu NXT geschickt wurde und auch nicht den Platz eines jüngeren Talents einnehmen wollte. Vielmehr sei sie selbst auf Shawn Michaels zugegangen und habe ausdrücklich darum gebeten, mit Parker arbeiten zu dürfen. In der NXT-Wrestlerin erkennt Natalya eine besondere Intensität, die sie nur bei wenigen Talenten sieht. Sie zog dabei Vergleiche zu Jacob Fatu, Rhea Ripley und Liv Morgan und beschrieb Parker als jemanden, der eine natürliche Härte und Präsenz mitbringe.

Gerade diese Eigenschaften hätten sie gereizt. Natalya wollte ihre inzwischen deutlich härtere „Nattie“-Persönlichkeit gegen eine Gegnerin testen, die ihr körperlich und charakterlich etwas entgegensetzen kann. Die Zusammenarbeit entwickelte sich aus ihrer Sicht sogar besser als zunächst erwartet. Natalya bat Shawn Michaels deshalb darum, ihren Aufenthalt bei NXT zu verlängern und noch länger mit Parker arbeiten zu dürfen.

Provokationen sollten Jaida Parker aus der Komfortzone holen

Natalya machte zugleich deutlich, dass einige ihrer Aussagen innerhalb der Storyline offenbar stärker bei Parker ankamen, als sie zunächst vermutet hatte. Sie bezeichnete die junge Wrestlerin unter anderem als zu komfortabel und warf ihr vor, nicht alles aus ihrem Potenzial herauszuholen. Dabei habe sie später erkannt, dass diese Aussagen tatsächlich einen empfindlichen Punkt getroffen hätten.

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Genau das war für Natalya jedoch ein wichtiger Teil ihrer Aufgabe. Sie ist überzeugt, dass Parker seit Beginn ihrer gemeinsamen Rivalität einige ihrer bislang stärksten Leistungen gezeigt hat. Langfristig geht es Natalya nach eigener Darstellung nicht darum, Parker kleinzuhalten. Im Gegenteil. Ihr Ziel sei es, die NXT-Wrestlerin so weit zu treiben, dass sie irgendwann beweisen könne, die gesamte Women’s Division der Marke anzuführen.

Die Rivalität erhält am Sonntag, dem 30. August 2026, bei NXT Heatwave ihren nächsten Höhepunkt. Dort treffen Natalya und Jaida Parker in einem Submission Match aufeinander – siehe auch: WWE NXT Heatwave 2026: Matchcard & Startzeit

Triple H und Nick Khan geben Natalya neue Freiheiten

Parallel zu ihrer Arbeit bei NXT hat sich auch Natalyas Stellung innerhalb von WWE verändert. Sie erklärte, dass Auftritte außerhalb des Unternehmens unter der früheren Führung von Vince McMahon kaum denkbar gewesen wären. Engagements bei Josh Barnetts Bloodsport, der NWA oder Reality of Wrestling hätte McMahon ihrer Einschätzung nach nicht genehmigt. Unter Triple H und WWE President Nick Khan sei die Situation inzwischen eine andere.

Natalya berichtete, dass beide ihre externen Projekte ausdrücklich unterstützen und ihr ermöglichen, neue Seiten ihrer Persönlichkeit zu entwickeln. Für sie sei diese Freiheit ein entscheidender Faktor ihrer aktuellen Neuerfindung. Besonders Bloodsport spielte dabei eine große Rolle. Natalya sieht ihre dortige Darstellung allerdings nicht als Versuch, einen MMA-Stil zu kopieren oder eine neue Version von Ronda Rousey zu präsentieren.

Vielmehr verweist sie auf die Geschichte ihrer eigenen Familie. Der Hart Dungeon sei bereits lange vor der Entstehung von Bloodsport für einen körperlich intensiven, auf Submission Wrestling ausgerichteten Trainingsstil bekannt gewesen. Josh Barnett habe verstanden, woher diese Seite ihres Wrestlings komme, und ihr erlaubt, sie stärker herauszuarbeiten. Natalya bestätigte außerdem, dass sich weitere Projekte in Entwicklung befinden. Details wollte sie bislang jedoch nicht nennen.

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Im Dungeon verlangt Natalya kein Geld für das Training

Auch abseits ihrer eigenen Karriere investiert Natalya inzwischen viel Zeit in andere Wrestler. Gemeinsam mit ihrem Ehemann TJ Wilson trainiert sie regelmäßig Talente im Dungeon. Dabei verfolgt sie eine bemerkenswerte Philosophie: Nach eigener Aussage hat Natalya noch nie Geld von jemandem verlangt, der bei ihr trainiert hat. Für sie geht es nicht darum, aus der Weitergabe ihres Wissens ein Geschäft zu machen. Viel wichtiger sei ihr, die Wrestling-Tradition ihrer Familie weiterzugeben und Menschen zu unterstützen, die dieselbe Leidenschaft mitbringen.

Als Beispiele nannte sie unter anderem Liv Morgan und Jacob Fatu. Unabhängig davon, ob jemand bereits bei WWE etabliert ist oder noch am Anfang seiner Karriere steht, erwartet Natalya vollständigen Einsatz. Dass kostenloses Training keineswegs bedeutet, dass die Anforderungen niedrig sind, machte sie anhand eines nicht näher genannten Nachwuchswrestlers deutlich.

Natalya schilderte, dass sie kürzlich ein ernstes Gespräch mit einem ihrer Schüler geführt habe. Sie und TJ Wilson würden mehrere Stunden in einer Halle ohne Klimaanlage investieren und ihr Wissen weitergeben. Im Gegenzug erwarte sie, dass ein Schüler auch bei den Dingen, die er selbst kontrollieren könne, alles aus sich heraushole. Ihre Botschaft dahinter ist eindeutig: Niemand solle seine Wrestling-Karriere beenden und sich anschließend fragen müssen, ob mit mehr Einsatz vielleicht doch mehr möglich gewesen wäre.

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