Stephanie Vaquer hat in den vergangenen Monaten eine bemerkenswerte Entwicklung erlebt. Nach einer längeren Pause kehrte sie zurück, arbeitete sich wieder an die Spitze der Women’s Division und gewann in Chile erneut die Women’s World Championship. Nun hat sie selbst erstmals ausführlicher darüber gesprochen, was während ihrer Auszeit tatsächlich passiert ist und wie sehr sie diese Phase gefordert hat.
Stephanie Vaquer bestätigt Operation während ihrer WWE-Pause
Vaquer erklärte in einem Interview mit „Rueda en el Ring“, dass ihre monatelange Auszeit nach WrestleMania 42 gesundheitlich notwendig gewesen sei und sie sich in dieser Zeit einem medizinischen Eingriff unterziehen musste. Besonders belastend sei für sie die anschließende Phase gewesen, in der sie nicht wie gewohnt trainieren konnte. Vaquer bezeichnete diese Zeit als eine der schwierigsten Erfahrungen ihres Lebens, weil körperliche Aktivität und tägliches Training für sie seit Jahren selbstverständlich seien.
Die Rückkehr in den Ring habe sich deshalb umso intensiver angefühlt. Vaquer beschrieb diesen Moment so, als sei sie wieder zum Leben erwacht. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sie sich inzwischen körperlich wieder sehr gut fühle und ihren bisherigen Weg mit derselben Disziplin fortsetzen wolle.
Welche Beschwerden zur Operation führten
Dass Vaquer mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, war bereits bekannt. Nach WrestleMania wurde über eine reale Verletzung am AC-Gelenk der Schulter berichtet, außerdem gab es im Verlauf ihrer WWE-Laufbahn Hinweise auf weitere kleinere Beschwerden. Schon vor WrestleMania hatte Vaquer selbst eingeräumt, körperlich nicht bei 100 Prozent zu sein. Damals sprach sie unter anderem über Probleme an Knöchel und Knie.
Welche dieser Beschwerden letztlich den medizinischen Eingriff erforderlich machte, ist jedoch bis heute nicht bestätigt. Entsprechend sollte die nun von Vaquer bestätigte Operation nicht automatisch mit einer bestimmten Verletzung gleichgesetzt werden. Neu ist vor allem, dass sie erstmals offen zugibt, dass während ihrer Pause ein Eingriff stattfand und die anschließende Rehabilitation besonders schwierig für sie war.
Vaquer: „Ich brauche keinen Charakter“
Parallel dazu sprach Vaquer in einem weiteren aktuellen Gespräch über ihre grundsätzliche Einstellung zu ihrer WWE-Präsentation. Die Chilenin erklärte, nie das Bedürfnis verspürt zu haben, eine künstliche Wrestling-Persona zu erschaffen. Stattdessen wolle sie im WWE-TV möglichst authentisch auftreten.
Ihr Ansatz sei von Beginn an gewesen, keine komplizierte Figur zu spielen, sondern einfach sie selbst zu sein und ihre Leistung im Ring in den Mittelpunkt zu stellen. Vaquer betonte, dass für sie vor allem die Qualität ihrer Matches entscheidend sei. Wrestling verstehe sie als Kombination aus Sport und Entertainment, wobei die körperliche Belastung hinter den Kulissen häufig unterschätzt werde. Reisen, Schmerzen, Schlafmangel und die tägliche Beanspruchung des Körpers gehörten für sie ebenso zum Beruf wie die eigentlichen Auftritte im Ring.
Der Rat ihres Vaters begleitet sie bis heute
Auch ihre Familie spielt für Vaquer weiterhin eine wichtige Rolle. In dem Gespräch erinnerte sie daran, dass ihr Vater ihr schon früh einen einfachen Rat mitgegeben habe: dreimal tief durchatmen und nicht zu viel nachdenken. Vor besonders wichtigen Momenten versucht sie deshalb, sich nicht von Nervosität überwältigen zu lassen. Stattdessen denke sie daran zurück, welchen Weg sie bereits zurückgelegt habe und wie viele schwierige Phasen sie überwinden musste.
Einer der emotionalsten Momente ihrer bisherigen WWE-Karriere war für Vaquer ihr erster Gewinn der Women’s World Championship. Dieser Titelgewinn fiel auf den Geburtstag ihres Vaters. Gleichzeitig war es nach ihrer Darstellung das erste Mal überhaupt, dass er sie live bei einem Wrestling-Match sah. Vaquer bezeichnete diesen Moment deshalb als besonders bedeutungsvoll.
Vom schwierigen Comeback zurück an die Spitze
Nur wenige Monate nach ihrer Rückkehr erreichte Vaquer erneut einen großen Karrierehöhepunkt. Am 12. September gewann sie bei einer WWE Live Houseshow in Santiago de Chile zum zweiten Mal die Women’s World Championship. Der Titelwechsel fand vor heimischem Publikum statt und wurde für Vaquer zu einem besonders emotionalen Moment. WWE ließ ihre Rückkehr nach Chile zusätzlich dokumentieren und behandelte den Aufenthalt deutlich größer als einen gewöhnlichen Houseshow-Auftritt.
Nach dem Titelgewinn erinnerte Vaquer daran, dass sie viele Jahre zuvor selbst als WWE-Fan in einer Arena in Chile gesessen und davon geträumt hatte, eines Tages Teil des Unternehmens zu sein. Nur zwei Tage später wurde ihre nächste Geschichte bei Raw in Mexico City bereits weitergeführt. Becky Lynch machte deutlich, dass Vaquer ihr nach der Unterstützung in Chile eine Titelchance schulde. Gleichzeitig bleibt auch Liv Morgan weiterhin im Umfeld der Women’s World Championship.

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