John Cena spricht offen über seine frühen Hollywood-Flops und was er heute anders sieht

John Cena hält ein Mikrofon in der Hand und blickt direkt in die WWE-Führungskamera.
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John Cena gehört heute zu den wenigen ehemaligen WWE-Stars, die sich dauerhaft in Hollywood etablieren konnten. Doch der Weg dorthin verlief deutlich schwieriger, als seine heutige Filmkarriere vermuten lässt.

Im Podcast „Conan O’Brien Needs A Friend“ blickte der 49-Jährige selbstkritisch auf seine frühen Filme, damalige Prioritäten und einen entscheidenden Wendepunkt zurück.

John Cena sieht die Verantwortung auch bei sich selbst

Cenas eigentlicher Einstieg in Hollywood erfolgte 2006 mit „The Marine“. Zu diesem Zeitpunkt gehörte er längst zu den größten WWE-Stars und war als WWE Champion eines der wichtigsten Gesichter des Unternehmens. Weitere Filmprojekte folgten, doch der große Durchbruch außerhalb des Wrestlings blieb zunächst aus.

Heute macht Cena dafür nicht ausschließlich Drehbücher, Studios oder andere äußere Faktoren verantwortlich. Vielmehr habe er sich gefragt, welchen Teil dieser Entwicklung er selbst kontrollieren konnte. Seine Antwort fällt selbstkritisch aus.

Bei seinen frühen Filmen sei er nicht mit derselben Hingabe bei der Sache gewesen, die ihn im Wrestling ausgezeichnet habe. Seine Gedanken hätten weiterhin vor allem WWE gegolten. Während langer Tage an ruhigen Filmsets habe er sich danach gesehnt, wieder vor Tausenden Zuschauern in einer Arena aufzutreten.

Für den damals jungen Cena hatte die unmittelbare Energie des Wrestlings eine völlig andere Wirkung. Dort konnte er vor einem lautstarken Publikum auftreten, sofort Reaktionen erzeugen und wenige Stunden später in der nächsten Stadt erneut antreten. Filmproduktionen empfand er dagegen als langsam und weniger aufregend.

Aus heutiger Sicht erkennt Cena darin eines der entscheidenden Probleme seiner ersten Hollywood-Jahre. Er war zwar körperlich am Set anwesend, doch seine eigentliche Leidenschaft lag weiterhin im Wrestling.

„Trainwreck“ wurde zum Wendepunkt

Diese Haltung änderte sich rund um die Komödie „Trainwreck“ aus dem Jahr 2015. Cena hatte zu diesem Zeitpunkt bereits akzeptiert, dass sein erster Versuch, dauerhaft im Filmgeschäft Fuß zu fassen, nicht funktioniert hatte. Gleichzeitig war er längst nicht mehr ausschließlich auf Wrestling angewiesen. Unter anderem sammelte er Erfahrungen im Live-Fernsehen und moderierte zeitweise die „Today Show“. Dadurch entstand für ihn eine neue Ausgangslage.

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Vor dem Vorsprechen für „Trainwreck“ fasste Cena deshalb einen Entschluss: Sollte er noch einmal ernsthaft versuchen, als Schauspieler erfolgreich zu werden, wollte er der Arbeit dieselbe Leidenschaft und Konsequenz widmen, die er über Jahre bei WWE gezeigt hatte. Beim Casting traf er auf Menschen, die über wesentlich mehr Erfahrung in der Comedy-Welt verfügten. Anstatt sich davon einschüchtern zu lassen oder darauf zu achten, möglichst cool zu wirken, ließ Cena sich vollständig auf die Situation ein. Besonders wichtig war für ihn die Erkenntnis, dass er bereit sein musste, selbst Teil des Witzes zu sein und über die eigene öffentliche Wahrnehmung zu lachen.

Diese Offenheit zahlte sich aus. Seine Rolle in „Trainwreck“ an der Seite von Amy Schumer wurde zu einem wichtigen Schritt seiner zweiten Hollywood-Chance.

Wrestling-Erfahrung wurde plötzlich zum Vorteil

Cena beschreibt diese Phase heute fast wie eine zweite Ausbildung. Innerhalb kurzer Zeit arbeitete er mit zahlreichen erfahrenen Comedy-Darstellern, Autoren und Produzenten zusammen, darunter Judd Apatow, Amy Schumer, Tina Fey, Amy Poehler und Will Ferrell. Er verglich diese Erfahrung mit seinen Anfangsjahren im Wrestling, in denen er ebenfalls stark davon profitiert habe, regelmäßig mit erfahrenen Kollegen zu arbeiten und von ihnen zu lernen.

Mit der Zeit erkannte Cena zudem, dass ihm seine Wrestling-Vergangenheit Fähigkeiten vermittelt hatte, die auch vor der Filmkamera wertvoll waren. Über 23 Jahre sei er teilweise an fünf Abenden pro Woche aufgetreten, ohne eine klassische Saisonpause wie in vielen anderen Sportarten. Diese enorme Live-Erfahrung schulte besonders seine Fähigkeit, vollständig in einer Rolle zu bleiben. Im Wrestling könne ein Performer nicht plötzlich aus seiner Figur herausfallen, weil das Publikum dies unmittelbar wahrnehme.

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Genau dieses konsequente Festhalten an einer Rolle setzte Cena später auch bei Comedy-Produktionen ein. Selbst eine absurde Figur müsse ihre Situation vollkommen ernst nehmen. Damit wurde ausgerechnet das Wrestling zu einer wichtigen Grundlage für jene Schauspielkarriere, der er sich anfangs noch nicht vollständig widmen wollte.

Vom Nebenrollen-Darsteller zum Hollywood-Star

Gleichzeitig änderte Cena seine Ansprüche an mögliche Rollen. Er bestand nicht darauf, überall als großer Hauptdarsteller präsentiert zu werden. Entscheidend war vielmehr, Chancen zu nutzen, kreativ zu arbeiten und von erfahrenen Menschen zu lernen. Diese Einstellung öffnete ihm weitere Türen. In den folgenden Jahren war Cena unter anderem in „Bumblebee“, der „Fast & Furious“-Reihe und „The Suicide Squad“ zu sehen. Besonders seine Darstellung von Christopher Smith führte schließlich zur erfolgreichen DC-Serie „Peacemaker“.

Rückblickend betrachtet Cena seine frühen Fehler deshalb nicht nur negativ. Sie hätten ihm verdeutlicht, was bei seinem ersten Anlauf gefehlt hatte. Als er eine zweite Gelegenheit bekam, wollte er nicht erneut an mangelndem Einsatz scheitern.

Zwei weitere große Filmprojekte stehen bevor

Auch nach dem Ende seiner aktiven WWE-Karriere bleibt Cena in Hollywood stark beschäftigt. Bereits am Freitag, dem 28. August 2026, startet „Coyote vs. Acme“. Die Mischung aus Realfilm und Animation hatte eine ungewöhnliche Vorgeschichte. Warner Bros. Discovery wollte den bereits fertiggestellten Film ursprünglich nicht veröffentlichen, ehe Ketchup Entertainment später die Rechte übernahm.

Cena spielt darin einen Anwalt des ACME-Konzerns. Im Conan-Podcast sprach auch O’Brien, der den Film bereits gesehen hatte, ausgesprochen positiv über die Produktion und insbesondere die Verbindung klassischer Looney-Tunes-Animation mit realen Darstellern. Ein weiteres großes Projekt folgt wenige Wochen später. „Matchbox: The Movie“ erscheint am 9. Oktober 2026 weltweit bei Apple TV. Cena übernimmt darin die Rolle des Undercover-CIA-Agenten Sean, dessen Rückkehr eine Gruppe früherer Freunde in eine internationale Verfolgungsjagd hineinzieht.

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