Mercedes Moné steht vor einem der bedeutendsten Auftritte ihrer bisherigen AEW-Zeit. Rund um All In London hat die frühere WWE-Wrestlerin nun ungewöhnlich offen über ihre Vorbereitung, ihre Erfahrungen der vergangenen Jahre und einige der wichtigsten Menschen ihrer Karriere gesprochen.
Dabei wird deutlich, wie eng sportliche Ziele und persönliche Erinnerungen vor ihrer Rückkehr ins Wembley-Stadion miteinander verbunden sind.
Mercedes Moné möchte sich vor All In vollständig abschotten
Im Gespräch mit dem „Daily Star“ erklärte Moné, dass sie ihre Reise nach Großbritannien dieses Mal nicht für klassisches Sightseeing nutzen wolle. London habe sie bei früheren Besuchen bereits ausführlich kennengelernt, zudem esse sie dort gerne im Flat Iron Steak. Vor All In stehe jedoch die Vorbereitung im Mittelpunkt. Zunächst reist sie nach Schottland und anschließend weiter nach London.
Zugleich richtete Moné eine klare Bitte an ihre Fans: Sie sollten ihr nicht folgen und insbesondere nicht an ihrem Hotel auftauchen. Die Tage vor All In wolle sie ohne Ablenkung für ihr Match nutzen. Dabei gehe es ihr nicht darum, Fan-Kontakt grundsätzlich abzulehnen. Schon früher hatte sie betont, dass für sie eine Grenze überschritten werde, wenn Wrestler gezielt an Flughäfen, Hotels oder anderen privaten Orten aufgesucht würden.
Die Verletzung gegen Willow Nightingale belastete Moné auch mental
Ein besonders persönlicher Teil des Interviews drehte sich um Monés schwere Knöchelverletzung aus dem Jahr 2023, die sie sich bei NJPW Resurgence im Match gegen Willow Nightingale zuzog. Nach der Landung auf dem Ringpfosten habe sie sofort gemerkt, dass es sich nicht um gewöhnliche Schmerzen handelte.
Ihr erster Gedanke sei dennoch gewesen, in den Ring zurückzukehren und das Match zu beenden. Die Verletzung beschäftigte sie jedoch noch lange, da sie den Moment immer wieder im Kopf durchspielte und schließlich therapeutische Hilfe in Anspruch nahm.
Moné hatte bereits zuvor erklärt, dass ihr die Therapie geholfen habe, Nightingale nicht länger verantwortlich zu machen. Heute betrachtet sie die Verletzung als unglücklichen Unfall.
AEW verbindet reale Erinnerungen mit der aktuellen Rivalität
Trotz dieser späteren Einordnung spielen die damaligen Emotionen heute wieder eine wichtige Rolle in der Storyline zwischen Moné und Nightingale. Moné erinnerte sich im aktuellen Interview daran, dass Nightingale nach ihrem Sieg über ihr stand und lächelte. Dieses Bild habe sich bei ihr eingebrannt.
Auch bei Dynamite wurde genau dieser Moment zuletzt wieder aufgegriffen. Moné warf Nightingale dort vor, ihre damalige Verletzung ausgenutzt und später auch ihre TBS Championship gewonnen zu haben.
Damit greift AEW reale Ereignisse aus Monés Karriere auf und verbindet sie mit der aktuellen Fehde. Gleichzeitig bleibt wichtig, dass Moné außerhalb der Storyline bereits deutlich gemacht hat, Nightingale nicht mehr persönlich für ihre Verletzung verantwortlich zu machen.
Wembley schließt für Moné einen besonderen Kreis
Das All In Match besitzt für Moné auch aus einem anderen Grund besondere Bedeutung. Als AEW 2023 erstmals im Wembley-Stadion gastierte, befand sie sich noch in der Reha und war lediglich als Zuschauerin vor Ort.
Damals führte sie nach eigener Aussage sogar Gespräche mit WWE über eine mögliche Rückkehr. Tony Khan habe sie backstage gefragt, ob sie ein Segment mit Willow Nightingale drehen wolle. Moné lehnte ab, weil sie nicht bei AEW unter Vertrag stand und die Show als Fan erleben wollte.
Der Wembley Besuch beeinflusste ihre spätere Entscheidung dennoch maßgeblich. Nach der Veranstaltung sei ihr zunehmend klar geworden, dass AEW der richtige Ort für den nächsten Karriereabschnitt sein könnte. Drei Jahre später kehrt sie nun als einer der größten Stars der Promotion ins Stadion zurück und trifft dort auf Nightingale um die AEW Women’s World Championship.
Moné beschreibt ihre Zeit bei AEW als befreiend
Moné bereut ihre Entscheidung für AEW nach eigener Aussage nicht. Sie betonte erneut, wie glücklich sie mit ihrer aktuellen Situation ist. Besonders wichtig ist ihr die kreative Freiheit, die sie bei der Gestaltung ihrer Matches hat. Sie kann unterschiedliche Ideen ausprobieren und muss weniger damit rechnen, dass Vorschläge unmittelbar abgelehnt werden.
Dieses Gefühl habe sie sich lange gewünscht und es ermögliche ihr, sich im Ring auf eine Weise auszudrücken, die sie persönlich als besonders erfüllend empfindet. Moné ist der Meinung, dass sie bei AEW derzeit einige der besten Leistungen ihrer Karriere zeigen kann. Auch die Womens-Division der Promotion lobte sie ausdrücklich. Die große Konkurrenz motiviert alle Beteiligten, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Trotz ihrer langen Karriere sieht Moné ihre eigene Entwicklung ebenfalls noch nicht als abgeschlossen. Auch wenn sie sich selbst als beste Wrestlerin der Welt betrachtet, müsse sie diesen Anspruch ihrer Meinung nach immer wieder neu bestätigen.
Bayley bleibt eine der wichtigsten Personen ihrer Karriere
Neben Nightingale und AEW sprach Moné auch über Bayley. Sie bezeichnete ihre langjährige Weggefährtin als ihre beste Freundin im Wrestling und erinnerte daran, wie eng beide noch immer miteinander verbunden sind. Moné erklärte, dass sie und Bayley die wichtigen Matches der jeweils anderen regelmäßig gemeinsam anschauen. In der Vergangenheit habe sie sich sogar verkleidet oder versucht, unerkannt Veranstaltungen zu besuchen, um Bayley persönlich unterstützen zu können.
Sie schreibt ihrer ehemaligen WWE-Rivalin weiterhin einen wichtigen Anteil an der Entwicklung des modernen Womens-Wrestlings zu. Das gemeinsame Match bei NXT TakeOver: Brooklyn im Jahr 2015 zählt für Moné zu den bedeutendsten Begegnungen ihrer Karriere. Ein weiteres Duell bezeichnet sie auch heute noch als „Dream Match”.
Ob es dazu tatsächlich kommen wird, ließ sie offen. Derzeit gibt es keine Hinweise auf einen bevorstehenden Wechsel Bayleys zu AEW.