Vince McMahon zurück bei WWE? Eric Bischoff hält nur ein bestimmtes Szenario für denkbar

Vince McMahon und Eric Bischoff vor einem überraschten Triple H bei der WWE Hall of Fame
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Vince McMahons Name bleibt auch mehr als zwei Jahre nach seinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft eng mit WWE verbunden. Immer wieder stellt sich deshalb die Frage, ob der frühere Chairman irgendwann noch einmal in einer sichtbaren Funktion auftauchen könnte.

Eric Bischoff hat sich nun ausführlich mit genau diesem Szenario beschäftigt. Dabei unterscheidet der WWE Hall of Famer sehr deutlich zwischen gelegentlicher Präsenz und einer echten Rückkehr in eine einflussreiche Rolle.

Bischoff erwartet keine große WWE-Rückkehr von Vince McMahon

In einer aktuellen Ausgabe seines „83 Weeks“-Podcasts erklärte Bischoff, dass er nicht davon ausgehe, McMahon noch einmal in einer prominenten Rolle bei WWE zu sehen. Schon die verbreitete Annahme, McMahon wolle überhaupt wieder dauerhaft ins öffentliche Rampenlicht zurückkehren, überzeugt Bischoff nicht. Kleinere Auftritte hält er zwar weiterhin für denkbar, doch eine regelmäßige Präsenz im WWE-TV, eine Storyline oder gar eine erneute Position als öffentliches Gesicht des Unternehmens könne er sich kaum vorstellen.

Als mögliche Ausnahme nannte Bischoff Auftritte in einem Umfeld wie der WWE Hall of Fame. Damit meint er jedoch keine bereits geplante Rückkehr, sondern lediglich eine Form von begrenzter Präsenz, die er grundsätzlich nicht ausschließen würde.

„Die Altlasten überwiegen den möglichen Nutzen“

Der entscheidende Punkt liegt für Bischoff weniger in McMahons früherer Bedeutung für WWE als vielmehr in dessen heutiger öffentlicher Wahrnehmung. Nach seiner Einschätzung würde eine größere Rückkehr zwangsläufig neue Aufmerksamkeit auf sämtliche Kontroversen und Vorwürfe der vergangenen Jahre lenken. Unabhängig davon, wie einzelne Verfahren letztlich ausgehen, sei die Belastung, die McMahons Name inzwischen mit sich bringe, aus Unternehmenssicht größer als der mögliche Vorteil einer erneuten prominenten Rolle.

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Damit stellt Bischoff nicht infrage, welchen Anteil McMahon historisch an der Entwicklung von WWE hatte. Seine Einschätzung bezieht sich vielmehr darauf, welchen praktischen Mehrwert eine Rückkehr heute noch bieten könnte.

Auch einen Platz im TKO-Vorstand hält Bischoff für äußerst unwahrscheinlich

Noch skeptischer zeigte sich Bischoff bei der Frage, ob McMahon irgendwann wieder eine Position im Vorstand der TKO Group übernehmen könnte. Er betonte, dass er die Mitglieder des aktuellen Boards und deren interne Entscheidungsprozesse nicht persönlich kenne. Aus seiner eigenen Perspektive sehe er jedoch keinen überzeugenden Grund dafür, McMahon erneut in eine solche Funktion zu holen.

Bischoff stellte dabei die Frage, welchen zusätzlichen Wert McMahon dem Vorstand heute konkret bieten würde. Gerade angesichts der öffentlichen Belastung, die mit seinem Namen verbunden sei, könne er sich nur schwer vorstellen, dass TKO ein Interesse an einer solchen Konstellation hätte.

Seine drastische Wortwahl unterstrich, wie kritisch er die Situation bewertet. Bischoff stellte klar, dass er McMahon nicht mit Persönlichkeiten wie Harvey Weinstein oder Bill Cosby gleichsetze, ordnete ihn hinsichtlich der öffentlichen Altlasten jedoch sinngemäß in eine ähnliche gesellschaftliche Wahrnehmung ein.

Die juristische Auseinandersetzung ist nicht vollständig beendet

Im Zusammenhang mit Spekulationen über McMahons Zukunft ist eine wichtige Einordnung notwendig. Das öffentliche Gerichtsverfahren von Janel Grant gegen Vince McMahon und WWE wurde beendet, die zugrunde liegende Auseinandersetzung jedoch nicht vollständig abgeschlossen. Stattdessen soll der Konflikt in einem privaten Schiedsverfahren weitergeführt werden. McMahon hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten. Damit wäre es irreführend, von einer vollständigen juristischen Klärung oder einer endgültigen Beilegung sämtlicher Vorwürfe zu sprechen.

Gerade vor diesem Hintergrund bekommen Bischoffs Aussagen zusätzliches Gewicht. Seine Einschätzung beruht ausdrücklich darauf, dass McMahons Name unabhängig vom endgültigen Ausgang der einzelnen Verfahren dauerhaft mit erheblichen öffentlichen Kontroversen verbunden bleiben dürfte.

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Bischoff hält eine andere Form der Rückkehr für denkbar

Interessant ist allerdings, dass Bischoff eine öffentliche Rückkehr McMahons nicht grundsätzlich ausschließt. Er hält es für möglich, dass McMahon irgendwann versuchen könnte, stärker Einfluss darauf zu nehmen, wie seine eigene Karriere und sein Vermächtnis dargestellt werden. Denkbar wären nach Bischoffs Einschätzung etwa Medienprojekte, in denen McMahon selbst seine Version der Geschichte erzählen könnte.

Gerade für eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte einen so großen Einfluss auf das Wrestling-Geschäft ausgeübt habe, könne der Wunsch groß sein, die spätere öffentliche Wahrnehmung nicht vollständig anderen zu überlassen. Bischoff glaubt allerdings nicht, dass eine solche Rückkehr automatisch mit einer neuen Machtposition bei WWE oder TKO verbunden wäre.

WWE blendet McMahons Geschichte nicht vollständig aus

Dass McMahon trotz seines Rückzugs nicht vollständig aus der historischen Darstellung von WWE verschwunden ist, zeigte sich bereits in diesem Jahr. Beim Royal Rumble 2026 war er beispielsweise in historischem Videomaterial zu früheren Gewinnern zu sehen. Das bedeutete zwar keinen persönlichen Auftritt, zeigte jedoch, dass WWE seine jahrzehntelange Rolle in der eigenen Geschichte nicht vollständig ausblendet.

Eine aktive Rückkehr lässt sich daraus allerdings ebenso wenig ableiten wie aus Bischoffs Hinweis auf mögliche spätere Hall of Fame Auftritte. Für Bischoff besteht deshalb eine klare Trennlinie: McMahon könnte durchaus irgendwann wieder punktuell im WWE-Umfeld auftauchen oder seine eigene Geschichte öffentlich erzählen. Eine Rückkehr als zentrale Figur, Entscheidungsträger oder dauerhaftes Gesicht des Unternehmens hält er dagegen für äußerst unwahrscheinlich.

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