Jacob Fatu spricht über seine dunkelste Zeit und wie knapp sein WWE-Traum zu scheitern drohte: Eine Entscheidung änderte alles

Jacob Fatu macht sich Gedanken
wrestling-point.de Newsquelle festlegen

Jacob Fatu gehört inzwischen zu den etablierten Namen im WWE-TV, doch sein Weg dorthin verlief wesentlich komplizierter, als es seine heutige Position vermuten lässt. Lange bevor er auf den größten Bühnen des Unternehmens stand, kämpfte er abseits des Rings mit Problemen, die seine berufliche und persönliche Zukunft massiv beeinflussten.

In einem außergewöhnlich offenen Gespräch mit Stephanie McMahon blickte Fatu nun auf diese Phase seines Lebens zurück. Dabei sprach er nicht nur über Verantwortung und Familie, sondern auch über einen Moment, der seinen gesamten weiteren Weg entscheidend beeinflusste.

Jacob Fatu spricht offen über seine frühere Drogenabhängigkeit

In der aktuellen Ausgabe von „What’s Your Story? with Steph McMahon“ wurde Fatu nach dem tiefsten Punkt seines Lebens gefragt. Der 34-Jährige wich der Frage nicht aus und erklärte, dass seine damalige Drogensucht zu den größten Problemen seiner Vergangenheit gehört habe.

Fatu berichtete von einem erheblichen Kokainproblem sowie dem Konsum von Ecstasy. Die Drogen seien in seinem damaligen Umfeld leicht verfügbar gewesen. Dennoch wollte er dafür ausdrücklich niemand anderem die Verantwortung geben. Er habe die Entscheidungen selbst getroffen. Selbst während er bereits in der Independent-Szene wrestelte und versuchte, sich eine Karriere aufzubauen, war er nach eigener Einschätzung nicht vollständig auf diesen Weg fokussiert.

Diese Haltung spielt für ihn heute eine wichtige Rolle. Fatu erklärte, dass er sich bewusst daran erinnere, wohin es ihn früher gebracht habe, wenn er zu bequem geworden sei und aufgehört habe, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Seine Vergangenheit habe unter anderem Gefängnisaufenthalte, Gleichgültigkeit und schwere persönliche Konsequenzen mit sich gebracht.

Genau deshalb wolle er seine heutige Position bei WWE niemals als selbstverständlich betrachten. In einem Unternehmen dieser Größenordnung müsse man jederzeit bereit sein und professionell auftreten. Fatu weiß nach eigener Aussage sehr genau, dass die Show auch ohne ihn weitergehen würde.

Seine Ehe stand zeitweise vor dem Aus

Besonders schwerwiegend waren die Auswirkungen auf seine Familie. Fatu berichtete, dass er während seiner problematischsten Phase einmal für drei Tage verschwunden sei. Seine Frau Elizabeth habe schließlich einen Punkt erreicht, an dem sie ernsthaft darüber nachdachte, ihn zu verlassen.

Siehe auch  Tony Khan erklärt die Idee hinter AEW Redemption und die Konkurrenz durch WWE

Ein Gespräch mit ihr blieb Fatu besonders im Gedächtnis. Sie habe ihm deutlich gemacht, dass seine Worte und sein Verhalten nicht zusammenpassten. Einerseits habe er ständig davon gesprochen, wie wichtig ihm seine Frau und seine Kinder seien, andererseits habe er sie durch sein Verhalten schlecht behandelt.

Fatu übernimmt auch dafür rückblickend vollständig die Verantwortung. Weder seine Frau noch sein damaliges Umfeld seien schuld gewesen. Er selbst habe die Entscheidungen getroffen, die seine Familie beinahe auseinanderbrachten. Heute glaubt er, dass er ohne die Unterstützung seiner Frau möglicherweise niemals an dem Punkt angekommen wäre, an dem er sich mittlerweile befindet.

Diese Erfahrungen prägen auch seine heutige Denkweise. Fatu erklärte gegenüber Stephanie McMahon mehrfach, dass letztlich nur eine Person alles zerstören könne, was er inzwischen aufgebaut habe: er selbst.

Auch seine WWE-Verpflichtung stand plötzlich auf der Kippe

Die Folgen seiner damaligen Probleme reichten offenbar bis zu seinem späteren Wechsel zu WWE. Fatu schilderte, dass das Unternehmen zunächst Abstand von seiner Verpflichtung genommen habe. Er bezeichnete die Situation rückblickend sinngemäß damit, beinahe gefeuert worden zu sein, bevor er überhaupt offiziell eingestellt war.

Fatu betonte ausdrücklich, dass er WWE dafür keinen Vorwurf mache. Die Probleme hätten bei ihm selbst gelegen. Besonders belastend sei die anschließende Ungewissheit gewesen. 19 Tage lang wusste Fatu nicht, ob seine WWE-Chance endgültig vorbei war. Gleichzeitig fragten ihn seine Kinder bereits, wann die Familie nach Florida ziehen würde. Eine Antwort konnte er ihnen nicht geben, weil er selbst davon ausging, dass sich die geplante Verpflichtung erledigt hatte.

Für einen Wrestler, der jahrelang darauf hingearbeitet hatte, bei WWE anzukommen, schien sich die Gelegenheit damit unmittelbar vor dem Ziel aufzulösen.

Siehe auch  Tatum Paxley plötzlich im Main Roster: Hinter ihrem SmackDown-Debüt steckt offenbar mehr

Triple H entschied sich für eine zweite Chance

Nach Fatus Darstellung wurde sein Name schließlich intern noch einmal thematisiert. Triple H soll daraufhin entschieden haben, ihm eine weitere Gelegenheit zu geben. Die Botschaft war allerdings eindeutig: Jeder verdiene eine zweite Chance, doch die bisherigen Probleme müssten mit seinem Eintritt bei WWE enden.

Fatu erhielt damit doch noch die Möglichkeit, die nächste Phase seiner Karriere zu beginnen. Im April 2024 wurde seine Verpflichtung bekannt, ehe er am 21. Juni desselben Jahres bei SmackDown erstmals im WWE-TV auftauchte.

Sein Aufstieg verlief anschließend rasant. Innerhalb seines ersten WWE-Jahres etablierte sich der „Samoan Werewolf“ als bedeutender Bestandteil der Shows und gewann bei WrestleMania 41 gegen LA Knight die United States Championship. Ein Jahr später stand er bei WrestleMania 42 in einem Unsanctioned Match gegen Drew McIntyre erneut auf der größten WWE-Bühne.

WrestleMania 42 schloss für Fatu einen besonderen Kreis

Nach seinem Match bei WrestleMania 42 suchte Triple H Fatu backstage auf. Für Fatu wurde die Begegnung emotional. Er bedankte sich unter Tränen bei dem WWE Chief Content Officer und erinnerte ihn daran, dass dessen Entscheidung Jahre zuvor seine Karriere entscheidend verändert hatte.

Triple H wollte die Anerkennung nach Fatus Schilderung jedoch nicht für sich beanspruchen. Stattdessen machte er ihm deutlich, dass Fatu selbst die zweite Chance genutzt und seinen Weg bis dorthin zurückgelegt habe. Gleichzeitig erinnerte er ihn an denselben Grundsatz, den Fatu heute auch selbst immer wieder betont: Derjenige, der seinen Erfolg noch zerstören könne, sei letztlich Jacob Fatu selbst.

Hinweis: In diesem Artikel geht es um Drogenabhängigkeit. Wenn du selbst betroffen bist oder dir Sorgen um eine dir nahestehende Person machst, kannst du dich an die Sucht- und Drogen-Hotline unter der Nummer 01806 313031 wenden. Weitere Informationen und Adressen von Beratungsstellen findest du im Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Hilfe anzunehmen, kann ein wichtiger erster Schritt sein.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*