Die Women’s Division bei SmackDown befindet sich derzeit in einer Phase spürbarer Veränderungen. Während einige Wrestlerinnen zuletzt deutlich stärker in den Mittelpunkt gerückt wurden, warten andere weiterhin auf eine feste Rolle im wöchentlichen TV.
Neue Backstage-Aussagen liefern nun zusätzlichen Kontext dafür, warum sich diese Unterschiede aktuell so deutlich zeigen. Gleichzeitig deutet sich bei SmackDown eine neue Konstellation an, die WWE offenbar weiter ausbauen möchte.
Jordynne Grace fehlt weiterhin eine feste Storyline bei SmackDown
Jordynne Grace gehört zu den auffälligsten Namen, die in den vergangenen Wochen kaum noch im regulären SmackDown-TV zu sehen waren. Laut WrestleVotes liegt das allerdings nicht daran, dass WWE das Interesse an der früheren TNA-Star verloren hätte. Vielmehr soll Grace derzeit vor allem darunter leiden, dass WWE innerhalb der begrenzten Sendezeit keine feste kreative Rolle für sie eingeplant hat.
Demnach sei ihre Situation weniger eine Frage ihrer Stellung innerhalb des Rosters als vielmehr der aktuellen Priorisierung innerhalb der zweistündigen Show. Grace sei gesund und grundsätzlich einsatzbereit, werde derzeit jedoch nicht in einer festen Storyline berücksichtigt. Grace sei gesund und grundsätzlich einsatzbereit, werde aktuell aber nicht in einer festen Storyline eingesetzt. Zwischenzeitlich absolvierte sie noch Matches bei WWE Main Event, doch auch dort wurde sie zuletzt deutlich seltener eingesetzt.
Der Wegfall der dritten Stunde trifft offenbar besonders die Women’s Division
Ein wesentlicher Faktor soll die Rückkehr von SmackDown auf ein zweistündiges Format sein. Die zusätzliche dritte Stunde hatte WWE zuvor deutlich mehr Spielraum gegeben, auch Wrestlerinnen einzusetzen, die nicht unmittelbar in einer der größten Storylines standen.
Vor allem Multi-Woman-Matches und Tag Team Matches boten eine Möglichkeit, mehrere Namen gleichzeitig im TV zu präsentieren. Seit diese zusätzliche Stunde weggefallen ist, muss WWE deutlich stärker entscheiden, welche Wrestlerinnen und Storylines tatsächlich einen Platz in der Show erhalten.
WrestleVotes zufolge macht sich diese Priorisierung besonders innerhalb der Women’s Division bemerkbar. Das bedeutet allerdings nicht, dass WWE keine neuen Namen einsetzen kann, sondern dass vorhandene TV-Zeit gezielter auf bestimmte Geschichten verteilt wird.
Große Männer-Storylines nehmen zusätzlich viel Sendezeit ein
Die aktuelle Situation wird zusätzlich dadurch verschärft, dass SmackDown derzeit mit zahlreichen etablierten Topstars besetzt ist. Cody Rhodes, CM Punk und Sami Zayn nehmen wichtige Rollen innerhalb der Show ein. Hinzu kommen Kevin Owens und Randy Orton, die ebenfalls wieder stärker in laufende Geschichten eingebunden sind.
Damit wird ein großer Teil der verfügbaren TV-Zeit bereits durch mehrere prominente Männer-Storylines belegt. Für Wrestlerinnen außerhalb der aktuell priorisierten Storylines bleibt entsprechend weniger Raum. Jordynne Grace scheint derzeit zu den Namen zu gehören, die bei dieser kreativen Priorisierung nicht an erster Stelle stehen.
Frühere Berichte deuteten bereits auf fehlende kreative Pläne hin
Die aktuelle Erklärung passt zu Berichten aus den vergangenen Wochen. Bereits im Juli hieß es, dass Grace weiterhin zu SmackDown-Tapings reiste, teilweise aber ohne Einsatz wieder abreisen musste. Besonders auffällig war ein Bericht, wonach WWE sie für eine Show nach Lexington eingeflogen habe, sie dort letztlich aber nicht verwendet worden sei.
Damals wurde bereits darauf hingewiesen, dass für Grace keine konkrete kreative Richtung vorliege. Die neuen Aussagen von WrestleVotes liefern nun zusätzlichen Kontext dafür, warum sich an dieser Situation offenbar noch nichts geändert hat.
Ihre frühere Knöchelverletzung soll derzeit keine Rolle mehr spielen
Grace hatte im Frühjahr mit einer Knöchelverletzung zu kämpfen. Diese soll auch Einfluss auf ursprüngliche WrestleMania 42 Pläne gehabt haben. Berichten zufolge war zeitweise ein Three Way um die Women’s United States Championship mit Grace, Tiffany Stratton und Giulia vorgesehen.
Die Verletzung ist für ihre aktuelle TV-Abwesenheit allerdings offenbar nicht mehr ausschlaggebend. Grace kehrte bereits wieder in den Ring zurück und wurde in den vergangenen Monaten mehrfach eingesetzt. Derzeit deutet daher alles darauf hin, dass ihre fehlende TV-Präsenz tatsächlich vorwiegend mit dem kreativen Team und der begrenzten Sendezeit zusammenhängt.
Während Grace wartet, rückt Tatum Paxley ins Rampenlicht
Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung um Tatum Paxley, dass die begrenzte Sendezeit nicht bedeutet, dass WWE grundsätzlich keine weiteren Wrestlerinnen einsetzen kann. Entscheidend ist vielmehr, welche Namen und Storylines das Creative Team derzeit priorisiert. Bei der Ausgabe vom 7. August feierte Paxley ihr Main-Roster-Debüt und wurde unmittelbar in die bereits bestehende Geschichte rund um Charlotte Flair, Alexa Bliss und Jade Cargill eingebunden.
Bei der Ausgabe vom 7. August feierte Tatum Paxley ihr Main-Roster-Debüt und wurde unmittelbar in die Main-Event-Storyline rund um Charlotte Flair und Jade Cargill eingebunden. Auch Alexa Bliss spielte dabei eine zentrale Rolle.
Paxley und Bliss griffen in die Geschehnisse rund um das Match ein und standen anschließend gemeinsam mit Charlotte Flair im Ring. Damit entstand erstmals deutlich der Eindruck, dass WWE die drei Frauen als feste Einheit präsentieren könnte.
Charlotte Flair heizt Spekulationen über eine neue Gruppe selbst an
Nach der Show griff Charlotte Flair die neue Konstellation auch auf Social Media auf. Sie veröffentlichte ein gemeinsames Foto mit Alexa Bliss und Tatum Paxley und forderte die Fans dazu auf, Vorschläge für einen Namen des Trios einzureichen.
Ein offizieller Gruppenname wurde von WWE bislang jedoch nicht bekannt gegeben. Auch ist noch nicht bestätigt, ob das Trio dauerhaft als feste Faction auftreten wird.
What would YOU call us?!?? 👿 👑 😈 @AlexaBliss_WWE @TatumPaxley pic.twitter.com/2QKc0uLJsH
— Charlotte Flair (@MsCharlotteWWE) August 10, 2026
Berichte über Charlottes Einfluss auf Paxleys Aufstieg bleiben unbestätigt
Bereits zuvor hatte False Finish berichtet, dass Charlotte Flair selbst darum gebeten haben soll, Tatum Paxley in ihre Geschichte mit Alexa Bliss einzubauen. Diese Information wurde inzwischen von mehreren Quellen aufgegriffen, ist jedoch weiterhin nicht unabhängig bestätigt.
Fest steht allerdings, dass Paxley unmittelbar nach ihrem Main-Roster-Debüt eine prominente Rolle erhielt und gemeinsam mit zwei der bekanntesten Namen der Women’s Division präsentiert wurde.
Genau darin unterscheidet sich Paxleys aktuelle Situation von derjenigen Jordynne Graces: Für Paxley hat WWE derzeit eine konkrete Rolle innerhalb einer bestehenden Storyline gefunden, während Grace trotz ihrer Einsatzbereitschaft weiterhin auf eine vergleichbare kreative Richtung wartet.

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