Rhea Ripley könnte WWE deutlich länger fehlen als zunächst angenommen. Nach ihrer Knieverletzung bestand zunächst noch Hoffnung auf eine Rückkehr im Laufe des Herbstes 2026. Inzwischen hat sich die Situation jedoch verändert, nachdem die frühere Women’s Champion eine Operation am verletzten Knie durchführen lassen musste.
Hinter den Kulissen soll WWE deshalb bereits mit einem neuen Zeitraum für ihr Comeback planen. Gleichzeitig könnte die längere Pause Auswirkungen auf den Status der WWE Women’s Championship und damit auf Interim-Championesse Chelsea Green haben.
WWE peilt offenbar den Royal Rumble 2027 für Rhea Ripley an
Wie Dave Meltzer im aktuellen Wrestling Observer Newsletter berichtet, hofft WWE derzeit darauf, Rhea Ripley rechtzeitig zum Royal Rumble 2027 wieder einsetzen zu können. Die Großveranstaltung soll im Februar 2027 im State Farm Stadium in Glendale, Arizona stattfinden.
Dabei handelt es sich bislang ausdrücklich um einen von WWE erhofften Zeitraum und nicht um einen bestätigten Comeback-Termin. Ripley selbst hat nach ihrer Operation keinen konkreten Zeitplan für ihre Rückkehr genannt.
Sollte es tatsächlich bis zum Royal Rumble dauern, wäre die Australierin rund acht Monate ohne Match gewesen. Ihr bislang letzter Auftritt im Ring fand am 3. Juni 2026 bei einer WWE House Show in Lissabon statt. Dort gewann sie gemeinsam mit Charlotte Flair und Tiffany Stratton gegen Fatal Influence. Ihr letztes im Fernsehen ausgestrahltes Match bestritt Ripley wenige Tage zuvor bei Clash in Italy am 31. Mai. Dort verteidigte sie die WWE Women’s Championship gegen Jade Cargill.
Comeback war ursprünglich deutlich früher erhofft worden
Besonders interessant ist der neue Zeitraum im Vergleich zu den ursprünglichen Erwartungen. Noch im Juli hatte WrestleVotes berichtet, dass innerhalb von WWE Hoffnung auf eine Rückkehr Ripleys im Herbst 2026 bestand. Gleichzeitig wollte das Unternehmen offenbar vermeiden, die frühere Women’s World Championesse für den SummerSlam zu früh zurückzubringen und dadurch eine Verschlimmerung ihrer Verletzung zu riskieren.
Zu diesem Zeitpunkt bestand offenbar noch die Möglichkeit, dass Ripley ohne einen operativen Eingriff auskommen könnte. Diese Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Ripley gab Anfang August bekannt, dass sie sich mittlerweile einer Knieoperation unterzogen habe. Betroffen ist ein verletzter Meniskus. Eine Operation sei ursprünglich nicht die bevorzugte Lösung gewesen, letztlich aber notwendig geworden – wir berichteten.
Chelsea Greens Titelstatus könnte sich verändern
Ripleys Verletzung hatte bereits unmittelbare Auswirkungen auf die WWE Women’s Championship. Da zunächst nicht feststand, wie lange die amtierende Titelträgerin fehlen würde, setzte WWE beim SummerSlam ein Ladder Match um eine Interim Women’s Championship an. Chelsea Green setzte sich dort gegen ihre Konkurrentinnen durch und verließ die Veranstaltung als Interim WWE Women’s Championesse.
Aufgrund der nun erwarteten längeren Pause könnte die WWE diese Lösung allerdings noch einmal überdenken. Wie Bryan Alvarez zuletzt berichtete, gibt es innerhalb des Unternehmens Überlegungen, den Zusatz „Interim“ bei Green möglicherweise zu entfernen und sie zur regulären WWE Women’s Championesse zu erklären. Eine endgültige Entscheidung wurde bislang jedoch nicht bestätigt.
Auch bei SmackDown am 7. August bezeichnete WWE Green in der eigenen Berichterstattung weiterhin ausdrücklich als Interim WWE Women’s Champion. Eine offizielle Aberkennung von Ripleys Titel beziehungsweise eine vollständige Anerkennung Greens als reguläre Championesse ist daher bislang nicht erfolgt.
Warum WWE zunächst auf eine Interim-Championess setzte
Der veränderte Zeitplan erklärt gleichzeitig, weshalb WWE zunächst an einer Interimslösung festhielt. Solange eine Rückkehr Ripleys noch für den Herbst realistisch erschien, hätte die Promotion beide Titelträgerinnen nach ihrer Genesung gegeneinander antreten lassen können. Ein Match zwischen der regulären Championesse und der Interim-Titelträgerin hätte sich dabei als natürliche Storyline angeboten.
Sollte Ripley jedoch erst Anfang 2027 zurückkehren, würde Chelsea Green den Interims-Titel über einen erheblich längeren Zeitraum halten. Genau deshalb scheint die WWE nun zumindest darüber nachzudenken, den Status des Titels dauerhaft anzupassen. Wie das Unternehmen letztlich verfährt, dürfte auch davon abhängen, wie Ripleys Rehabilitation verläuft.
Rhea Ripley steht vor einer längeren Reha
Ripley selbst hat bislang vermieden, einen konkreten Termin für ihre Rückkehr zu nennen. Nach der Operation machte sie lediglich deutlich, dass ihr Fokus nun vollständig auf der Genesung und einem späteren Comeback liegt. Damit bleibt auch der Royal Rumble vorerst lediglich ein internes Wunschziel.
Sollte ihre Rehabilitation planmäßig verlaufen, würde der Event WWE allerdings eine besonders große Bühne für ihre Rückkehr bieten. Ripley hat in der Vergangenheit bereits mehrfach eine zentrale Rolle beim Royal Rumble gespielt und gewann 2023 das Women’s Royal Rumble Match.

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