Chris Jericho hatte die Wahl zwischen AEW und WWE: Jetzt erklärt er seine Entscheidung

Chris Jericho grinst
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Chris Jericho hat erstmals ausführlicher darüber gesprochen, weshalb er sich nach dem Auslaufen seines bisherigen Vertrags erneut für AEW entschieden hat. Eine Rückkehr zu WWE war für den langjährigen World Champion grundsätzlich eine Option, letztlich überwog für ihn jedoch die besondere Verbindung zu dem Unternehmen, dessen Aufbau er seit 2019 maßgeblich begleitet hat.

Im Gespräch mit Beef Vegan bei Rock 102.1 KFMA bestätigte Jericho, dass er vor seiner Entscheidung verschiedene Möglichkeiten abgewogen habe. Zugleich stellte er klar, dass seine längere Abwesenheit aus dem AEW-TV nicht mit einem tatsächlichen Abschied gleichzusetzen gewesen sei.

Jericho hatte mehrere Möglichkeiten

Jericho erklärte, während seiner Auszeit lediglich das Ende seines bisherigen Vertrags erreicht zu haben. Unmittelbar darauf sei eine neue Vereinbarung mit AEW gefolgt. Damit widersprach er zumindest teilweise dem Eindruck, er habe das Unternehmen zwischenzeitlich vollständig verlassen.

Dennoch räumte der 55-Jährige ein, seine Optionen geprüft zu haben. In den Monaten vor seiner Rückkehr hatte es immer wieder Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu WWE gegeben. Dort hatte Jericho einen großen Teil seiner Karriere verbracht und zahlreiche World Championships sowie weitere Titel gewonnen.

Eine mögliche Rückkehr hätte deshalb nicht nur wegen seiner Vergangenheit bei WWE Aufmerksamkeit erzeugt. Aufgrund seines Alters war ebenfalls darüber spekuliert worden, ob Jericho seine aktive Karriere möglicherweise dort beenden könnte.

Jericho selbst rückte nun jedoch einen anderen Punkt in den Mittelpunkt. AEW besitze für ihn eine Bedeutung, die sich nicht unmittelbar mit seiner Zeit bei WWE vergleichen lasse.

Besondere Verbindung zu AEW

Jericho erinnerte daran, dass er zu den wichtigsten Verpflichtungen der frühen AEW-Phase gehörte. Als das Unternehmen Anfang 2019 seine ersten großen Schritte unternahm, unterschrieb der frühere WWE-Star einen Vertrag und verlieh der neuen Promotion damit unmittelbar zusätzliche Aufmerksamkeit.

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Noch im selben Jahr wurde Jericho der erste AEW World Champion. Damit übernahm er während der Aufbauphase eine zentrale Rolle und half dabei, den wichtigsten Titel des Unternehmens zu etablieren.

Genau diese Geschichte spielt auch bei seiner jetzigen Entscheidung eine Rolle. Jericho machte deutlich, dass er bei AEW gewissermaßen persönlich am bisherigen Weg beteiligt sei. Er habe geholfen, das Unternehmen aufzubauen, und entsprechend fühle sich dessen weitere Entwicklung für ihn anders an als seine frühere Tätigkeit bei WWE.

WWE habe bereits lange vor seinem dortigen Debüt existiert und werde auch nach seiner Karriere weiterbestehen. AEW dagegen habe es vor seiner Beteiligung nicht gegeben. Für ihn sei es deshalb reizvoller gewesen, weiterhin Teil eines Unternehmens zu bleiben, an dessen Entstehung und Entwicklung er selbst beteiligt gewesen sei.

Jericho äußerte sich zugleich positiv über Tony Khan. Er arbeite gerne für den AEW-Präsidenten und sei mit der bisherigen Entwicklung der Promotion zufrieden.

Tony Khan bestätigte Jerichos Wahlmöglichkeit

Bereits Anfang April hatte Tony Khan bestätigt, dass Jericho als Free Agent zwischen mehreren Optionen wählen konnte. Der AEW-Präsident erklärte damals, Jericho habe deutlich gemacht, bei AEW bleiben zu wollen. Seine Rückkehr in Winnipeg am 1. April sei bereits länger vorbereitet gewesen.

Parallel gab es Berichte über WWE-Interesse und die Möglichkeit einer letzten größeren WWE-Phase. Zudem soll AEW Jericho ein finanziell attraktives Angebot gemacht haben. Im aktuellen Beef-Vegan-Interview stellte Jericho jedoch nicht das Geld, sondern vor allem seine enge Verbindung zu AEW und die Zusammenarbeit mit Khan in den Vordergrund.

Keine Rückkehr nur als Zwischenstation

Jerichos neue Aussagen zeigen, dass er seine aktuelle AEW-Phase offenbar nicht nur als Zwischenstation vor einem möglichen späteren WWE-Abschied betrachtet. Nachdem er sich während der Spekulationen lange bedeckt gehalten hatte, zeichnet er nun ein klareres Bild seiner Entscheidung.

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Anders als 2019 muss Jericho AEW heute nicht mehr als einen der größten Namen etablieren. Stattdessen kann er gezielter eingesetzt werden und zwischen seinen Auftritten längere Pausen einlegen. Gerade die Zusammenarbeit mit Gegnern wie Ricochet und Tommaso Ciampa habe ihm zuletzt wieder viel Freude bereitet.

WWE-Kapitel wohl weiterhin nicht endgültig geschlossen

Ob Jericho tatsächlich nie wieder für WWE auftreten wird, lässt sich aus seinen Aussagen allerdings nicht ableiten. Seine langjährige Geschichte mit dem Unternehmen bleibt bestehen, und spätestens nach dem Ende seiner aktiven Karriere erscheint eine spätere Rückkehr für besondere Anlässe grundsätzlich möglich.

Jericho vermied es auch dieses Mal, WWE negativ darzustellen. Vielmehr erklärte er den Unterschied zwischen beiden Unternehmen aus seiner persönlichen Perspektive. Bei AEW habe er etwas mit aufgebaut, das zuvor nicht existiert habe. Genau dieses Gefühl gab für ihn letztlich den Ausschlag.

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