Batista zieht endgültigen Schlussstrich: Warum ein Comeback im WWE-Ring ausgeschlossen ist

Batista demonstriert auf der SmackDown Stage seine ganze Kraft
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Comebacks nach einem vermeintlich endgültigen Rücktritt gehören im Wrestling beinahe zum Alltag. Dave Bautista möchte diesem bekannten Muster jedoch nicht folgen. Der frühere WWE World Champion hat erneut unmissverständlich erklärt, dass seine aktive Karriere beendet sei und er auch bei erheblichen finanziellen Schwierigkeiten nicht mehr in den Ring zurückkehren werde.

In einem Gespräch mit Cale Owen von W.O.L.F. Gyms blickte Bautista auf seine beiden großen WWE-Abschiede zurück. Während sein Ausscheiden im Jahr 2010 den Beginn eines völlig neuen Lebensabschnitts markierte, setzte sein Match gegen Triple H bei WrestleMania 35 im April 2019 den von ihm gewünschten Schlusspunkt unter seine Wrestlingkarriere. Dieses Ende wolle er weder durch ein weiteres Match noch durch eine lukrative Rückkehr gefährden.

Batista verließ WWE auf dem Höhepunkt seiner Karriere

Seinen ersten Abschied von WWE bezeichnete Bautista rückblickend als eine der schwierigsten Entscheidungen seines Lebens. Zu diesem Zeitpunkt gehörte er seit Jahren zu den größten Namen des Unternehmens, hatte mehrere World Championships gewonnen und zahlreiche Großveranstaltungen angeführt. Dennoch ließ er seinen Vertrag auslaufen und verließ WWE nach seiner Fehde mit John Cena im Frühjahr 2010.

Bautista betonte, dass die Trennung im Guten erfolgt sei. Er habe seine größten Erfolge gefeiert und sich in einer Position befunden, in der er weiterhin viel Geld hätte verdienen können. Gleichzeitig habe sich WWE jedoch in eine Richtung entwickelt, mit der er sich nicht mehr identifizieren konnte. Vor allem die stärker familienfreundliche Präsentation habe nicht mehr zu dem Charakter gepasst, den er verkörpern wollte.

Hinzu kam seine wachsende Unzufriedenheit mit den Möglichkeiten außerhalb des Rings. Bautista beobachtete, dass John Cena neben seinen Aufgaben als führender WWE-Star auch Filme, Werbeproduktionen und weitere Projekte übernehmen durfte. Er selbst habe dagegen das Gefühl gehabt, einen großen Teil der körperlichen Arbeit im Ring zu leisten, ohne vergleichbare Chancen zu erhalten.

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Keine persönliche Abneigung gegen John Cena

Seine damalige Frustration richtete sich nach Bautistas Darstellung allerdings nicht persönlich gegen Cena. Er gönne seinem früheren Rivalen dessen Erfolg und habe kein Problem damit, dass Cena die ihm angebotenen Möglichkeiten nutzte. Die Kritik habe vielmehr WWE und dem aus seiner Sicht unterschiedlichen Umgang mit den beiden Topstars gegolten.

Bautista habe die Verantwortlichen deshalb wiederholt um die Erlaubnis gebeten, außerhalb des Unternehmens Schauspielprojekte anzunehmen. Diese Möglichkeit sei ihm jedoch nicht in dem gewünschten Umfang eingeräumt worden. Da er keine Zukunft mehr in der damaligen kreativen Ausrichtung sah, entschied er sich trotz des erheblichen Risikos gegen eine Vertragsverlängerung.

Der Schritt brachte ihn zeitweise erneut in große finanzielle Schwierigkeiten. Dennoch betrachtet Bautista seine Entscheidung heute als richtig. Ohne den Abschied von WWE hätte er seine Schauspielkarriere nach eigener Einschätzung nicht mit derselben Konsequenz verfolgen können. Der spätere Durchbruch in Hollywood bestätigte ihn darin, dass er trotz aller Rückschläge den passenden Zeitpunkt für einen Neuanfang gewählt hatte.

WrestleMania 35 brachte das gewünschte Karriereende

Vollständig abgeschlossen war seine WWE-Geschichte nach 2010 allerdings noch nicht. Anfang 2014 kehrte Batista zurück, gewann den Royal Rumble und trat bei WrestleMania 30 gemeinsam mit Randy Orton und Daniel Bryan um die WWE World Heavyweight Championship an. Nach einer erneuten Zusammenarbeit mit Triple H und Orton als Evolution verließ er das Unternehmen wieder, ohne seine Karriere offiziell zu beenden.

Die letzte offene Angelegenheit blieb für ihn ein abschließendes Match gegen Triple H. Diesen Wunsch erfüllte sich Bautista fünf Jahre später. Bei WrestleMania 35 trafen die früheren Evolution-Weggefährten in einem No Holds Barred Match aufeinander. Triple H setzte sich nach einer körperlich intensiven Auseinandersetzung durch, woraufhin Bautista einen Tag später seinen Rücktritt bekannt gab.

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Für Bautista war nicht entscheidend, seine Karriere mit einem Sieg zu beenden. Wichtiger sei ihm gewesen, noch einmal mit einem langjährigen Freund und einem der prägendsten Gegner seiner Laufbahn auf der größten WWE-Bühne zu stehen. Er betrachtet diese Begegnung deshalb weiterhin als den passenden und beinahe märchenhaften Abschluss seiner Zeit im Ring.

Kein weiteres Match für eine hohe Gage

Trotz seiner klaren Haltung wird Bautista bis heute regelmäßig auf eine mögliche Rückkehr angesprochen. Der frühere Champion verwies darauf, dass Rücktritte im Wrestling häufig nicht von Dauer seien und manche Akteure ihre Karriere gleich mehrfach beendeten. Genau deshalb hielten einige Fans offenbar weiterhin ein weiteres Batista-Match für möglich.

Der inzwischen erfolgreiche Schauspieler schließt dies jedoch kategorisch aus. Er würde nach eigener Darstellung eher wieder körperlich arbeiten und finanzielle Verluste hinnehmen, als sein selbst gewähltes Karriereende rückgängig zu machen. Auch eine hohe Gage oder die Aussicht auf einen letzten großen Auftritt könnten ihn demnach nicht umstimmen.

Damit bleibt die Niederlage gegen Triple H bei WrestleMania 35 Batistas letztes Match. Eine Rückkehr für Auftritte außerhalb des Rings oder eine zukünftige Ehrung durch die WWE ist damit zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Ein weiteres Match hat „The Animal“ jedoch so deutlich ausgeschlossen wie kaum ein anderer ehemaliger WWE-Star.

1 Kommentar

  1. Er ist auch längst nicht mehr das Tier wie damals, trotzdem er wird immer mein Lieblings Wrestler bleiben. Hoffe nochmal auf Hall of Fame, ich vermisse ihn aber verstehe seine Entscheidung. Hoffe auch sehr das er dabei bleibt nicht wie Ric Flair oder Shawn Michaels.

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