Triple H steht nach Interview-Aussagen in der Kritik

Triple H äußert sich vor vielen Fans
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Eine Aussage von Triple H hat in der Wrestling-Welt unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Der WWE-Kreativchef erklärte in einem Interview, Fans sollten das Produkt nicht zu ernst nehmen. Dafür erhielt er unter anderem deutliche Kritik vom ehemaligen WWE-Star Stevie Richards und Wrestling-Observer-Herausgeber Dave Meltzer.

Triple H: WWE soll in erster Linie unterhalten

Im Gespräch mit Sportmoderator Stephen A. Smith erklärte Triple H Ende Juni, dass WWE vor allem Unterhaltung sei und für jeden Zuschauer etwas biete. Seiner Ansicht nach würden viele Fans das Produkt inzwischen zu ernst nehmen und dadurch den eigentlichen Zweck aus den Augen verlieren.

WWE solle die Menschen für ein paar Stunden vom Alltag ablenken und unterhalten, nicht endlose Diskussionen auslösen. Wer noch nie eine WWE-Veranstaltung live erlebt habe, dem empfahl Triple H den Besuch einer TV-Show oder eines Premium Live Events.

Stevie Richards widerspricht deutlich

Stevie Richards konnte dieser Sichtweise wenig abgewinnen. In „The Stevie Richards Show“ erklärte der frühere WWE-Star, dass Triple H einen wichtigen Punkt außer Acht lasse.

Gerade die treuesten Fans seien häufig auch diejenigen, die am meisten Geld für WWE ausgeben – sei es für Eintrittskarten, Streaming-Abonnements, Merchandise oder Reisen zu Veranstaltungen. Wer so viel investiere, habe auch das Recht, das Produkt zu bewerten und Kritik zu äußern.

Richards betonte, WWE könne nicht einerseits eine starke emotionale Bindung und hohe finanzielle Investitionen der Fans erwarten und ihnen andererseits sagen, sie sollten das Produkt nicht so ernst nehmen. Wer mehrere Hundert oder sogar Tausende Dollar für ein Event ausgebe und anschließend enttäuscht sei, habe jedes Recht, seine Meinung zu äußern.

Dave Meltzer kritisiert Triple H ebenfalls

Auch Dave Meltzer äußerte sich kritisch zu den Aussagen von Triple H. Auf X bezeichnete der Wrestling-Observer-Herausgeber dessen Aussagen als „desperate“, also verzweifelt wirkend.

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Nach Ansicht Meltzers passt es nicht zusammen, von Fans hohe Ticketpreise und andere Ausgaben zu verlangen und ihnen gleichzeitig zu sagen, sie sollten das Produkt nicht zu ernst nehmen. Wer bereit sei, viel Geld für WWE auszugeben, nehme das Produkt zwangsläufig ernst und dürfe deshalb auch Erwartungen und Kritik äußern.

Richards wirft WWE widersprüchliches Verhalten vor

Stevie Richards ging in seiner Kritik noch einen Schritt weiter. Seiner Meinung nach sende WWE widersprüchliche Signale an die Fans.

Einerseits reagiere das Unternehmen regelmäßig auf Fanreaktionen und passe Storylines oder kreative Entscheidungen entsprechend an. Andererseits würden Fans, die das Produkt kritisch hinterfragen oder sich intensiver mit den Hintergründen beschäftigen, häufig dafür kritisiert, sich das Wrestling selbst zu verderben.

Richards verwies außerdem darauf, dass WWE selbst zahlreiche Formate produziere, in denen über zukünftige Storylines und Entwicklungen spekuliert werde. Deshalb könne man den Fans kaum vorwerfen, genau dasselbe zu tun.

Zudem erinnerte er an eine frühere WWE-Town-Hall, bei der Triple H und WWE-Präsident Nick Khan laut Richards Kommentare von Fans vorgelesen und sich darüber lustig gemacht haben sollen. Teilweise seien dabei ältere Beiträge ohne Quellenangabe verwendet worden. Für Richards zeigt dies, dass WWE Kritik häufig eher abtue, als sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen.

Die Debatte reicht über dieses Interview hinaus

Für viele Beobachter ist die Diskussion mehr als nur eine Reaktion auf einen einzelnen Interview-Ausschnitt. Seit WrestleMania 42 steht Triple H als kreativer Verantwortlicher verstärkt im Fokus, nachdem das Event in Las Vegas sehr unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen hatte.

Auch eine anschließende interne Town-Hall sorgte für Kritik. Damals hatte WWE-Präsident Nick Khan kritische Stimmen als laute Minderheit bezeichnet. Vor diesem Hintergrund stießen nun auch Triple Hs Aussagen, Fans sollten das Produkt nicht zu ernst nehmen, bei einigen Beobachtern auf Unverständnis.

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Stevie Richards fasste seine Kritik abschließend mit einer klaren Botschaft zusammen: Wer Fans als zahlende Kunden gewinnen möchte, müsse auch akzeptieren, dass diese ihre Meinung äußern und Kritik üben.

1 Kommentar

  1. In der heutigen Zeit, vor allem durch soziale Medien befeuert, wo Mor*drohungen fast schon zur Tagesordnung gehören, bleibt einem Chef wie Hunter doch gar nichts anderes übrig, als zu versuchen etwas Dampf aus dem Kessel zu nehmen, um so die Aktiven zu schützen.

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