Will Ospreay blickt nach seiner schweren Verletzung anders auf seine Karriere und Zukunft

Will Osprey liefert eine starke Performance ab
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Will Ospreay gehört wieder zu den Topstars von AEW und zeigt im Ring erneut Höchstleistungen. Doch eine schwere Nackenverletzung im vergangenen Jahr hat seine Sicht auf die Karriere nachhaltig verändert. Der 33-Jährige denkt heute deutlich bewusster über seine körperlichen Grenzen und seine Zukunft nach.

Schwere Nackenverletzung stellte alles infrage

Will Ospreay erlitt beim „AEW x NJPW Forbidden Door” Pay-per-View im August 2025 in London einen Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule zwischen den Wirbeln C2 und C6. Die Verletzung war so schwer, dass seine Wrestling-Karriere zeitweise auf der Kippe stand.

Vor der notwendigen Operation sprach Ospreay offen über seine Ängste. Dabei fürchtete er sich nicht vor dem Eingriff selbst, sondern vor der Ungewissheit, ob und wie es danach weitergehen würde. Viele rechneten damit, dass er mindestens ein Jahr ausfallen würde.

Doch bereits nach rund sechs Monaten kehrte Ospreay in den Ring zurück. Seitdem gewann er unter anderem das Owen Hart Cup Tournament 2026 und gehört erneut zu den prägenden Gesichtern von AEW. Im Gespräch mit Baby Huey beim Radiosender 107.7 The Bone sprach er nun ausführlich darüber, wie sehr ihn die Verletzung verändert hat.

Die Verletzung hat bleibende Folgen

Ospreay machte deutlich, dass er trotz seiner erfolgreichen Rückkehr dauerhaft mit Einschränkungen leben muss. So kann er seinen Kopf seit der Operation nicht mehr vollständig nach hinten bewegen. Diese Einschränkung werde ihn dauerhaft begleiten.

Trotzdem zeigte er sich dankbar für die medizinischen Möglichkeiten von heute. Nach seiner Einschätzung hätte eine vergleichbare Verletzung vor einigen Jahren wahrscheinlich das Ende seiner Karriere bedeutet.

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Heute könne er nicht nur wieder wrestlen, sondern fühle sich sogar auf dem höchsten Niveau seiner bisherigen Laufbahn. Gleichzeitig merke er aber auch, dass sein Körper sich mit zunehmendem Alter langsam verändere.

Neuer Wrestling-Stil soll den Körper entlasten

Als Reaktion auf die Verletzung hat Ospreay seinen Wrestling-Stil bewusst angepasst. Seit Mai 2026 setzt er verstärkt auf Aufgabegriffe und Bodentechniken. Unter anderem gehört der fliegende Fujiwara Armbar mit dem Namen „Death Ground“ inzwischen zu seinem Repertoire.

Nach eigenen Angaben verfolgt er damit ein klares Ziel: Je vielseitiger sein Arsenal ist, desto seltener muss er besonders riskante Flugmanöver zeigen, die seinen Körper zusätzlich belasten.

Ospreay plant von Jahr zu Jahr

Auch seine langfristige Karriereplanung hat sich verändert. Ospreay glaubt, dass er sein aktuelles athletisches Niveau noch etwa fünf Jahre halten kann. Möglich sei auch eine deutlich längere Karriere, allerdings mit einem angepassten Wrestling-Stil. Wie lange sein Körper tatsächlich mitspiele, könne heute niemand vorhersagen.

Deshalb wolle er sich nicht unter Druck setzen oder weit in die Zukunft planen. Stattdessen konzentriere er sich darauf, jeden Moment zu genießen, weil ihm die Verletzung gezeigt habe, wie schnell sich alles verändern könne.

Adam Copeland half ihm in der schwersten Zeit

Besonders dankbar zeigte sich Ospreay für die Unterstützung von Adam Copeland. Der frühere WWE-Star musste selbst wegen einer schweren Nackenverletzung fast neun Jahre auf eine Rückkehr in den Ring warten und konnte Ospreay deshalb aus eigener Erfahrung helfen.

Copeland erklärte ihm, dass nicht die Operation selbst die größte Herausforderung sei, sondern die Zeit danach und die mentale Belastung während der Genesung. Er gab Ospreay seine private Telefonnummer und bot ihm an, sich jederzeit bei ihm zu melden.

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Für Ospreay war dieses Angebot eine wichtige Stütze in einer Phase, in der er nach eigenen Aussagen nicht wusste, wie er mit seinen Ängsten und Emotionen umgehen sollte.

Heute steht die Freude am Wrestling im Mittelpunkt

Rückblickend hat die Verletzung Ospreays Einstellung zum Wrestling grundlegend verändert. Er möchte sich keine festen Ziele oder Zeitpläne mehr setzen. Solange ihm das Wrestling Freude bereitet und sein Körper mitmacht, möchte er weiterhin aktiv sein. Sollte einer dieser beiden Faktoren irgendwann nicht mehr gegeben sein, werde er den richtigen Zeitpunkt für das Karriereende erkennen.

Nach einer Verletzung, die seine gesamte Laufbahn infrage stellte, blickt Will Ospreay heute mit deutlich mehr Gelassenheit auf seine Zukunft und weiß jeden weiteren Auftritt im Ring umso mehr zu schätzen.

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